Paul van Dyk: „Heute bin ich besonders dankbar, dass ich noch am Leben bin“

Paul van Dyk: „Heute bin ich besonders dankbar, dass ich noch am Leben bin“

Im Jahr 2016 hätte die elektronische Musikszene beinahe eine ihrer Ikonen verloren. Am 27. Februar dieses Jahres trat Paul van Dyk auf dem A State of Trance Festival in Utrecht auf, das damals wie heute von ALDA organisiert wird. Was folgte, war ein beinahe tödlicher Sturz und eine Geschichte von Vernachlässigung grundlegender Sicherheitsstandards.

Paul van Dyk redet über seinen beinahe tödlichen Sturz

Paul van Dyk erinnert sich via Social Media an diesen Schicksalstag, der nun acht Jahre zurückliegt:


„Heute bin ich besonders dankbar, dass ich noch am Leben bin, während ich über menschlichen Anstand, Charakter und Gerechtigkeit nachdenke.“

– Paul van Dyk

Der Vorfall, der sich auf der Bühne abspielte, war das Ergebnis von Missachtung grundlegender Sicherheitsstandards beim Bühnenbau und der Veranstaltungssicherheit. Ein nicht gekennzeichnetes Loch in der Bühnenkonstruktion wurde mit Stoff abgedeckt – eine Entscheidung, die zu schweren Verletzungen führte, darunter mehrere Knochenbrüche und ein Schädel-Hirn-Trauma.

Die rechtliche Verantwortung wurde gerichtlich festgestellt, ALDA wurde zur Rechenschaft gezogen. Paul van Dyk betont jedoch: „Auch nach 8 Jahren haben sie nie irgendeine Verantwortung anerkannt, keine einfache Entschuldigung gegeben und nichts von der gerichtlich angeordneten Entschädigung gezahlt.“ Das höchste Gericht der Niederlande hatte angeordnet, den verursachten wirtschaftlichen Schaden zu decken. Doch die Realität sieht anders aus.

Paul van Dyk verdeutlicht seine Überzeugung: „Auch wenn sie sich weiterhin vor ihrer Verantwortung drücken, bin ich mir sicher, dass die Gerechtigkeit am Ende siegen wird.“ Trotz der körperlichen und emotionalen Belastung, die dieser Vorfall mit sich brachte, hat er gelernt, mit Positivität und Liebe zu überleben. Der DJ betont die unterstützende Rolle seiner Frau Margarita: „Für die unendliche Liebe und Kraft, die mir meine Frau Margarita gegeben hat, werde ich für immer dankbar sein.“ Die Liebe und Unterstützung aus der Musikszene und von Fans haben ihm geholfen, sich wieder aufzurappeln und weiterzugehen.

Fazit und Ausblick

Paul van Dyks Geschichte ist nicht nur persönlich, sondern wirft auch Fragen nach der Sicherheit in der Musikindustrie auf. In einem Kampf um Gerechtigkeit hofft er, dass sein Schicksal dazu beiträgt, dass solche Vorfälle vermieden werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. In einer Welt, die von Liebe und Positivität getragen wird, bleibt Paul van Dyk ein Überlebender, der für Gerechtigkeit kämpft.

Weitere Einzelheiten zu dem Thema erfahrt ihr in dem Interview, das Paul van Dyk gut ein halbes Jahr nach seinem Sturz bei Markus Lanz gegeben hat:

Fotocredit: Christoph Köstlin


Franz Beschoner

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de