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35 Grad, 34 Floats und ein Wasserwerfer: So lief Rave The Planet 2026

35 Grad, 34 Floats und ein Wasserwerfer: So lief Rave The Planet 2026

Rave The Planet hat die Straße des 17. Juni zum fünften Mal in eine riesige Tanzfläche verwandelt. Bei Temperaturen von rund 35 Grad sorgte ausgerechnet ein Wasserwerfer der Polizei für einen der meistfotografierten Momente des Tages.

Polizei sorgt mit Wasserwerfer für Abkühlung

Wer am Samstag bei Rave The Planet unterwegs war, musste mit der Hitze klarkommen. In Berlin wurden rund 35 Grad im Schatten gemessen, auf der Straße des 17. Juni dürften die Temperaturen noch einmal deutlich höher gelegen haben. Für Abkühlung sorgte unter anderem ein Wasserwerfer der Polizei am Großen Stern. Statt eine Menschenmenge auseinanderzutreiben, versprühte das Fahrzeug feinen Wassernebel über den Feiernden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der Wasserwerfer etwa alle 15 bis 20 Minuten für ein bis zwei Minuten eingeschaltet – mit schätzungsweise 1.000 Litern Wasser pro Minute.

Das Angebot wurde gerne angenommen. Rund um den Wassernebel bildete sich schnell eine kleine Tanzfläche, zeitweise war sogar ein Regenbogen über den Ravern zu sehen. Auch einige Floats versprühten Wasser, während viele Teilnehmende eigene Sprühflaschen und größere Wasservorräte mitgebracht hatten.

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Mehr als 300 Artists auf 34 Floats

Musikalisch verteilte sich Rave The Planet 2026 auf insgesamt 34 Floats. Mehr als 300 Artists waren angekündigt, darunter Dr. Motte, Westbam, Maceo Plex, Nicole Moudaber, Pan-Pot, Hannah Laing, Amber Broos, Timo Maas und Teenage Mutants.

Die Route führte über die Straße des 17. Juni zwischen dem Brandenburger Tor und dem Großen Stern. Aufgrund einer Baustelle im westlichen Abschnitt bewegten sich die Wagen auf einer verkürzten Strecke hin und her.

Bevor die Musik begann, wurde es zunächst still. Mit einer Schweigeminute erinnerte die Parade an die Opfer des Anschlags beim Berliner Christopher Street Day. Anschließend setzte sich die Demonstration unter dem Motto „Imagine Love“ in Bewegung. Neben der Musik ging es um Frieden, Vielfalt, Menschlichkeit und den Schutz der elektronischen Musikkultur.

Rave the Planet 2026 - Live aus Berlin

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Wie viele Menschen waren wirklich dabei?

Bei der Teilnehmerzahl liegen die Einschätzungen weit auseinander. Die Berliner Polizei sprach am Abend von mehreren Zehntausend Menschen. Diese Schätzung sei unter anderem mithilfe von Hubschrauberflügen über dem Gelände entstanden. Rave-The-Planet-Geschäftsführer Timm Zeiss ging gegenüber dem rbb dagegen von deutlich mehr als 200.000 Teilnehmern über den gesamten Tag aus. Eine genaue Zählmethode veröffentlichten beide Seiten bislang nicht. Die Zahlen lassen sich deshalb kaum direkt miteinander vergleichen.

Sicher ist auf jeden Fall: Zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule waren über mehrere Stunden große Menschenmengen unterwegs.

651 medizinische Hilfeleistungen

Die hohen Temperaturen blieben nicht ohne Folgen. Nach Angaben des Veranstalters gab es insgesamt 651 medizinische Hilfeleistungen. 50 Personen wurden wegen Hitzebelastung sowie Problemen im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen in Krankenhäuser gebracht.

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Die Polizei nahm im Verlauf der Parade 39 Menschen vorübergehend fest. Registriert wurden unter anderem Betrugsdelikte, Beleidigungen, Körperverletzungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Gemessen an der Größe der Veranstaltung sprach die Polizei dennoch von einem störungsarmen Verlauf. Rund 1.500 Polizeikräfte begleiteten die Parade, unterstützt von Hubschraubern und Drohnen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren deutlich verschärft worden, da Rave The Planet die erste Großveranstaltung in Berlins Mitte seit dem Anschlag beim Christopher Street Day war.

Am Sonntag ging es im Tiergarten weiter – allerdings ohne Musik. Beim offiziellen Clean-up Day räumten freiwillige Helfer die Flächen entlang der Strecke auf. Damit endete die fünfte Ausgabe von Rave The Planet deutlich ruhiger, als sie am Vortag begonnen hatte.

Fotocredit: Leonhard LenzRave the Planet Berlin 2023-07-08 53CC0 1.0

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de