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München verliert den nächsten Club: DNA schließt nach nur drei Jahren

München verliert den nächsten Club: DNA schließt nach nur drei Jahren

Der DNA Club im Münchner Werksviertel wird im September 2026 schließen. Nach knapp drei Jahren verabschiedet sich damit ein weiterer Club aus dem Münchner Nachtleben. Warum der Betrieb endet und ob das DNA an einem anderen Ort zurückkehrt, ist bislang offen.

DNA Club kündigt Abschied für September an

„Diverse Nightlife Aesthetics“ – dafür stehen die drei Buchstaben, unter denen der DNA Club Ende 2023 an den Start ging. Nun hat das Team mitgeteilt, dass die Location im Münchner Werksviertel im September ihre Türen schließen wird.

„Heute teilen wir mit euch eine Nachricht, die sich noch schwerer schreiben lässt, als wir dachten“, beginnt das emotionale Statement. Was damals mit einer Idee, einer Vision und dem Wunsch nach einem anderen Ort für elektronische Musik begann, sei in den vergangenen drei Jahren weit über die eigenen Erwartungen hinausgewachsen.

Das DNA wollte nie über seine Größe definiert werden, sondern über die Energie im Club. Entsprechend richtet sich der Abschied nicht nur an die Gäste und Artists, sondern auch an das Barpersonal, die Security, Runner, Techniker, Toilettenkräfte und alle Menschen, die im Hintergrund an den Nächten beteiligt waren.

„DNA war nie nur ein Raum. Das DNA waren die Menschen darin“, schreibt das Team.

Gründe für die Schließung bleiben offen

Weshalb der Club nach nicht einmal drei Jahren schließen muss, geht aus dem Statement nicht hervor. Auch zu einer möglichen Zukunft an einem anderen Standort gibt es bislang keine Informationen. Auffällig ist allerdings die Formulierung, dass der DNA Club „in seiner jetzigen Form“ schließen werde. Ob die Geschichte der Marke damit endgültig vorbei ist, bleibt also abzuwarten.

Bis September soll zunächst weitergefeiert werden. Die verbleibenden Monate versteht das Team nicht als langen Abschied, sondern als Würdigung dessen, was seit 2023 entstanden ist: „Bis September feiern wir nicht das Ende. Wir feiern alles, was DNA geworden ist.“

Der Club hatte sich mit einem Programm zwischen Trance, Hardgroove, Techno und schnellem House innerhalb kurzer Zeit einen festen Platz in der Münchner Szene erarbeitet. In den vergangenen drei Jahren standen an der Atelierstraße unter anderem Kobosil, Felix Jaehn, Radical Redemption, Thomas Schumacher, Victor Ruiz, Nicolas Julian, A.D.H.S., Anna Reusch und Karla Blum hinter den Decks. Auch Acts wie Klanglos, KUKO, Marika Rossa, Trancemaster Krause und davyboi waren im DNA zu Gast.

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Das nächste Aus für Münchens Nachtleben

Mit der Schließung verliert München innerhalb kurzer Zeit den nächsten bekannten Club. Bereits Anfang August feiert der Blitz Club seine letzte Nacht auf der Museumsinsel, nachdem sich die Betreiber und das Deutsche Museum nicht auf eine Verlängerung des Vertrags einigen konnten.

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Auch der Standort des DNA besitzt eine besondere clubkulturelle Geschichte. Auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Werke befanden sich in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren unter anderem das Ultraschall, das KW – Das Heizkraftwerk und der Natraj Temple. Das heutige Werksviertel gehört damit seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Orten der elektronischen Musikkultur in München.

Was nach September vom DNA bleibt, beantwortet das Team in seinem Statement zumindest emotional: die Menschen, die Erinnerungen und alles, was in den vergangenen drei Jahren gemeinsam entstanden ist.

Fotocredit: DNA Club

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