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Hilfe auf Knopfdruck: Wie SafeNow beim Wurzelfestival hilft

Hilfe auf Knopfdruck: Wie SafeNow beim Wurzelfestival hilft

Die besten Festivalerinnerungen entstehen dort, wo wir uns wohlfühlen und aufeinander verlassen können. Doch was, wenn jemand Hilfe braucht und gerade niemand vom Team in Sicht ist? Beim Wurzelfestival schafft die kostenlose App SafeNow seit 2024 eine direkte Verbindung zum Sicherheitspersonal vor Ort.

Hilfe holen, ohne erst jemanden suchen zu müssen

Oft sind es die kleinen Begegnungen, die von einem Festival bleiben. Jemand macht Platz auf dem Dancefloor. Eine fremde Gruppe nimmt einen für den Rest des Abends auf. Aus einem kurzen Gespräch werden Stunden. Für viele ist dieses selbstverständliche Miteinander genauso wichtig wie die Musik.

Dazu gehört auch, hinzuschauen, wenn es jemandem nicht gut geht. Ein umgeknickter Fuß beim Tanzen, eine Situation, in der man sich bedrängt fühlt, oder ein medizinischer Notfall: Wer Unterstützung braucht, sollte sie möglichst einfach erreichen können. Gerade auf einem großen Gelände ist allerdings nicht immer sofort klar, wo die nächste Ansprechperson zu finden ist.

Beim Wurzelfestival südlich von Berlin gehört deshalb seit 2024 SafeNow zum Sicherheitsangebot. Rund 10.000 Gäste kommen auf dem ehemaligen Flugplatz zusammen. Die App schafft hier einen zusätzlichen Weg, das Team vor Ort zu erreichen, für sich selbst oder für jemanden, der gerade Hilfe braucht.

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Das Prinzip ist schnell erklärt: Das Festivalgelände wird zur sogenannten SafeNow Zone. Wer dort über die App einen Alarm auslöst, kann damit das zuständige Sicherheitspersonal verständigen. Der Standort wird mit dem Hilferuf übermittelt, damit das Team weiß, wo Unterstützung gebraucht wird. Das kann besonders dort helfen, wo sich der eigene Standort schwer beschreiben lässt. Zwischen Zelten, abseits der Stages oder in einem unübersichtlichen Bereich fehlen oft eindeutige Orientierungspunkte. In einer angespannten Situation auch noch den Weg erklären zu müssen, macht es nicht leichter.

Genau diese Erfahrung beschreibt das beim Wurzelfestival an der Alarmkoordination beteiligte Team von Grosskopf Consulting. Besonders bei Notfällen auf dem Campingplatz habe die Standortübermittlung geholfen, die Hilfesuchenden schneller zu finden. Die Festivalverantwortlichen sehen darin eine wichtige Ergänzung: Das Personal kann nicht gleichzeitig überall sein. Ein direkter Hilferuf macht sichtbar, wo es gerade gebraucht wird.

„Du kannst nicht 24/7 an jedem Ort sein. SafeNow hilft uns punktuell, schnell Hilfe zu leisten.
Es ist niedrigschwellig und für die Gäste kostenlos. Wir finden jedes Festival sollte SafeNow anbieten.“
– Andreas Schropp (COO Wurzelfestival)

Aufeinander aufpassen bekommt einen zusätzlichen Weg

Seit dem ersten gemeinsamen Festivaljahr ist die Nutzung gestiegen. Die Gäste seien der gemeinschaftlichen Idee von Anfang an offen begegnet. Zu den beschriebenen Einsätzen gehören sowohl kleinere Verletzungen beim Tanzen als auch medizinische Notfälle.

Damit greift SafeNow etwas auf, das zur Festivalkultur gehört: Verantwortung füreinander zu übernehmen. Wer mitbekommt, dass jemand Unterstützung braucht, kann über die App das Team verständigen. Helfen beginnt schließlich oft mit dem Moment, in dem jemand stehen bleibt und fragt, ob alles in Ordnung ist.

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Wer SafeNow nutzen möchte, braucht weder ein Abo noch eine kostenpflichtige Premium-Version. Die App ist werbefrei und soll nach Zusage des Unternehmens dauerhaft kostenlos bleiben. Finanziert wird sie von Partnern, die SafeNow Zonen für ihre Gäste oder Mitarbeiter bereitstellen. So tragen die Anbieter vor Ort die Kosten dafür, dass Menschen sie im entscheidenden Moment leichter erreichen können.

Solche Zonen gibt es auch außerhalb der Festivalwelt: Beim Oktoberfest 2026 waren acht große Festzelte mit SafeNow ausgestattet. Das Prinzip bleibt dasselbe: Wer Unterstützung braucht oder eine hilfsbedürftige Person bemerkt, kann über die App das zuständige Team vor Ort verständigen.

Auch nach dem Festival verbunden bleiben

Außerhalb dieser Zonen lässt sich SafeNow in privaten Gruppen mit Freunden oder der Familie nutzen. Bei einem Alarm werden die hinterlegten Helfer benachrichtigt und erhalten den Live-Standort. Mit den entsprechenden Einstellungen und Berechtigungen kann der Alarmton auch den Lautlos- oder Nicht-stören-Modus durchbrechen.

Auch ohne Alarm kann die App helfen, die eigenen Leute im Blick zu behalten: Über die Standortfreigabe kann man in der Kartenansicht für jede private Gruppe einstellen, ob die anderen Mitglieder den eigenen Live-Standort sehen dürfen. Zur Auswahl stehen „Nie“, „Immer“ oder „Mit Benachrichtigung“. Bei letzterer Option erfährt man, sobald jemand nachschaut. Auf dem Festival heißt das: Wer die Freunde nach dem Headliner im Gedränge verloren hat oder sie auf dem Campingplatz wiederfinden möchte, sieht auf einen Blick, wo die anderen sind. Im Alltag zeigt dieselbe Funktion, ob jemand nach der Party bereits zu Hause angekommen ist. Das Sicherheitspersonal einer SafeNow Zone bekommt diesen Standort übrigens nicht zu sehen. Es erhält ihn nur, solange ein Alarm aktiv ist.

Zur Nutzung braucht die App eine Internetverbindung über mobile Daten oder WLAN. Sie alarmiert die ausgewählten Kontakte beziehungsweise das Personal einer SafeNow Zone. Eine direkte Verbindung zum öffentlichen Notruf stellt sie nicht her. Es lohnt sich deshalb, die App und ihre Einstellungen schon vor dem Festival kennenzulernen.

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Aufeinander aufpassen gehört zum Feiern dazu. Manchmal reicht es, kurz nachzufragen, ob alles in Ordnung ist. Manchmal braucht es Unterstützung vom Team. SafeNow macht es leichter, Hilfe zu holen – für sich selbst oder für jemanden nebenan.

Weitere Informationen zu SafeNow und zur App findet ihr hier.

Fotocredit: SafeNow

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de