In der Nähe eines Solomun-Auftritts im mexikanischen Tulum ist am 8. Januar ein Mann erschossen worden. Laut Behörden ereignete sich die Tat außerhalb des Eventgeländes. Widersprüchliche Augenzeugenberichte und stundenlanges Schweigen der Behörden sorgten dennoch für Verunsicherung unter den Gästen.
Ermittlungen wegen Totschlags laufen
Die Staatsanwaltschaft des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo hat offiziell Ermittlungen wegen Totschlags aufgenommen. Wie die Behörde in einer öffentlichen Stellungnahme mitteilte, wurde ein Mann auf einer unbefestigten Zufahrtsstraße nahe des Veranstaltungsortes Tehmplo Tulum durch Schussverletzungen getötet.
Bei dem Opfer handelte es sich demnach nicht um einen Besucher der Veranstaltung. Die Behörden betonten ausdrücklich, dass sich der Vorfall außerhalb des Veranstaltungsgeländes ereignete und nach aktuellem Stand keine Gefahr für Gäste bestand. Als eine der Haupt-Ermittlungslinien wird ein möglicher Zusammenhang mit Drogenhandel geprüft, ohne andere Motive auszuschließen.
Augenzeugenberichte sorgen für Verwirrung
Unabhängig von der behördlichen Darstellung berichteten Besucher des Events mit Solomun in den sozialen Netzwerken von Schüssen, die sie gehört haben wollen, von Panik und davon, dass Menschen das Gelände fluchtartig verließen. Mehrere dieser Schilderungen stammen aus Reddit- und Facebook-Posts.
Andere Anwesende widersprachen diesen Darstellungen und gaben an, keine Schüsse oder gar Verletzte wahrgenommen zu haben. Teilweise wird berichtet, dass die Musik während des gesamten Abends normal weiterlief. Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung, dass es innerhalb der Venue zu Gewalt kam oder Gäste verletzt wurden.
Das stundenlange Ausbleiben einer offiziellen Stellungnahme sorgte jedoch für zusätzliche Brisanz. Erst nachdem Videos und Augenzeugenberichte in den sozialen Medien kursierten, bestätigten die Behörden den Todesfall. Das Lokalmedium Quintana Roo Ahora kritisierte anschließend, dass Informationen mutmaßlich zurückgehalten worden seien, um das Image Tulums während der Hochsaison nicht zu gefährden.
Keine Stellungnahme von Künstler oder Veranstalter
Weder Solomun noch die Veranstalter des Events haben sich bislang öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf eine direkte Verbindung zwischen dem Künstler, der Veranstaltung und der Tat.
Fotocredit: Tehmplo Tulum

Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




