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WORSHIP schreiben beim Coachella 2026 Drum-&-Bass-Geschichte

WORSHIP schreiben beim Coachella 2026 Drum-&-Bass-Geschichte

Das Coachella setzt 2026 ein deutliches Zeichen für Drum & Bass: Am Samstag spielen WORSHIP das Closing der Sahara Stage – und das parallel zum Headliner-Set von Justin Bieber auf der Mainstage. Für das Genre ist das einer der sichtbarsten Festivalmomente der vergangenen Jahre.

Ein Coachella-Slot, der für Drum & Bass mehr ist als nur Symbolik

Dass WORSHIP dieses Jahr beim Coachella das Closing am Samstag auf der Sahara Stage spielen, ist mehr als nur ein starker Slot im Timetable. Das Quartett aus Sub Focus, Dimension, Culture Shock und 1991 steht am 11. April um 23:55 Uhr Ortszeit auf einer der prominentesten Dance-Bühnen des Festivals – und das ausgerechnet in direkter Konkurrenz zum Headliner-Auftritt von Justin Bieber. Allein das zeigt, wie sehr sich die Wahrnehmung von Drum & Bass inzwischen verändert hat.

Der springende Punkt liegt jedoch woanders: Coachella ist nicht irgendein Festival, sondern eines der global sichtbarsten Schaufenster der Popkultur überhaupt. Wenn dort ein Drum-&-Bass-Act die Sahara Stage für das Closing übernimmt, ist das kein Nischenmoment mehr. Es ist ein Signal, dass ein Sound, der in den USA lange eher ein Nischendasein fristete, inzwischen groß genug ist, um auf einem Mainstream-Festival in dieser Position aufzutreten.

Ganz aus dem Nichts kommt das nicht. Der IMS Business Report 2025 hat Drum & Bass bereits als einen der klaren Gewinner des Vorjahres beschrieben. Laut den ausgewerteten Beatport-Daten rückte das Genre im Jahr 2024 auf Platz drei der meistverkauften Genres vor. Das ist zwar kein endgültiger Beweis für kulturelle Dominanz, aber ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass Drum & Bass längst wieder weit mehr ist als ein kurz aufflackernder Hype.

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Auch WORSHIP selbst haben genau auf diesen Moment hingearbeitet. In den vergangenen Monaten hat sich das Kollektiv immer stärker als zugängliches, festivaltaugliches Aushängeschild für modernen Drum & Bass positioniert. Hinzu kamen große Shows, etwa auf der Ultra-Mainstage und sogar als erster Drum-/&-Bass-Headliner in den Red Rocks. Damit stehen WORSHIP nicht nur für das Genre, sondern auch für dessen aktuell massentauglichste Zuspitzung.

Für das Coachella Festival ist das ebenfalls interessant, weil die Sahara Stage seit Jahren der Ort ist, an dem elektronische Acts mit maximaler Wucht und Reichweite funktionieren müssen. Dass ausgerechnet WORSHIP als Closing-Act dort auftreten, wirkt wie eine bewusste Öffnung: weg von der alten Vorstellung, Drum & Bass sei für US-Mega-Festivals zu speziell, zu schnell oder zu stark von Großbritannien geprägt.

Fotocredit: Press Pic

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