Nach „Albtraum“-Ausgabe 2023: Sammelklage gegen Electric Zoo Festival

Nach „Albtraum“-Ausgabe 2023: Sammelklage gegen Electric Zoo Festival

Zwei Besucher des New Yorker Electric Zoo Festivals haben nach einer Reihe von logistischen Problemen beim diesjährigen Festival eine Sammelklage gegen die Organisatoren eingereicht. Die Klage erfolgt im Namen „aller betroffenen Besucher“, die für Tickets bezahlt haben und denen der Zutritt verweigert wurde.

Zwei Besucher des New Yorker Electric Zoo Festivals haben nach einer Reihe von logistischen Problemen beim diesjährigen Festival eine Sammelklage gegen die Organisatoren eingereicht. Die Klage erfolgt im Namen „aller betroffenen Besucher“, die für Tickets bezahlt haben und denen der Zutritt verweigert wurde.

Chaos beim Electric Zoo Festival 2023

Das Event, das vom 1. bis 3. September stattfand, wurde Berichten zufolge von Problemen geplagt, die dazu führten, dass Teile des Wochenendprogramms abgesagt werden mussten und Tausende Ticketinhaber am letzten Tag nicht auf das Gelände gelangen konnten.

Das Programm des Electric Zoo wurde am Freitag (1. September) gestrichen, nachdem der Aufbau der Mainstage nicht rechtzeitig fertig geworden war. In einer Erklärung, die wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung veröffentlicht wurde, machten die Organisatoren „globale Störungen in der Lieferkette“ dafür verantwortlich, die „uns daran hinderten, den Bau der Hauptbühne rechtzeitig für Tag 1 abzuschließen“.

Am Samstag (2. September) öffneten sich die Tore mit zweistündiger Verspätung, und am Sonntag (3. September) wurde bis zu 7.000 Menschen, von denen die meisten gültige Tickets hatten, nach 18:30 Uhr der Zutritt verweigert, weil das Gelände „früher als erwartet seine Kapazität erreicht hatte“. Daraufhin stürmten einige davon den Veranstaltungsort.

@cnn

Concertgoers rushed gates at Electric Zoo’s final night in New York City after the festival reached max capacity and closed entry. #CNN #News #Electriczoo #Festival #NewYork

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Sammelklage gegen Electric Zoo

Jetzt berichtet Rolling Stone, dass zwei Ticketinhaber eine Sammelklage gegen den Electric Zoo eingereicht haben, weil sie behaupten, dass dies „ein Albtraum war, den Tausende Fans elektronischer Musik ertragen mussten“. Die Klage, die am 13. September von den Klägerinnen Nicole Brockmole und Lauren Bair bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht wurde und die Rolling Stone vorliegt, fordert Schadenersatz „im Namen aller betroffenen Besucher, die ein Ticket für den Zutritt zum [Electric Zoo] bezahlt haben und keinen Zutritt erhalten haben“.

Schuldzuweisungen und hitzige Situation am Sonntag

Obwohl Electric Zoo globale Probleme in der Lieferkette als Grund für die Absage des ersten Tages angab, berichtete Page Six, dass angeblich die späte Vorbereitung des Festivals durch die Organisatoren die Schuld daran trug. Auf den Page Six-Artikel wird in der Sammelklage Bezug genommen.

Ein Teil der Klage lautet wie folgt:

„Zusätzlich zur Absage am Freitag, und vielleicht noch ungeheuerlicher, wurde es für die Fans des Electric Zoo am Sonntag noch schlimmer, als sie stundenlang in der Hitze ausharren mussten, nachdem sie von nicht enden wollenden Schlangen begrüßt wurden, um das Festival zu betreten, und ihnen schließlich der Eintritt verweigert wurde, weil der Veranstaltungsort überverkauft und überfüllt war.“

Page Six

Enttäuschte Besucher und Entschuldigung der Organisatoren

Brockmole aus North Carolina und Bair aus Arizona gehörten zu den Tausenden, die sich zum Festival nach New York aufmachten und denen bei ihrer Ankunft der Einlass verweigert wurde. Ein anderer Besucher sagte gegenüber Rolling Stone: „Ich komme nie wieder zurück. Die schlimmste Erfahrung meines Lebens.“

Die Organisatoren des Electric Zoo erklärten nach dem Chaos am letzten Tag: „Wir entschuldigen uns zutiefst für diese Unannehmlichkeiten und hoffen, dass ihr versteht, dass diese Entscheidung im besten Interesse aller getroffen wurde.“

Fotocredit: Electric Zoo


Franz Liesenhoff

Franz Liesenhoff

Head of Editorial / franz@djmag.de