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Festival auf ehemaliger Sklavenplantage: GRiZ legt Seven Stars auf Eis

Festival auf ehemaliger Sklavenplantage: GRiZ legt Seven Stars auf Eis

Seven Stars sollte ein Festival sein, bei dem sich alle willkommen fühlen. Doch die Geschichte des Geländes als Plantage, auf der Menschen versklavt wurden, löste Kritik aus. Nun entschuldigt sich GRiZ, kündigt einen Standortwechsel an und verurteilt rassistische Angriffe gegen Kritiker.

Seven Stars kehrt nicht nach Oak Ridge zurück

Das Seven Stars Festival wird vorerst pausieren. In einem am 29. Oktober veröffentlichten Statement kündigte GRiZ an, einen neuen Veranstaltungsort zu suchen. Nach Oak Ridge Farm im US-Bundesstaat Virginia werde das Event nicht zurückkehren. Einen Termin für die nächste Ausgabe gibt es bislang nicht.

Das Campingfestival fand 2025 erstmals in Arrington statt. Die zweite Ausgabe folgte vom 9. bis 11. Oktober 2026. Neben Musik gehören Workshops, Kunst und gemeinsame Aktivitäten zum Konzept. Auf seiner Website beschreibt Seven Stars ausdrücklich den Anspruch, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der Menschen ohne Hass und Vorurteile dazugehören können. Genau an diesem Versprechen setzte die Kritik am Standort an.

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GRiZ übernimmt die Verantwortung

Oak Ridge war früher eine Plantage. Die heutigen Betreiber erwähnen die Versklavung von Menschen selbst in ihren öffentlich zugänglichen FAQ: In historischen Unterlagen der Familie Rives seien 124 versklavte Menschen auf dem Anwesen verzeichnet. Über deren einzelne Lebensgeschichten sei dagegen wenig bekannt. Kritiker stellten deshalb die Frage, wie die Wahl dieses Ortes mit dem Anspruch des Festivals auf Zugehörigkeit und gegenseitigen Respekt zusammenpasst. Entsprechende Einwände waren bereits vor der zweiten Ausgabe öffentlich formuliert worden.

Nach eigener Darstellung erfuhr GRiZ erst am Sonntag, 25. Oktober, von der Vergangenheit des Geländes. Teile seines Teams hätten bereits vor der Premiere davon gewusst und Fachleute der University of Virginia konsultiert. Ihn selbst hätten sie darüber nicht informiert.

Die Verantwortung weist er dennoch nicht von sich: „Der Fehler liegt vollständig bei mir.“ Er entschuldigte sich bei Gästen, Artists und Workshop-Leitern, die sich ohne vorherige Information mit dieser Geschichte konfrontiert sahen.

Auch die Reaktionen auf die Kritik spricht er an

GRiZ richtet sich außerdem an Schwarze Menschen und weitere People of Color aus seiner Community. Wer Bedenken geäußert habe, sei mit rassistischen und hasserfüllten Angriffen konfrontiert worden. Diese Reaktionen verurteilt er ausdrücklich. Sie widersprächen den Werten, für die seine Veranstaltungen stehen sollten.

Auf der Festivalwebsite gehören Offenheit, Zuhören und gegenseitige Unterstützung zu den beschriebenen Grundsätzen. Gäste sollen sich respektiert fühlen und darauf verlassen können, dass sie dazugehören. Die Auseinandersetzung um Oak Ridge berührt deshalb mehr als die organisatorische Frage, wo Bühnen und Zelte aufgebaut werden. Sie betrifft auch den Umgang mit Menschen, die innerhalb der eigenen Gemeinschaft auf ein Problem hinweisen.

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Mit der angekündigten Pause beginnt nun die Suche nach einem anderen Ort. Wo Seven Stars künftig stattfinden wird, ist offen. GRiZ hält an dem Festival fest – sein Zuhause soll es künftig auf einem anderen Gelände finden.

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Fotocredit: Jason Siegel/Press Pic

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de