Tomorrowland hat das vollständige Line-up für seine zweite Ausgabe in Shanghai veröffentlicht. Axwell und Tiësto führen die beiden Festivaltage an, dazu kommen Lost Frequencies, Miss Monique und zwei auffällige B2B-Sets. Auch die Ticketpreise und neue Details zur exklusiven Planaxis-Produktion stehen fest.
Die Rückkehr war bekannt, die Namen fehlten noch
Bereits im Juni kündigte Tomorrowland an, seine Indoor-Produktion „The Magic of Tomorrowland“ nach Shanghai zurückzubringen. Neu sind deshalb nicht der Termin und die Rückkehr nach China, sondern das vollständige Line-up und die Ticketpreise.
Die zweite Ausgabe findet am 17. und 18. Oktober 2026 im Hero Dome statt. Nach dem ausverkauften Debüt im vergangenen Jahr wird das Event erstmals auf zwei Tage erweitert. An beiden Tagen steht ein eigenes Line-up auf dem Programm. „The Magic of Tomorrowland“ ist dabei kein Festival in der Größenordnung der belgischen Ausgabe in Boom. Das Konzept überträgt die aufwendigen Bühnenbilder und das Storytelling der Marke auf eine kompaktere Indoor-Produktion mit einer großen Mainstage.
Axwell führt den ersten Festivaltag an
Am Samstag, 17. Oktober, steht Axwell an der Spitze des Line-ups. Neben dem Swedish-House-Mafia-Mitglied treten Lost Frequencies, MORTEN, Bhaskar, Carly Wilford, DJ Sally, Hauzer, Linska und Nosi auf. Als Host begleitet MC Stretch den Abend. Hinzu kommt ein gemeinsames Set von Cassian und Kevin de Vries. Beide Produzenten gehören zu den bekanntesten Namen im aktuellen Melodic-Techno-Umfeld und waren in den vergangenen Jahren regelmäßig auf den großen Tomorrowland-Bühnen zu sehen.
ARTBAT und R3HAB spielen gemeinsam
Der zweite Tag fällt musikalisch breiter aus. Am Sonntag, 18. Oktober, übernimmt Tiësto die Rolle des größten Namens. Außerdem stehen Alison Wonderland, Joel Corry, Miss Monique, Bhaskar, Carly Wilford, Evin King, Mansun Lui und Nosi auf dem Programm. Für die größte Überraschung sorgt das B2B von ARTBAT und R3HAB. Während ARTBAT vor allem für melodischen Techno und große, dunklere Produktionen steht, ist R3HAB stärker im Mainstage- und Dance-Pop-Bereich unterwegs. Wie die beiden Richtungen in einem gemeinsamen Set zusammenfinden, dürfte einer der interessantesten Programmpunkte des Wochenendes werden.
Diese Planaxis-Bühne gibt es nur in Shanghai
Auch der Hero Dome wurde für die zweite Ausgabe umgebaut. Herzstück der Halle ist nun eine 99 Meter breite, gebogene LED-Wand. Weitere 80 Bildschirme hängen unter der Decke und sollen gemeinsam eine Rundumkulisse erzeugen. Die Produktion basiert auf „Planaxis“, Tomorrowlands bekannter Unterwasserwelt. Für Shanghai entsteht allerdings keine einfache Kopie einer früheren Mainstage. Laut Tomorrowland wurden Teile der Bühne und der visuellen Inszenierung eigens für diese beiden Shows entwickelt. In dieser Form soll das Bühnenbild ausschließlich in China zu sehen sein. Neu ist außerdem die Harbour Villa. Der zusätzliche Bereich steht nur Besuchern mit einem GA+-Ticket offen und bietet neben einer eigenen Aufenthaltsfläche auch einen schnelleren Einlass.
Die günstigsten Tickets kosten rund 101 Euro
Der Ticketverkauf soll Anfang September beginnen. Ein reguläres Tagesticket kostet 788 Yuan, aktuell umgerechnet etwa 101 Euro. Für ein GA+-Tagesticket werden 1288 Yuan beziehungsweise ungefähr 165 Euro verlangt. Das reguläre Zweitagesticket kostet 1488 Yuan, was rund 190 Euro entspricht. Für die GA+-Variante werden 2388 Yuan und damit ungefähr 305 Euro fällig.
Tickets werden unter anderem über die INS Land App, das zugehörige WeChat-Programm, Damai und Ticket Planet angeboten. Eine Vorregistrierung ist bereits möglich, für den eigentlichen Kauf aber nicht verpflichtend. Wer sich vorab registriert und anschließend ein Ticket kauft, kann außerdem eine limitierte Treasure Case erhalten. Damit übernimmt Tomorrowland auch in Shanghai eines der bekanntesten Elemente seines belgischen Ticketversands.
Tomorrowland plant langfristig mit Shanghai
Die Erweiterung auf zwei Tage soll keine einmalige Vergrößerung bleiben. Tomorrowland bezeichnet Shanghai ausdrücklich als wichtigen Teil seiner langfristigen Pläne für Asien. Auch der Umbau des Hero Dome ist nach Angaben des chinesischen Partners Hero Esports für weitere große Veranstaltungen gedacht.
Die zweite Ausgabe zeigt bereits, wohin die Reise gehen soll: größere Produktion, zwei unterschiedliche Festivaltage und internationale Namen, die weit über den chinesischen Markt hinaus funktionieren. Vor allem bei den beiden B2Bs geht Tomorrowland dabei über ein gewöhnliches Best-of-Line-up hinaus.
Fotocredit: Tomorrowland

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




