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Danny Avila: Headliner soll ihn aus dem Festival-Line-up gekickt haben

Danny Avila: Headliner soll ihn aus dem Festival-Line-up gekickt haben

Danny Avila macht selten Drama auf Social Media – diesmal aber schon. In einem Instagram-Reel behauptet er, ein europäisches Festival habe ihn kurzfristig aus dem Line-up genommen, weil ein Headliner lieber „einen seiner Leute“ platzieren wollte. Avila sieht darin ein Symptom für eine Szene, in der Macht und Deals zu oft wichtiger sind als Musik.

„Das ist ein Festival – nicht seine eigene Show“

Dem Video merkt man an: Das sitzt. Danny Avila sagt gleich zu Beginn, dass er normalerweise keine solchen Videos macht, dieses Erlebnis habe ihn jedoch „richtig aufgeregt“. Dann erzählt er, was passiert sein soll: Er war für ein Festival in Europa eingeplant, wurde aber wieder gestrichen. Der Grund, so Avila, sei, dass der Headliner des Festivals Druck gemacht habe, um stattdessen einen Freund oder jemanden aus dem eigenen Umfeld aufs Line-up zu setzen.

Besonders bitter findet er dabei den Rahmen. Avila betont, dass es sich nicht um ein Headliner-Event gehandelt habe, sondern um ein Festival. Und genau da fühlt sich so ein Eingriff für ihn wie ein harter Move an. Ein Slot wird nicht wegen der Musik, sondern wegen Beziehungen getauscht.

Namen nennt Avila nicht – weder das Festival noch den Headliner. Stattdessen macht er das Thema größer: Für ihn steht der Vorfall exemplarisch dafür, wie sich die Szene gerade verschiebt. Er spricht von Politik, Interessen, Agentur-Macht und Deals. Natürlich hätten große Artists Einfluss, sagt er, und kleinere Acts würden oft weggedrückt. Aber jemanden aktiv aus einem Festival-Line-up zu entfernen, bezeichnet er als „ziemlich heftig”.

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Danny Avila ist seit rund 15 Jahren im Business, tourt seit über einem Jahrzehnt und klingt im Gespräch weniger wütend als enttäuscht. Sein Punkt: Früher habe sich mehr über Talent und Musik entschieden. Heute bekämen zu oft Leute Chancen, „die nicht unbedingt das Talent haben“, während die Szene vergesse, was eigentlich zählen sollte.

Ob es bei diesem konkreten Festival zu einem Statement kommt oder Avila noch Details nachschiebt, bleibt offen. Aber sein Reel trifft einen Nerv, weil es genau das ausspricht, worüber hinter den Kulissen seit Jahren viele reden. Wer oben steht, kann Türen öffnen. Oder sie eben auch zuschlagen.

Fotocredit: Press Pic

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