Lilly Palmer hat einen Vertrag bei der Universal Music Group unterschrieben. Mit „Hey You“ erscheint heute die erste Single über Island Berlin. In ihrer Ankündigung spricht die deutsche Techno-Künstlerin auch darüber, warum sie zuletzt häufiger Nein sagte und auf den richtigen Zeitpunkt wartete.
„Nein sagen“ gehörte für Lilly Palmer dazu
Lilly Palmer arbeitet künftig mit der Universal Music Group, Universal Music Germany und Island Berlin zusammen. Das gab die DJ und Produzentin vor wenigen Tagen bekannt. Dem Vertrag seien Jahre harter Arbeit, viel Leidenschaft und zahlreiche lange Nächte im Studio vorausgegangen. Bei Universal habe sie nun ein Team gefunden, das ihre Vorstellungen von der eigenen Musik und Marke teile. Die Zusammenarbeit fühle sich bereits wie ein Zuhause an.
Palmer verbindet die Unterschrift allerdings auch mit den Entscheidungen, die sie zuvor getroffen hat. Das vergangene Jahr habe ihr noch einmal gezeigt, dass es sich auszahle, Nein zu sagen, die eigenen Grenzen zu wahren und geduldig auf bessere Möglichkeiten zu warten. Wem oder was sie konkret abgesagt hat, verrät sie nicht. Sie nennt weder andere Labels noch gescheiterte Verhandlungen. Ihre Worte zeigen aber, dass sie offenbar nicht unterschreiben wollte, nur um einen Major hinter ihrem Namen zu haben.
Besonders bedankt sich Palmer bei ihrem Partner und regelmäßigen Studiokollegen Egbert sowie bei ihrem Manager Karl Oliver Goedicke. Beide hätten entscheidend dazu beigetragen, dass sie diesen Punkt ihrer Karriere erreichen konnte.
Die Musik erscheint bei Island Berlin
Palmer nennt in ihrem Beitrag gleich drei Namen. Die Universal Music Group ist der internationale Mutterkonzern, Universal Music Germany die deutsche Gesellschaft und Island Berlin das Label, über das ihre neue Musik erscheint.
Island Berlin gehört zur Domestic Division von Universal Music Germany und arbeitet im elektronischen Bereich bereits mit Acts wie R3HAB, YouNotUs und AVALAN ROKSTON zusammen. Auch „Hey You“ wird über das Berliner Label veröffentlicht. Wie umfangreich der Vertrag mit Palmer ausfällt, wurde nicht bekannt gegeben. Es gibt bislang keine Angaben zur Laufzeit, Exklusivität, finanziellen Ausgestaltung oder dazu, welche Rechte Universal erhält.
Was wird aus Armada, Kontor und Spannung?
Offen bleibt auch, was der neue Vertrag für Palmers bisherige Partner bedeutet. Erst 2024 unterschrieb sie einen gemeinsamen Plattenvertrag bei Armada Music und Kontor Records. Den Auftakt dieser Zusammenarbeit bildete damals „Hare Ram“. Im März 2026 erschien anschließend ihr Debütalbum „Bigger Than Techno“. In den offiziellen Credits des 16 Tracks umfassenden Albums werden Armada Music, Kontor Records und Palmers eigenes Label Spannung Records gemeinsam aufgeführt. Auf dem Album arbeitete sie unter anderem mit Armin van Buuren, Maddix, Space 92, Gregor Tresher und Egbert zusammen. Nur wenige Monate später folgt nun der Vertrag mit Universal.
Ob die Zusammenarbeit mit Armada und Kontor vollständig beendet wurde oder in bestimmten Bereichen weiterläuft, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Auch einen Abschied von Spannung Records hat Palmer nicht verkündet. Von einem vollständigen Labelwechsel zu sprechen, wäre deshalb verfrüht.
Mehr über ihren damaligen Doppelvertrag lest ihr hier: Lilly Palmer setzt mit Doppel-Deal ein Ausrufezeichen
„Hey You“ eröffnet die neue Zusammenarbeit
Nur wenige Tage nach der Vertragsmeldung folgt bereits die erste Veröffentlichung. Mit „Hey You“ startet Lilly Palmer am heutigen Freitag ihr neues Kapitel bei Island Berlin. In den vergangenen Tagen hat sie den Track mehrfach in kurzen Videos angeteasert und außerdem ein Musikvideo angekündigt. Am selben Tag steht Palmer beim Creamfields in Großbritannien auf der Bühne.
Man muss den Vertrag nicht größer machen, als er ist: Universal macht aus Lilly Palmer nicht erst einen international gefragten Act. Sie spielt längst auf großen Festivals, veröffentlicht über ihr eigenes Label und hat erst vor wenigen Monaten ihr Debütalbum herausgebracht.
Der neue Partner kann ihren kommenden Veröffentlichungen allerdings noch mehr internationale Reichweite und Unterstützung bei der Vermarktung verschaffen. Ob sich die Zusammenarbeit irgendwann auch musikalisch bemerkbar macht, lässt sich nach einer Single noch nicht beantworten. Mit „Hey You“ ist der Anfang seit heute gemacht.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
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