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Jauz zieht vorerst einen Schlussstrich: Retrospective-Show markiert das Ende einer Ära

Jauz zieht vorerst einen Schlussstrich: Retrospective-Show markiert das Ende einer Ära

In einem persönlichen Statement kündigt Jauz an, dass er nach seinen nächsten Shows vorerst keine Musik mehr unter diesem Namen machen und keine Auftritte mehr absolvieren wird. Zum vorläufigen Abschluss soll am 14. März eine große Retrospective-Show stattfinden.

Jauz kündigt kein Karriereende an, aber das Ende einer Ära

Jauz nimmt sein Projekt erst einmal vom Netz. In einem am Montag veröffentlichten Statement kündigte Sam Vogel an, dass er nach den nächsten Shows eine Pause vom Touren und von neuen Veröffentlichungen als Jauz einlegen werde. Gleichzeitig betont er, dass dies kein endgültiger Abschied sei, sondern das bewusste Schließen eines Kapitels, um Raum für das zu schaffen, was als Nächstes komme.

Dass diese Entscheidung mehr ist als eine kurzfristige Laune, zeigt auch der Rahmen. Für Samstag, 14. März, ist im Academy LA eine ausgedehnte Retrospective-Show angekündigt, die sich durch die prägendsten Tracks seiner Laufbahn von 2014 bis heute bewegen soll. Das Ganze ist damit ziemlich eindeutig als Rückblick auf die bisherige Jauz-Ära angelegt – und das in der Stadt, die Vogel selbst als den Ort beschreibt, an dem seine wildesten Träume Realität wurden.

Für die elektronische Szene ist das durchaus relevant. Jauz gehörte in den 2010er-Jahren zu den Acts, die Bass House in Richtung Mainstage geöffnet haben, ohne den Druck aus dem Sound zu nehmen. Tracks wie „Feel The Volume”, „Rock The Party“ oder später „Gassed Up” haben genau dieses Profil geschärft. Dazu kam mit Bite This! ein eigenes Label, das seinen Sound und sein Umfeld weiter gefestigt hat. Über Jahre war Jauz damit keine Randfigur, sondern ein fester Name im basslastigen US-Festival-Kosmos und darüber hinaus.

Gerade deshalb wirkt die Ankündigung nicht wie ein PR-gesteuerter Abgang, sondern wie ein nüchterner, persönlicher Schnitt. Kein großes Drama, kein künstlich aufgepumpter Abschiedstext, sondern das Eingeständnis, dass ein Projekt nach über einem Jahrzehnt an einem Punkt angekommen ist, an dem es eine Pause braucht. Was danach folgt, lässt Vogel offen. Fest steht nur: Jauz verschwindet nicht für immer, aber der Name wird erst einmal verstummen.

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Fotocredit: David Higgs

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