Docklands Festival 2026: Münster wird wieder zur Hauptstadt von House & Techno

Docklands Festival 2026: Münster wird wieder zur Hauptstadt von House & Techno

Am 6. Juni 2026 wird Münster erneut zum Hotspot elektronischer Clubkultur. Das Docklands Festival bringt 15.000 Menschen, rund 100 Acts und ein kompromisslos kuratiertes Set-up aus den Bereichen House, Techno, Trance und Szene-Realness an den Hawerkamp. Kein Größenwahn, kein Trendhopping, sondern ein Festival mit Haltung.

Docklands Festival beweist: Größe und Szene schließen sich nicht aus

Seit 2010 verfolgt das Docklands Festival konsequent einen Ansatz, den viele propagieren, aber wenige durchziehen. Vielfalt ohne Anbiederung. Hier wird elektronische Musik nicht auf Trendformate reduziert, sondern in ihrer ganzen Bandbreite präsentiert. Vom rohen Underground bis zu Acts, die längst größere Bühnen kennen, ohne sich verbiegen zu müssen.

Gespielt wird rund um das Hawerkampgelände und den Stadthafen 2: Es gibt fünf Open-Air-Bühnen, L-Acoustics-Sound, Aftershows und Food-Stände. Das Set-up ist groß, aber nie abgehoben. Entscheidender Punkt: Nähe. Es gibt keine 20-Meter-Gräben. Das Docklands Festival setzt bewusst auf ein clubähnliches Gefühl im Festivalmaßstab.

Die Mainstage liefert dafür Druck und visuelle Wucht, während die Canal Stage by Kanello mit ihrer Wasserlage und House-Tunes bewusst einen Kontrast setzt. Das Gelände wird durch weitere kuratierte Stages wie die Rail Stage, die Kamp Stage und den Backyard ergänzt. Letzterer bietet Raum für lokale Perspektiven, statt sie in Randzeiten abzuschieben.

Namen mit Richtung – nicht für Reichweite

Musikalisch zeigt das Docklands Festival 2026 klare Kante. Auf der Mainstage, die im Vergleich zu vergangenen Jahr weiter optimiert wurde, stehen Acts wie Marlon Hoffstadt, DJ Gigola und Kalte Liebe, die einen Sound zwischen Club-Energie und popkultureller Relevanz präsentieren. B2B-Formate wie Krackk B2B Robin Tasi oder DJ Aya B2B Lovefoxy brechen bewusst mit klassischen Festivalabläufen.

Die Canal Stage by Kanello bleibt der Gegenentwurf zum Peak-Time-Denken. Mit Acts wie Desiree B2B Jimi Jules, Julya Karma oder Miura geht es hier um House, Tiefe und musikalische Geduld. Eigenschaften, die auf Festivals selten geworden sind.

Deutlich direkter wird es auf der Kamp Stage by he.she.they.: Mit unter anderem Cinthie, Juliet Sikora, Syreeta und Daisy Weweh steht hier Clubkultur als Haltung im Fokus – und nicht als Dekoration. Auf der Rail Stage by MINT, die dieses Jahr in einem komplett neuen Design erstrahlt, kommen mit Acts wie Adrián Mills, Fumi und dem Techno-Kollektiv Schrotthagen die raueren Spielarten zum Zuge. Hier gibt es keinen pseudo-harten Anstrich, sondern echte Reibung. Die brandneue Backyard Stage hingegen setzt mit Namen wie Katana, Pik und Makahaun auf unmittelbare Club-Energie. Ein Ort, an dem Sound und Atmosphäre zählen.

Nach Ende des Open-Airs beginnt der zweite Teil des Docklands Festivals. Auf den Nighttime-Stages in den Clubs am Hawerkamp und Stadthafen 2 treten dann unter anderem Acts wie Stef de Haan, Tommahawk und DJ Cringey sowie überwiegend lokale Künstler auf. Ohne großes Namedropping, aber mit einer klaren Botschaft: Die Szene ist hier kein Anhängsel, sondern das Fundament.

Mehr ist als nur ein weiteres Festival

Unterm Strich bleibt das Docklands Festival 2026 genau das, was es seit Jahren auszeichnet: ein Festival mit Haltung, das Größe zulässt, ohne seine Wurzeln zu verlieren, und damit zu den wichtigsten Fixpunkten im deutschen House- und Techno-Kalender zählt.

Aktuell sind Tickets für das Docklands Festival 2026 in Phase 3 für 563 Euro erhältlich. Wer dabei sein möchte, sollte nicht zu lange warten, denn erfahrungsgemäß ziehen die nächsten Preisstufen schneller an, als man denkt.

Fotocredit: Docklands Festival


Franz Beschoner

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de