Es gibt Sets, die schon auf dem Timetable groß aussehen. Und es gibt Sets, die diesen Status dann auch auf der Bühne erfüllen. Martin Garrix und Alesso haben beim Ultra Miami 2026 genau so einen Moment geliefert.
Martin Garrix und Alesso zünden Runde drei ihres B2B
Schon vor dem ersten Track war klar, dass dieses B2B kein gewöhnliches Set werden würde. Ultra selbst hatte den Auftritt im Vorfeld als einen der großen Mainstage-Momente des Freitags angekündigt und sprach sogar von „Mainstage history in the making“. Kurz nach dem Set legten Martin Garrix und Alesso selbst nach. Auf YouTube veröffentlichten sie den kompletten Mitschnitt und bezeichneten den Auftritt als Runde 3 ihrer gemeinsamen B2B-Reihe. Martin Garrix schrieb dazu, es habe sich sehr gut angefühlt, wieder zu Hause beim Ultra zu stehen.
Genau das trifft den Kern ziemlich gut. Das Set wirkte nicht wie ein einmaliger PR-Auftritt, sondern wie ein bewusst platzierter Mainstage-Block, bei dem zwei Ultra-Veteranen genau wussten, was in diesem Moment gefragt war. Dass sie das Set direkt im Anschluss hochgeladen haben, zeigt, wie wichtig ihnen dieser Auftritt war.
Der eigentliche Punkt ist jedoch: Das Set blieb nicht bei der bloßen Kombination zweier großer Namen stehen. Schon kurz nach dem Auftritt wurden einzelne Momente aus dem B2B hundertfach geteilt und diskutiert. Daran lässt sich gut ablesen, warum dieser Auftritt im Gedächtnis bleibt: Nicht nur wegen der Namen, sondern weil das Set sofort Bilder, Reaktionen und Wiedererkennungswert produziert hat.
Warum das gerade bei Ultra immer noch funktioniert
Das Interessanteste an diesem Auftritt ist vielleicht, dass er zeigt, wie stark diese Form der Mainstage-Dramaturgie immer noch ist. Ultra lebt seit Jahren von den Momenten, in denen große Namen nicht nur abliefern, sondern ein bestimmtes Festivalgefühl erzeugen. Melodie, Größe, Wiedererkennung, kollektiver Peak. Martin Garrix und Alesso haben diesen Punkt am Freitag ziemlich präzise getroffen. Nicht nostalgisch im abgestandenen Sinn, sondern als Erinnerung daran, warum genau diese Art von Set auf einer Bühne wie dieser immer noch zündet.
Das Ultra-Wochenende ist noch lang und gerade bei einem solchen Festival kann sich die Wahrnehmung innerhalb weniger Stunden komplett verändern. Trotzdem hat der Freitag mit dem B2B-Set von Martin Garrix und Alesso schon einen der Höhepunkte geliefert, an denen sich die restlichen Mainstage-Auftritte erst einmal messen lassen müssen. Nicht, weil das Set einfach nur groß war, sondern weil es sofort greifbar gemacht hat, wofür Ultra auf dieser Bühne seit Jahren steht.
Fotocredit: Philipp Mathes

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de





