Die DJ Mag Top 100 Clubs 2026 sind da und sie haben mehr zu bieten als nur eine neue Nummer eins: Das [UNVRS] schießt direkt an die Spitze, Ibiza baut seine Dominanz weiter aus und Asien meldet sich mit Nachdruck zurück. Mit dem Bootshaus, dem Berghain und dem Neueinsteiger Open Ground bleibt auch Deutschland im globalen Clubgespräch.
Das [UNVRS] ist nicht einfach nur eine neue Nummer 1
Die größte Nachricht dieser Liste steht ganz oben: Das [UNVRS] steigt neu ein und landet sofort auf Platz eins der DJ Mag Top 100 Clubs 2026. Das ist kein normaler Neueinstieg und auch kein Achtungserfolg. Das ist ein Statement. Denn damit gewinnt nicht einfach nur ein neuer Club. Gewonnen hat eine bestimmte Vorstellung davon, was ein Club im Jahr 2026 sein soll: Er soll groß sein, maximal inszeniert, technisch aufgeladen, international ausgerichtet und so konzipiert, dass man nicht nur dort feiert, sondern auch noch lange danach darüber spricht. Das [UNVRS] ist damit nicht nur Sieger dieses Rankings, sondern auch das Symbol dafür, wohin sich die globale Clubkultur gerade bewegt.
Dass das Hï Ibiza seine Spitzenposition verliert und auf Platz 4 fällt, klingt dann zunächst nach Bewegung an der Spitze. Das ist es auch – allerdings nicht im Vergleich zu anderen Clubs, sondern innerhalb Ibizas. Denn was die Insel 2026 abliefert ist mehr als nur eine starke Präsenz: Das [UNVRS] steht auf Platz 1, das Ushuaïa Ibiza auf Platz 3, das Hï Ibiza auf Platz 4, das Amnesia auf Platz 16, das Pacha auf Platz 18 und das DC-10 auf Platz 19. Dazu kommen das Chinois auf Platz 74 und das Eden Ibiza auf Platz 99. Andere Länder bringen einzelne Schwergewichte hervor. Ibiza hingegen bringt ein ganzes Machtzentrum hervor. Während anderswo gute Clubs also um Sichtbarkeit kämpfen, setzt Ibiza weiterhin die Maßstäbe in puncto Bilder, Residencies, Produktionen und Erzählungen. Wer 2026 wissen will, wie globalisierte Clubkultur im XXL-Format aussieht, schaut zuerst auf diese Insel.
Die Top 10 zeigen, worum es 2026 wirklich geht
Die neue Top 10 verdeutlicht die Entwicklung dieses Rankings noch einmal ganz besonders. Mit dem [UNVRS] auf Platz eins, dem Greenvalley auf Platz zwei sowie Ushuaïa Ibiza und Hï Ibiza auf den Rängen drei und vier steht die Spitze komplett im Zeichen internationaler Schwergewichte. Dahinter behaupten sich mit Savaya, Echostage und Laroc Club drei Clubs, die seit Jahren zur erweiterten Weltspitze zählen. Das Fabrik in Madrid landet auf Platz 8, gefolgt vom Illuzion Phuket. Besonders auffällig ist der brasilianische Club Surreal Park, der von Platz 26 auf 10 springt und damit zu den stärksten Gewinnern im gesamten oberen Feld gehört. Die Top 10 wirken somit wie eine konzentrierte Zusammenfassung dessen, was dieses Ranking im Jahr 2026 ausmacht: Ibiza-Macht, brasilianische Konstanz und Clubs, die globale Strahlkraft mit maximalem Erlebnisfaktor verbinden.
