Sultan + Shepard-Mitglied Ossama Al Sarraf hat öffentlich über seine Lungenerkrankung gesprochen. Der DJ und Produzent lebt seit einigen Jahren mit Lungenfibrose und erklärt nun, warum Fans ihn bei Shows mit Sauerstoffkanüle sehen könnten.
Ossama Al Sarraf spricht offen über seine Gesundheit
Ossama Al Sarraf, eine Hälfte von Sultan + Shepard, hat sich mit einem sehr persönlichen Statement an seine Fans gewandt. In einem Instagram-Post erklärte der Künstler, dass bei ihm vor einigen Jahren Lungenfibrose diagnostiziert wurde. Die Erkrankung führt zu Vernarbungen in der Lunge und kann das Atmen erschweren.
Im Alltag habe sich für ihn vieles nicht grundsätzlich verändert, schreibt Al Sarraf. Bei körperlich intensiven Situationen sei er inzwischen aber auf zusätzlichen Sauerstoff angewiesen. Dazu zählen Workouts, Auftritte und manchmal auch Shows in Städten mit höherer Lage. Fans könnten ihn deshalb künftig mit einer Sauerstoffkanüle auf der Bühne sehen.
Al Sarraf beschreibt in seinem Statement auch, dass er die Diagnose lange nicht wirklich an sich herangelassen habe. Er habe gehofft, irgendwann aufzuwachen und wieder vollständig gesund zu sein. Gespräche über Gesundheit und Behinderung seien emotional schwer und oft kompliziert. Gerade deshalb sei es ihm inzwischen wichtig, offen darüber zu sprechen – auch, um anderen Menschen mit gesundheitlichen Problemen das Gefühl zu geben, weniger allein zu sein.
Trotz der Diagnose will Al Sarraf weiter auftreten. Gemeinsam mit Ned Shepard ist er als Sultan + Shepard weiterhin aktiv, zuletzt erschien Anfang Mai die Single „Twilight“ mit Shallou. Auch kommende Tourtermine stehen weiter an.
Für seine Fans hatte Al Sarraf eine klare Botschaft: Wenn man ihn mit Kanüle sehe, gehe es ihm gut. Der zusätzliche Sauerstoff helfe ihm dabei, weiterhin so performen zu können, wie er es liebe. Genau darin liegt die Stärke seines Statements: Es geht nicht um Rückzug, sondern darum, mit einer neuen Realität weiterzumachen. Offen, ehrlich und ohne das eigene Leben kleiner werden zu lassen.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




