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William Orbit ist tot: Der Klangvisionär hinter „Adagio for Strings“

William Orbit ist tot: Der Klangvisionär hinter „Adagio for Strings“

William Orbit ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Der britische Produzent prägte Madonnas „Ray of Light“ und schuf mit seiner elektronischen Interpretation von „Adagio for Strings“ die Grundlage für eine der größten Trance-Hymnen aller Zeiten.

Familie bestätigt Tod von William Orbit

Der britische Musiker, Komponist und Produzent William Orbit ist tot. Wie seine Familie über seinen offiziellen Instagram-Account mitteilte, starb er bereits am 23. Juli 2026 im Alter von 69 Jahren zu Hause. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

„Wir sind zutiefst traurig über seinen Tod“, heißt es in der Mitteilung. William Orbit werde seiner Familie und den vielen Menschen fehlen, deren Leben er durch seine Musik, seine Freundschaft und seine Freundlichkeit berührt habe. Zugleich baten die Angehörigen darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

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Wie „Adagio for Strings“ zur Trance-Hymne wurde

Für die elektronische Musik ist William Orbits Name untrennbar mit „Barber’s Adagio for Strings“ verbunden. Grundlage war das 1936 entstandene Orchesterwerk des US-amerikanischen Komponisten Samuel Barber, das Orbit Mitte der 1990er-Jahre elektronisch neu interpretierte. Den endgültigen Durchbruch auf den Dancefloors brachte Ende 1999 der Remix von Ferry Corsten. Die Veröffentlichung erreichte Platz vier der britischen Singlecharts und wurde zu einem der prägendsten Trance-Klassiker ihrer Zeit.

Einige Jahre später schuf auch Tiësto eine eigene Adaption der Komposition. Seine Version erschien 2004 auf dem Album „Just Be“ und wurde 2005 als Single veröffentlicht. Dabei handelte es sich jedoch nicht um einen Remix von William Orbits Aufnahme, sondern um eine eigenständige Bearbeitung des Originals von Samuel Barber.

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Der Sound hinter Madonnas „Ray of Light“

William Orbit wurde 1956 als William Mark Wainwright in London geboren. Seine musikalische Laufbahn begann in den 1980er-Jahren mit der elektronischen Formation Torch Song. Später veröffentlichte er unter eigenem Namen und gründete gemeinsam mit Laurie Mayer das House-Projekt Bassomatic.

Seinen internationalen Durchbruch feierte William Orbit als Produzent von Madonnas Album „Ray of Light“. Mit seiner Verbindung aus Electronica, Ambient, Trip-Hop und Pop prägte er den Sound des 1998 veröffentlichten Werks maßgeblich. Für das Album und dessen Titelsong gewann er zwei Grammys. Ein weiterer folgte für Madonnas „Beautiful Stranger“.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete William Orbit außerdem mit Künstlern wie Blur, All Saints, U2, Pink, Britney Spears, Robbie Williams, Melanie C und Beth Orton zusammen. Zu seinen bekanntesten Produktionen gehören All Saints’ „Pure Shores“ und „Black Coffee“, U2s „Electrical Storm“ sowie Blurs Album „13“.

Ein Sound zwischen Clubmusik, Klassik und Pop

William Orbit bewegte sich während seiner gesamten Karriere zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten. Er verband klassische Kompositionen mit elektronischen Klangflächen, brachte experimentelle Sounds in den Pop-Mainstream und beeinflusste damit zahlreiche Produktionen der späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Sein letztes Soloalbum „The Painter“ erschien 2022.

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Mit William Orbit verliert die Musikwelt einen Produzenten, dessen Werk weit über einzelne Genres hinausreicht – und dessen Name für immer mit den ersten Tönen von „Adagio for Strings“ verbunden bleiben wird.

Fotocredit: William Orbit

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de