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Remix-Klau bei „Missing“? John Summit schießt gegen Pete Tong

Remix-Klau bei „Missing“? John Summit schießt gegen Pete Tong

John Summit erhebt schwere Vorwürfe gegen Pete Tong. Im Zentrum steht ein Remix von Everything But The Girls Club-Klassiker „Missing“, der nun mit Franky Rizardo erscheinen soll.

John Summit wirft Pete Tong Remix-Klau vor

John Summit hat Pete Tong öffentlich scharf kritisiert. Der US-DJ wirft der britischen Dance-Ikone vor, ihn bei einem geplanten Remix von Everything But The Girls „Missing“ übergangen zu haben. Zuvor soll es Gespräche über eine gemeinsame Version gegeben haben, inklusive Session-Files, Stems und Plänen für eine orchestrale Umsetzung.

Auslöser ist eine neue Version des Klassikers, die Pete Tong gemeinsam mit Franky Rizardo veröffentlichen soll. Der Track wurde bereits in Sets gespielt und soll laut vorliegenden Informationen am 17. Juli erscheinen. Für John Summit ist genau diese Veröffentlichung der Knackpunkt: Nicht, weil es keine zweite „Missing“-Version geben dürfte, sondern weil er nach eigener Darstellung vorher mit Pete Tong über eine gemeinsame Veröffentlichung gesprochen hatte.

Auf X richtete er sich direkt an Pete Tong und schrieb sinngemäß, dieser habe ihm versprochen, seinen „Missing“-Remix gemeinsam zu veröffentlichen, dann aber ohne ihn mit Franky Rizardo weitergemacht. Pete Tong habe dabei „nichts in Sachen Produktion“ beigetragen, so John Summit. Besonders hart wirkt der letzte Satz seines Posts: Er habe früher zu Pete Tong aufgeschaut.

John Summit beließ es aber nicht bei einem einzelnen Post. Kurz darauf teilte er Screenshots einer WhatsApp-Unterhaltung, die angeblich zwischen ihm und Pete Tong stattgefunden hat. Darin soll es um Session-Files, Stems und eine orchestrale Version von „Missing“ gegangen sein.

Nach John Summits Darstellung war das Ganze nicht nur eine lose Remix-Idee. In den Nachrichten soll darüber gesprochen worden sein, Teile des Arrangements neu aufzubauen, Vocals einzubinden und Streicher im richtigen Tempo aufzunehmen. John Summit erklärte später, er habe die orchestrale Version am Ende komplett selbst fertiggestellt und werde sie am Wochenende erstmals spielen.

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Für John Summit ist der Punkt offenbar klar: Er hatte nicht einfach nur irgendeine eigene „Missing“-Version gebaut, während parallel zufällig ein anderer Remix entstand. Nach seiner Darstellung gab es bereits konkrete Gespräche mit Pete Tong, inklusive Session-Files, Stems und Plänen für eine orchestrale Umsetzung. Dass nun eine Version mit Franky Rizardo kommt, während seine eigene offenbar liegen blieb, ist der Auslöser für seinen öffentlichen Rundumschlag.

Franky Rizardo wusste von nichts

John Summit richtet seine Vorwürfe ausdrücklich nicht gegen Franky Rizardo. In einem weiteren Tweet schrieb er, er habe mit Franky Rizardo telefoniert und dieser habe von der ganzen Vorgeschichte nichts gewusst. Franky Rizardo sei also offenbar nicht darüber informiert gewesen, was zuvor zwischen Summit und Pete Tong besprochen worden war.

Damit liegt der Konflikt aus John Summits Sicht klar zwischen ihm und Pete Tong. Es geht nicht darum, Franky Rizardo öffentlich mit in die Sache hineinzuziehen, sondern um die Frage, was Pete Tong mit John Summit besprochen hatte, bevor die neue „Missing“-Version mit Franky Rizardo aufgetaucht ist.

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Pete Tong und Franky Rizardo haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Warum der Fall in der Szene so hochkocht

„Missing“ ist nicht irgendein Track. Das Original von Everything But The Girl erschien 1994, der Todd Terry Remix machte den Song später zu einem der prägendsten Club-Hits der 90er. Die Vocal-Line funktioniert bis heute auf Festivalbühnen, in Clubs und in House-Sets.

Dazu kommt: Pete Tong ist seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Stimmen der elektronischen Musik. Seine Arbeit bei BBC Radio 1 hat unzählige Tracks und Artists groß gemacht. Wenn ein Künstler wie John Summit ihm öffentlich vorwirft, Absprachen rund um einen Remix nicht eingehalten, bleibt das nicht bei einem normalen Social-Media-Streit. Für John Summit scheint es um mehr zu gehen als nur um ein verpasstes Release. Er spricht über einen Künstler, zu dem er früher aufgeschaut hat. Solange Pete Tong aber nicht öffentlich reagiert, steht vor allem John Summits Darstellung im Raum.

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Fotocredit: Press Pic

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de