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Vom Club zur Plattform: Bootshaus startet eigenes Label

Vom Club zur Plattform: Bootshaus startet eigenes Label

Das Kölner Bootshaus erweitert sein Ökosystem und gründet mit Bootshaus Music ein eigenes Label. Dafür arbeitet der Club mit Universal Music zusammen. Den Anfang macht am 20. Februar 2026 „Euphoria“ von OGUZ und Jay Toledo.

Strategischer Schritt statt Prestigeprojekt

Wer in den vergangenen Jahren über international bedeutende Clubinstitutionen gesprochen hat, kam am Bootshaus nicht vorbei. Top-10-Positionen im DJ Mag Top 100 Clubs Voting, ausverkaufte Nächte und internationale Headliner: Das Fundament steht. Der logische nächste Schritt ist nun ein eigenes Label.

Bootshaus Music ist keine Nebensache für Merchandise-Artikel, sondern eine strategische Erweiterung. Das Label versteht sich als transparente, skalierbare Struktur für Releases mit klarer Ausrichtung und internationaler Distribution durch Universal Music im Rücken. Mit anderen Worten: Club-Kredibilität trifft Major-Infrastruktur.

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Club-DNA als Release-Strategie

Der Ansatz klingt simpel, ist aber konsequent durchdacht: Die Tracks werden eng mit der Community entwickelt, im Club getestet und erst danach international veröffentlicht. Das entspricht der Realität vieler erfolgreicher Dance-Veröffentlichungen – nur wird dieser Prozess hier offiziell zum System erklärt.

Genregrenzen will man sich nicht setzen. Elektronische Musik, Bass, Techno, hybride Sounds. Erlaubt ist, was zur Energie des Hauses passt. Mit dem ersten Release wird zumindest eine klare Richtung vorgegeben: „Euphoria” von OGUZ und Jay Toledo steht für druckvollen, geradlinigen Techno. Keine Experimente, keine verkopfte Ästhetik, sondern maximale Funktionalität für den Dancefloor.

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Major-Infrastruktur trifft Szene-Anspruch

Das Label wird von einem internen Kernteam um Jannik Fiedler (Head of Recorded Music), Daniel Busenthür (Head of Marketing) und Felix van Göns (A&R / Product Manager) geführt. Strategisch verantwortet wird Bootshaus Music von Bootshaus-Geschäftsführer Tom Thomas und Niclas Aigner, CCO des Clubs und Co-Founder des Labels. Beide prägen seit Jahren die inhaltliche und markentechnische Ausrichtung des Bootshaus. Entsprechend klar ist der Anspruch: Das Label soll denselben Qualitätsstandard erfüllen wie die Institution selbst.

Bewährungsprobe beginnt jetzt

Viele Clubs haben ein eigenes Label. Doch nur wenige haben die Strahlkraft, um wirklich relevant zu sein.

Beim Bootshaus geht es nicht darum, auch noch ein Logo auf ein Cover zu setzen. Es geht um die Kontrolle über die Wertschöpfung, um die langfristige Bindung von Künstlern und darum, die eigene musikalische Identität nicht nur im Club, sondern auch auf dem Streaming-Markt zu definieren.

Mit „Euphoria” setzt man kein Risiko, sondern ein klares Statement: Techno, international anschlussfähig, direkt auf Funktion gebaut. Das ist strategisch klug, aber auch erwartbar.

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Entscheidend wird nicht das erste Release sein, sondern die Linie danach. Wenn Bootshaus Music mehr wird als der verlängerte Marketing-Arm des Clubs, kann daraus eine echte Plattform entstehen. Wenn nicht, bleibt es ein weiteres Club-Label mit guten Absichten.

Jetzt beginnt die Bewährungsprobe.

Fotocredit: Press Pic

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