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Push holt für „Known Universe“ den Trance-Sound von damals zurück

Push holt für „Known Universe“ den Trance-Sound von damals zurück

Mit „Universal Nation“ schrieb Push Ende der 1990er-Jahre Trance-Geschichte. Für sein neues Album „Known Universe“ ist Mike Dierickx nun noch einmal an den Ausgangspunkt seiner Karriere zurückgekehrt – und hat dafür nicht nur seinen damaligen Sound, sondern gleich eine ganze Studiowelt wiederbelebt.

Push kehrt in sein „bekanntes Universum“ zurück

Einfach ein paar alte Presets laden und auf Retro machen? Das kam für Mike Dierickx nicht infrage. Für „Known Universe“ stellte der belgische Produzent ein hardwarebasiertes Studio zusammen, das möglichst genau jener Arbeitsumgebung entsprechen sollte, in der einst seine ersten Push-Produktionen entstanden.

Zum Einsatz kam ausschließlich Equipment aus derselben Generation, mit der Dierickx bereits sein Debütalbum „From Beyond“ produzierte. Die alten Maschinen boten allerdings nicht nur den gewünschten Klang: Geräte wurden heiß, Projekte konnten verloren gehen und viele Arbeitsschritte ließen sich nicht einfach rückgängig machen.

Genau diese Unberechenbarkeit machte für ihn am Ende den Unterschied. Die technischen Einschränkungen hätten Geduld, Instinkt und kreative Lösungen erfordert – Eigenschaften, die in modernen, jederzeit editierbaren Produktionen schnell verloren gehen können. Die vermeintlichen Schwächen der alten Technik wurden so zu einer der größten Stärken des Albums.

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Kein nostalgischer Blick zurück

Trotz des alten Equipments soll „Known Universe“ keine reine Zeitreise sein. Dierickx wollte nicht seine früheren Tracks nachbauen, sondern zu jener Arbeitsweise zurückfinden, durch die sein eigener Sound überhaupt erst entstanden ist.

„In dem Moment, in dem man versucht, die Vergangenheit nachzustellen, erschafft man nichts Neues mehr, sondern wiederholt sich nur noch“, erklärt er im Interview mit Beatportal. Statt aktuellen Trends hinterherzulaufen, gehe es ihm darum, neue Einflüsse aufzunehmen, ohne dabei die eigene musikalische Identität zu verlieren.

Diese Haltung zieht sich durch alle zwölf Tracks des Albums. Die typischen Push-Melodien und weit ausladenden Akkordfolgen treffen auf druckvolle Basslines, Acid-Elemente und eine Produktion, die hörbar für den Club gedacht ist. Singles wie „Back When We Believed“, „Breakpoint“ und „Future Fall“ hatten bereits in den vergangenen Monaten einen Vorgeschmack darauf geliefert.

Musik für mehr als den nächsten Algorithmus

Auch beim Aufbau des Albums bleibt Push bewusst klassisch. „Known Universe“ ist nicht als lose Sammlung playlisttauglicher Singles gedacht, sondern als zusammenhängende Reise vom ersten bis zum letzten Track. Für Dierickx kann eine Playlist diese Form des Erzählens nicht ersetzen. Jeder Titel habe einen festen Platz und trage zur größeren Geschichte des Albums bei. Dass diese Herangehensweise 2026 fast schon aus der Zeit gefallen wirkt, nimmt er bewusst in Kauf.

Am Ende verfolgt Push ohnehin ein größeres Ziel als den nächsten schnellen Streaming-Erfolg: „Ich möchte, dass meine Musik Teil der Erinnerungen der Menschen wird.“ Wenn ein Track jemanden Jahre später wieder an ein Festival, einen Roadtrip oder ein wichtiges Kapitel des eigenen Lebens erinnere, habe er seine Aufgabe erfüllt.

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„Known Universe“ ist am 3. Juli über Black Hole Recordings erschienen und digital, auf CD sowie als limitierte Triple-Vinyl erhältlich.

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