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Armin van Buuren dachte 2011 ans Aufhören – Trance brachte ihn zurück

Armin van Buuren dachte 2011 ans Aufhören – Trance brachte ihn zurück

Armin van Buuren hat bei der Winter Music Conference in Miami offen erzählt, dass er 2011 ernsthaft über ein Karriereende nachgedacht hat. Gerade in einer Phase, in der nach außen hin alles nach Erfolg aussah, war intern offenbar längst nicht mehr alles so klar.

Armin van Buuren spricht über Zweifel, Trance und ein Genre im Wandel

Armin van Buuren hat bei der Winter Music Conference 2026 in Miami einen Satz gesagt, der hängen bleibt: Er habe 2011 ernsthaft darüber nachgedacht, mit der Musik aufzuhören. Das überrascht vor allem deshalb, weil das Jahr von außen kaum wie eine Krise wirkte.

Damals war Armin van Buuren längst einer der größten Namen der elektronischen Musikszene. A State of Trance war weltweit etabliert, seine Produktionen liefen überall, auf den großen Festivalbühnen sowieso. Nach außen sah das nach einem Karrierehöhepunkt aus. Umso deutlicher wird mit dieser Aussage, dass Erfolg und innere Zufriedenheit eben nicht automatisch zusammengehören.

In Miami sprach er aber nicht nur über sich selbst. Er sprach auch über eine Zeit, in der Trance in Teilen der Szene plötzlich nicht mehr als das Genre galt, mit dem man sich schmücken wollte. Genau das habe ihn beschäftigt. Heute sei Trance für viele kein „dirty word“ mehr, sagte er dort. Auch deshalb, weil selbst im Techno wieder stärker mit Melodien gearbeitet wird.

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Das passt ziemlich gut zu dem, was sich seit einiger Zeit beobachten lässt. Vieles von dem, was früher schnell als zu emotional, zu euphorisch oder zu pathetisch abgestempelt wurde, ist inzwischen wieder da. Nicht als ironischer Rückgriff, sondern als selbstverständlicher Teil eines Sounds, der heute breiter akzeptiert wird als noch vor ein paar Jahren.

Armin van Buuren ist dieser Linie in all den Jahren treu geblieben. Genau deshalb wirkt seine Aussage heute nicht wie eine nachträgliche Dramatisierung, sondern wie ein ehrlicher Rückblick auf eine Phase, in der der Druck offenbar größer war, als viele mitbekommen haben. Er sagt selbst, dass Trance für ihn immer das Genre war, das sich am ehrlichsten anfühlt. Alles andere hätte für ihn nicht wirklich gepasst.

Nebenbei sprach er beim Panel auch über KI und technologische Entwicklungen in der Musik. Das gehört inzwischen fast zwangsläufig zu solchen Gesprächen dazu. Die eigentliche Nachricht liegt hier aber woanders: Einer der wichtigsten Trance-Acts der vergangenen Jahrzehnte war 2011 offenbar näher am Ausstieg, als viele gedacht hätten.

Dass Armin van Buuren dies ausgerechnet jetzt so offen formuliert, ist kein Zufall. Trance wird heute anders wahrgenommen als in den Jahren, in denen das Genre oft belächelt oder vorschnell abgeschrieben wurde. Vielleicht ist genau das der Punkt, der an dieser Aussage am meisten hängen bleibt. Nicht nur Armin ist geblieben. Auch Trance ist geblieben. Und plötzlich hört wieder eine ganze Szene genauer hin.

Fotocredit: Rukes

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