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„Wenn man weiß, wie man Musik macht, ist es ziemlich frustrierend, KI zu benutzen“: Axwell über Suno

„Wenn man weiß, wie man Musik macht, ist es ziemlich frustrierend, KI zu benutzen“: Axwell über Suno

Axwell hat den KI-Musikgenerator Suno ausprobiert – und offenbar schnell die Geduld verloren. In einem Interview erklärt der Swedish-House-Mafia-Star, warum ihm bei der Arbeit mit KI vor allem eines fehlt: Kontrolle.

Axwell gibt bei Suno entnervt auf

Im Juli war Axwell für einen seiner seltenen Soloauftritte in Frankreich zu Gast beim Poney Club in Toulouse. Dort sprach der Schwede mit dem französischen Musikportal Guettapen auch über künstliche Intelligenz und seine persönlichen Erfahrungen mit Suno. Sein erster Versuch scheint nicht besonders lange gedauert zu haben. Suno sei „verdammt schwierig“, erklärt Axwell. Nach einer Weile gebe man einfach auf und denke sich: Dann mache ich es eben selbst.

Vor allem für Menschen, die bereits wissen, wie sie einen Song produzieren und welchen Sound sie erreichen wollen, sieht er ein grundsätzliches Problem. „Wenn man weiß, wie man Musik macht, ist es ziemlich frustrierend, KI zu benutzen. Denn sie macht nicht das, was man will“, sagt Axwell. Das Ergebnis sei deshalb „sehr zufällig“. (Die Zitate wurden aus dem Englischen übersetzt.)

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Für Einsteiger interessant, für Profis zu unberechenbar?

Eine grundsätzliche Absage an KI ist das allerdings nicht. Axwell kann durchaus nachvollziehen, warum Menschen ohne Erfahrung in der Musikproduktion auf Programme wie Suno zurückgreifen. Damit lassen sich innerhalb kurzer Zeit vollständige Songs mit Gesang, Text und Instrumental erstellen.

Das Problem beginnt für ihn offenbar dort, wo aus einer groben Idee eine konkrete Vorstellung wird. Wer genau weiß, wie ein Song klingen soll, möchte einzelne Elemente gezielt verändern, Übergänge anpassen oder einen bestimmten Sound herausarbeiten. Wenn die KI bei jedem Versuch ein anderes Ergebnis liefert, ist der vermeintlich schnellere Weg irgendwann keiner mehr.

Das ist der eigentliche Punkt seiner Aussage: Suno kann innerhalb weniger Sekunden Musik erzeugen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Plattform auch die Musik erzeugt, die ein erfahrener Producer gerade im Kopf hat.

Keine Abrechnung mit KI

Über die großen Streitpunkte rund um KI-Musik – etwa Urheberrechte, Trainingsdaten oder die zunehmende Menge vollständig generierter Songs auf Streamingplattformen – spricht Axwell in dem Ausschnitt nicht. Seine Kritik ist deutlich praktischer: Er hat das Programm ausprobiert, konnte die Ergebnisse nicht präzise genug steuern und ist schließlich zu seiner gewohnten Arbeitsweise zurückgekehrt.

Damit fällt sein Urteil weniger grundsätzlich aus, als es zunächst klingt. KI kann Menschen den Einstieg in die Musikproduktion erleichtern. Für einen Producer wie Axwell, der seine Vorstellungen selbst im Studio umsetzen kann, ist Suno momentan aber offenbar eher Umweg als Abkürzung.

Fotocredit: Rukes

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de