1. [UNVRS], Ibiza, Spanien (Neueinstieg)
2. Greenvalley, Camboriú, Brasilien (-)
3. Ushuaïa Ibiza, Spanien (-)
4. Hï Ibiza, Spanien (-3)
5. Savaya, Bali, Indonesien (+1)
6. Echostage, Washington, DC, USA (-1)
7. Laroc Club, Valinhos, Brasilien (+1)
8. Fabrik, Madrid, Spanien (+6)
9. Illuzion Phuket, Thailand (-)
10. Surreal Park, Camboriú, Brasilien (+16)

Asien drückt mit Wucht nach vorn
Der zweite große Trend dieses Rankings ist ebenso eindeutig: Asien ist nicht mehr nur eine aufstrebende Randgeschichte, sondern einer der Hauptschauplätze. Thailand, Vietnam, China, Indonesien, Singapur, Indien und Südkorea liefern 2026 nicht nur einzelne Überraschungen, sondern eine ganze Welle. Neueinsteiger wie das INS LAND in Shanghai, das Play X in Shenzhen, die Atlas Super Clubs in Bali und Bangkok, das Zouk Tokyo, der Lion Super Club in Seoul, das APLUS SAIGON, das VOID in Bangkok und das CINÉ Saigon zeigen, wie schnell sich dort Märkte entwickeln, die international sofort sichtbar werden. Dazu kommen etablierte asiatische Clubs wie Illuzion Phuket, Zouk Singapore, WAVE TAIPEI oder BOOMERANG, die ihre Positionen halten oder ausbauen.
Auffällig ist dabei, dass viele dieser Clubs genau das verkörpern, was im Voting gerade gefragt ist: große Räume, starke Produktionen, klare visuelle Darstellungen, internationale Headliner und ein Erlebnischarakter, der über den eigentlichen Dancefloor hinausgeht. Asien folgt dabei nicht einfach einem Trend. Die Region ist derzeit einer der Orte, an denen dieses Erfolgsmodell besonders schnell und konsequent wächst.
Brasilien bleibt ein globales Schwergewicht
Bei aller Ibiza-Dominanz und Asien-Wucht darf man nicht übersehen, wie stabil Brasilien weiterhin in der Weltspitze vertreten ist. Greenvalley hält Platz 2, Laroc Club steigt auf Platz 7, Surreal Park springt von Platz 26 auf Platz 10 und D-EDGE macht ebenfalls einen deutlichen Satz nach vorn. Gerade der Surreal Park gehört zu den auffälligsten Gewinnern des Jahres. Wer innerhalb eines Jahres von Platz 26 in die Top 10 vorstößt, hat die Schwelle vom Szene-Favoriten zum internationalen Schwergewicht eindeutig überschritten. Brasilien liefert damit erneut nicht nur einzelne Ausreißer, sondern eine ganze Gruppe von Clubs, die das obere Drittel des Rankings mitprägen.
Deutschland bleibt sichtbar, aber nicht im Zentrum der Bewegung
Aus deutscher Sicht ist das Bild ordentlich, aber nicht euphorisch. Das Bootshaus fällt von Platz 7 auf 11, bleibt damit aber weiterhin einer der international sichtbarsten Clubs des Landes. Das Berghain rutscht von Platz 16 auf Platz 21 und bleibt somit ebenfalls im vorderen Bereich vertreten. Spannend wird es beim Neueinstieg vom Open Ground auf Platz 100: Der Club in Wuppertal wurde Ende 2023 in einem umgebauten Bunker eröffnet und hat sich seitdem einen Namen gemacht – vor allem dank seines kompromisslosen Fokus auf Sound, Raumakustik und eine bewusst respektvolle, inklusive Atmosphäre. Auf der eigenen Website beschreibt sich das Open Ground als Ort für ein starkes Sound-System-Erlebnis in einem inklusiven und respektvollen Umfeld, das rund um Markus Riedel in Zusammenarbeit mit Mark Ernestus, dem Mitgründer von Hard Wax, entstanden ist.
Auch musikalisch ist das kein Club, der auf den schnellen Effekt setzt. Mit Acts wie Ben Klock, Ricardo Villalobos, DJ Nobu, Regis, Josey Rebelle, Mala, Blawan oder Daniel Bell hat sich der Club einen Namen gemacht. Er funktioniert nicht über Hype allein, sondern über kuratorisches Gewicht. Gerade deshalb ist dieser Einstieg bemerkenswert: Nicht, weil hier plötzlich ein weiterer deutscher Großraumclub auftaucht, sondern weil ein Raum aus Wuppertal es in dieses Ranking geschafft hat – durch Qualität, Konsequenz und internationale Glaubwürdigkeit.
Das zeigt zweierlei. Erstens bleibt Deutschland im globalen Clubgespräch sichtbar. Andererseits entsteht die ganz große Dynamik dieses Rankings 2026 aber woanders. Zwar stellt Deutschland weiterhin relevante Clubs, prägt die weltweite Erzählung in diesem Jahr aber nicht so stark wie Ibiza, Brasilien oder große Teile Asiens.
