Eine ehemalige Kartoffellagerhalle, 13 Meter hohe Decken und ein Team mit Wurzeln im DNA Club: Im Münchner Werksviertel Mitte entsteht SONDER. Elektronische Musik soll hier Menschen zusammenbringen, bei Clubnächten genauso wie bei Konzerten, Ausstellungen und Listening Sessions. Bis zum großen Opening Ende Januar wird der Ort bei einzelnen Veranstaltungen gemeinsam mit seinem Publikum erprobt.
Ein neues Kapitel für ein Stück Münchner Ausgehgeschichte
Auf dem früheren Pfanni-Gelände wurden Kartoffeln verarbeitet, später prägten Kunstpark Ost und Kultfabrik das Münchner Nachtleben. Heute ist daraus das Werksviertel Mitte geworden. Eines der Gebäude, die noch von der industriellen Vergangenheit erzählen, bekommt nun eine neue Aufgabe: Die ehemalige Kartoffellagerhalle, zuletzt als WERK7 theater bekannt, wird zum Zuhause von SONDER.
Hinter dem Projekt stehen Köpfe des ehemaligen DNA Clubs und neue Gesichter. Gemeinsam wollen sie einen Ort entwickeln, dessen Programm von elektronischer Musik getragen wird und zugleich Platz für andere kulturelle Formate lässt. Clubnächte gehören ebenso dazu wie Konzerte, Kunst und das gemeinsame, aufmerksame Hören bei Listening Sessions.

Viel Platz für Musik und neue Ideen
Die Halle mit ihren 13 Meter hohen Decken gibt dafür einen besonderen Rahmen vor. Ihren Charakter möchte das Team bewahren, während das Gebäude für die neue Nutzung grundlegend umgebaut wird. Für Licht und Ton arbeitet SONDER mit ARTEK Studios zusammen. DESIGN LIGA begleitet Architektur und Gestaltung. Mehrere Flächen sollen unterschiedliche Veranstaltungen ermöglichen. Eine eigenständige Bar und ein Außenbereich ergänzen das Konzept. Die Hauptfläche, schlicht „Halle“ genannt, ist künftig auch für Ausstellungen aus Mode und Kunst, audiovisuelle Produktionen und Firmenveranstaltungen vorgesehen.
Musikalisch legt sich SONDER auf kein einzelnes elektronisches Genre fest. Unterschiedliche Sounds und Produktionen sollen den Raum immer wieder verändern können. Wer an einem Abend zum Tanzen kommt, soll ihn bei einem anderen Besuch aus einer neuen Perspektive kennenlernen können.
Was der Name mit den Menschen auf dem Dancefloor zu tun hat
Der Gedanke hinter SONDER beginnt bei einer alltäglichen Begegnung. Der Autor John Koenig beschreibt in seinem „Dictionary of Obscure Sorrows“ mit dem Begriff die Erkenntnis, dass jeder fremde Mensch ein ebenso vielschichtiges Leben führt wie man selbst.
Für einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, ist das ein schöner Ausgangspunkt. Auf einem Dancefloor teilen wir für ein paar Stunden dieselbe Musik, obwohl wir ganz unterschiedliche Geschichten mitbringen. SONDER möchte diesen Begegnungen auch abseits der Tanzfläche Raum geben.
„Neben dem starken technischen Fokus soll SONDER ein Begegnungsort sein. Ein ‚Well Being‘-Konzept mit Fokus auf Gesundheit gehört genauso zu den neuen Ideen wie Raum für Miteinander abseits der Tanzfläche“, sagt Patrick Mittermeier von SONDER.

Erst ausprobieren, dann das große Opening
Bis Ende Januar werden die verschiedenen Flächen weiterentwickelt. Einzelne Events und Veranstaltungen sind in dieser Zeit bewusst als Testphase gedacht: Das Team probiert Formate, Produktionen und die Nutzung der Räume aus. Das Publikum erlebt diese Entwicklung mit.
Die Erfahrungen aus diesen ersten Veranstaltungen fließen in die weitere Gestaltung ein. Das große Opening ist für Ende Januar vorgesehen. Bis dahin können die ersten Gäste SONDER bereits kennenlernen, während das Team weiter an den Räumen und am Programm arbeitet.
Weitere Infos und aktuelle Ankündigungen findet ihr auf dem Instagram-Kanal von SONDER sowie auf sondermunich.com.
Fotocredit: Leonie Sophie Malang

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




