Steer Management hat sich nach den Vorwürfen in der Hard-Techno-Szene in einer E-Mail gegenüber Geschäftspartnern geäußert. Die Agentur kündigt rechtliche Schritte an und spricht von einer gezielten Kampagne durch einen ehemaligen Partner. Gleichzeitig beschreibt Steer, wie anstehende Shows organisatorisch abgesichert werden sollen, während sich Teile des Rosters neu aufstellen.
Steer kündigt rechtliche Schritte an
Der Redaktion liegt eine E-Mail vor, die dem Unternehmen Steer Management zugeschrieben wird. Wir veröffentlichen die Nachricht nicht im Wortlaut, sondern geben zentrale Aussagen daraus auszugsweise und sinngemäß wieder.
In der E-Mail schreibt Steer, man sei aktuell Ziel einer gezielten Kampagne, die von einem ehemaligen Partner ausgehe (wir berichteten). Die Agentur erklärt, sie habe sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Schritte in Frankreich und den USA eingeleitet und bestreite die erhobenen Vorwürfe. Man reagiere „über die entsprechenden rechtlichen Kanäle“.
Gleichzeitig betont Steer, man sei sich des größeren Kontexts bewusst: Die Stimmen von Betroffenen müssten gehört werden. Zudem kündigt die Agentur an, die eigenen Abläufe und Schutzmechanismen weiter zu stärken, um „inakzeptable Situationen“ künftig zu verhindern.
Artists distanzieren sich – Steer beschreibt geordneten Übergang
Die E-Mail gibt einen konkreten Einblick in die aktuelle Lage rund um den Roster. Laut Steer hätten sich viele Artists entschieden, sich von der Brand zu distanzieren, um ihre beruflichen Aktivitäten zu schützen. Das respektiere man, Priorität habe der Schutz ihrer Interessen sowie die Fortführung bereits eingegangener Verpflichtungen.
Operativ kündigt Steer eine Übergangsphase an: Für bereits bezahlte Dates sollen die Shows wie geplant stattfinden. Bis nächstes Wochenende übernimmt Steer weiterhin das Advancing sowie das Reise-/Logistik- und Vertrags-Follow-up. Danach sollen neu benannte Agenturen diese Aufgaben schrittweise übernehmen.
Fazit
Unterm Strich ist das Schreiben weniger ein inhaltliches Status-Update als ein Positions- und Betriebsupdate: Steer bestreitet die Vorwürfe, kündigt juristische Schritte an und versucht gleichzeitig, die Maschinerie hinter den Shows am Laufen zu halten. Damit bleibt für die Szene vorerst die zentrale Spannung bestehen. Die E-Mail regelt vor allem den Betrieb, sie ersetzt weder eine belastbare Klärung der Vorwürfe noch konkrete Schutzmechanismen.
Fotocredit: Symbolbild (KI-generiert)

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