Die alten Institutionen bleiben wichtig, aber sie bestimmen den Takt nicht mehr
An dieser Stelle wird das Ranking besonders interessant. Denn natürlich sind fabric, Berghain, Ministry of Sound, WOMB oder Nitsa nach wie vor bedeutende Namen. Niemand muss so tun, als wären diese Clubs plötzlich egal. Aber sie treiben dieses Ranking nicht mehr an. Sie halten darin eher ihre Stellung, während andere die Bewegung erzeugen. Das sagt nichts über ihre Qualität aus. Es sagt lediglich etwas über den Mechanismus dieses Votings aus. Geschichte, Haltung, kuratorische Tiefe und Szene-Aura reichen im globalen Publikumsvoting nicht mehr automatisch aus, um ganz vorne mitzuspielen. Die Clubs, die heute nach oben schießen, sind oft diejenigen, die nicht nur musikalisch funktionieren, sondern auch als globale Erlebnismaschine wahrgenommen werden.
Und genau das ist die eigentliche Wahrheit der DJ Mag Top 100 Clubs 2026. Sie zeigen nicht zwingend die wichtigsten Clubs der Geschichte. Sie zeigen die Clubs, die den Moment beherrschen. Ibiza steht nach wie vor über allem und hat seinen Einfluss sogar noch ausgebaut. Asien drängt mit Macht nach vorn. Brasilien bleibt eine feste Größe in der Weltspitze. Deutschland ist zwar sichtbar, aber nicht tonangebend. Viele klassische Institutionen müssen sich in einem Umfeld behaupten, in dem Größe, visuelle Darstellung, Erlebniswert und globale Aufmerksamkeit immer wichtiger werden.
Das [UNVRS] steht deshalb nicht zufällig ganz oben. Dieser Club bündelt genau das, was im Jahr 2026 international zieht: Sichtbarkeit, Größenwahn, Timing und maximale Wirkung. Gewonnen hat nicht der Club mit der größten Geschichte. Gewonnen hat der Ort, der die Gegenwart am lautesten verkörpert.
Die vollständige Liste der DJ Mag Top 100 Clubs 2026
1. [UNVRS], Ibiza, Spanien (Neueinstieg)
2. Greenvalley, Camboriú, Brasilien (-)
3. Ushuaïa Ibiza, Spanien (-)
4. Hï Ibiza, Spanien (-3)
5. Savaya, Bali, Indonesien (+1)
6. Echostage, Washington, DC, USA (-1)
7. Laroc Club, Valinhos, Brasilien (+1)
8. Fabrik, Madrid, Spanien (+6)
9. Illuzion Phuket, Thailand (-)
10. Surreal Park, Camboriú, Brasilien (+16)
11. Bootshaus, Köln, Deutschland (-4)
12. INS LAND, Shanghai, China (Neueinstieg)
13. fabric, London, Vereinigtes Königreich (-1)
14. Club Space, Miami, USA (+10)
15. The Warehouse Project at Depot Mayfield, Manchester, Vereinigtes Königreich (-11)
16. Amnesia Ibiza, Spanien (-5)
17. Zouk Singapore, Singapur (+13)
18. Pacha Ibiza, Spanien (-5)
19. DC-10, Ibiza, Spanien (-4)
20. Studio 338, London, Vereinigtes Königreich (-2)
21. Berghain, Berlin, Deutschland (-5)
22. Cavo Paradiso, Mykonos, Griechenland (-2)
23. WAVE TAIPEI, Taipeh, Taiwan (+5)
24. Ministry of Sound, London, Vereinigtes Königreich (-2)
25. Culture Club Revelin, Dubrovnik, Kroatien (-2)
26. Space Riccione, Italien (+9)
27. Play X, Shenzhen, China (Neueinstieg)
28. Lost Beach, Montañita, Ecuador (+4)
29. Papaya Club, Zrće Beach, Kroatien (-8)
30. Quake Arena, Hyderabad, Indien (+26)
31. The Concourse Project, Austin, Texas, USA (-4)
32. BOOMERANG, Hongkong (+8)
