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„Wir werden nicht die letzten sein“: Münchner Sweet Club schließt

„Wir werden nicht die letzten sein“: Münchner Sweet Club schließt

Fast zehn Jahre lang wurde im Sweet am Maximiliansplatz zu House, R&B und Charthits getanzt. An Halloween war zum letzten Mal geöffnet. Betreiber Mathias Scheffel fürchtet, dass weitere Clubs folgen. In München stellt sich längst auch die Frage, welche neuen Räume für die Szene entstehen, wenn die alten verschwinden.

Die letzte Nacht am Maximiliansplatz

Am Freitag kündigte der Sweet Club auf Instagram seinen Abschied an, am Samstag wurde noch einmal gefeiert. Dazwischen lag kaum Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es den Club bald nicht mehr geben würde. Seit März 2017 war er am Maximiliansplatz zu Hause, in den Räumen des früheren Gecko Clubs.

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Im Gespräch mit der tz führt Scheffel das Aus auf einen umsatzschwachen Sommer zurück. Bei der Hitze seien zu wenige Gäste in den Kellerclub gekommen. Zwei Monatsmieten habe er deshalb nicht zahlen können, daraufhin habe der Vermieter gekündigt. Scheffel hoffte, dass sich das Geschäft im Winter erholen würde. Eine Einigung mit dem Vermieter kam jedoch nicht zustande „Wir werden nicht die letzten sein“, sagt Scheffel der tz. Auch beim Café Reitschule in Schwabing, das er ebenfalls betreibt, macht er sich Sorgen: Die Miete sei angesichts der gesunkenen Umsätze zu hoch.

Was kommt nach den Clubs, die schließen?

Das Harry Klein an der Sonnenstraße, das Blitz im Deutschen Museum und der Sweet Club am Maximiliansplatz hatten unterschiedliche Programme und ein unterschiedliches Publikum. Auch die Gründe für ihr Aus lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Für die Stadt stellt sich mit jeder Schließung aber dieselbe Frage: Wo können die nächsten Clubnächte entstehen?

David Süß, Grünen-Stadtrat und früherer Mitbetreiber des Harry Klein, sieht genau da das Problem. Clubs hätten auch früher geschlossen, sagt er der tz. Heute kämen jedoch zu wenige neue Räume hinzu. Eine Idee der Münchner Grünen ist deshalb ein städtischer Club, den junge Veranstalter günstig mieten könnten. Für die Stammgäste des Sweet Clubs ersetzt das ihren Laden nicht. Es könnte aber anderen die Chance geben, in München ihre erste eigene Clubnacht auf die Beine zu stellen.

Fotocredit: Rio65trio, Sweet Club Munich, CC BY-SA 4.0

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de