33. Amnesia Cap d’Agde, Frankreich (+5)
34. Marquee Singapore, Singapur (+5)
35. D-EDGE, São Paulo, Brasilien (+18)
36. The Penthouse, Dubai, VAE (-2)
37. Café del Mar Phuket, Thailand (+8)
38. DupleX, Prag, Tschechien (+3)
39. SILO Dallas, USA (+13)
40. LOD, Kathmandu, Nepal (+4)
41. Crobar, Buenos Aires, Argentinien (+8)
42. Atlas Super Club Bali, Bali, Indonesien (Neueinstieg)
43. APlus Hanoi, Hanoi, Vietnam (+24)
44. Academy LA, Los Angeles, Kalifornien, USA (-15)
45. Drumsheds, London, Vereinigtes Königreich (+24)
46. Warung Beach Club, Itajaí, Brasilien (-13)
47. ShiShi Nightclub, Bali, Indonesien (-22)
48. Exchange LA, Los Angeles, Kalifornien, USA (-12)
49. FOMO, Baku, Aserbaidschan (+16)
50. Atlas Super Club Bangkok, Thailand (Neueinstieg)
51. Zouk Tokyo, Tokio, Japan (Neueinstieg)
52. CLUB SEEN Koh Samui, Koh Samui, Thailand (Neueinstieg)
53. Warehouse, Nantes, Frankreich (+1)
54. Phi Beach, Sardinien, Italien (-17)
55. The H Club Jakarta, Indonesien (Neueinstieg)
56. Nitsa, Barcelona, Spanien (-5)
57. Lion Super Club, Seoul, Südkorea (Neueinstieg)
58. World House Pattaya, Thailand (+2)
59. APLUS SAIGON, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam (Neueinstieg)
60. MAD Club, Lausanne, Schweiz (-13)
61. Big Bull, Hyderabad, Indien (Neueinstieg)
62. Room26, Rom, Italien (+2)
63. FarOut Beach Club, Ios, Griechenland (-)
64. Avalon Hollywood, Los Angeles, USA (-18)
65. Hakkasan Nightclub, Las Vegas, Nevada, USA (-7)
66. KOKO, London, Vereinigtes Königreich (+2)
67. VOID, Bangkok, Thailand (Neueinstieg)
68. CINÉ Saigon, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam (Neueinstieg)
69. Space Club, Hongkong (+23)
70. OMNIA Nightclub, Las Vegas, Nevada, USA (-22)
71. The Club Khaosan, Bangkok, Thailand (+5)
72. LIV, Miami, Florida, USA (+3)
73. WARP SHINJUKU, Tokio, Japan (-42)
74. Chinois, Ibiza, Spanien (+9)
75. Mute, Mar del Plata, Argentinien (Neueinstieg)
76. Papagayo Tenerife, Teneriffa, Spanien (Neueinstieg)
77. Midnight Club, Wuhan, China (+7)
78. After Caposile, Venedig, Italien (+1)
79. Radius Chicago, USA (+3)
80. Index, Dublin, Irland (+18)
81. Sala Pelícano, A Coruña, Spanien (Neueinstieg)
82. Republic Club Pattaya, Thailand (+8)
83. Zouk Nightclub, Las Vegas, USA (-24)
84. Marquee Nightclub & Dayclub, Las Vegas, USA (-30)
85. Ai-X Nightclub, Taipeh, Taiwan (-19)
86. Sound, Los Angeles, USA (-9)
87. Aquarius, Zrće Beach, Kroatien (-17)
88. WOMB, Tokio, Japan (-10)
89. Tenax, Florenz, Italien (+8)
90. Shelter Amsterdam, Niederlande (Re-Entry)
91. Beachclub, Pointe-Calumet, Kanada (-10)
92. ivy Sydney, Sydney, Australien (Neueinstieg)
93. Soho Garden DXB, Dubai, VAE (-7)
94. Amnesia Milano, Mailand, Italien (Neueinstieg)
95. Time Nightclub, Costa Mesa, Kalifornien, USA (-23)
96. ilMuretto, Venedig, Italien (+4)
97. Chinese Laundry, Sydney, Australien (-3)
98. MUZE, Nairobi, Kenia (+1)
99. Eden Ibiza, Spanien (-11)
100. Open Ground, Wuppertal, Deutschland (Neueinstieg)
Fotocredit: Walter M Paz

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de

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