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Von Mochakk bis zur KI: ADE Pro 2026 bringt die Musikbranche an einen Tisch

Von Mochakk bis zur KI: ADE Pro 2026 bringt die Musikbranche an einen Tisch

Während beim Amsterdam Dance Event unzählige Acts die Clubs der Stadt bespielen, geht es bei ADE Pro um die Fragen hinter der Musik. Zum 30-jährigen Jubiläum wächst das Konferenzprogramm mit Mochakk, SPFDJ, Josh Baker und Paul Hartnoll von Orbital – zudem wird eines der beliebtesten Networking-Formate deutlich erweitert.

Künstler, die längst mehr als Musik machen

Die ADE Pro Conference versammelt auch 2026 wieder Künstler, Labelgründer, Veranstalter und weitere Entscheider der internationalen Musikbranche. Inhaltlich reicht das Programm von neuen Märkten und unabhängigen Strukturen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, gesellschaftlichem Engagement und der Zukunft kreativer Arbeit.

Mochakk und die Solarce Brothers richten den Blick auf die schnell wachsende elektronische Musikszene Brasiliens. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie eine neue Generation von DJs, Clubs und Labels zunehmend internationalen Einfluss gewinnt.

Josh Baker ist Teil der Session „Artist as Entrepreneur“. Mit Projekten wie seinem Label You&Me, dem Hide&Seek Festival und der Musikplattform Syntho hat der Brite rund um seine Künstlerkarriere gleich mehrere eigene Standbeine aufgebaut. Auch SPFDJ bringt Erfahrungen als Unternehmerin mit: Neben ihrer DJ-Karriere betreibt sie das Label Intrepid Skin und hat zuletzt die Eventreihe Motherlode gestartet.

Mathame widmen sich dagegen der Verbindung von Musik, Technologie und immersiver Kunst. Das italienische Duo experimentiert seit Jahren mit KI-gestützten audiovisuellen Performances und Projekten wie EmoTech und NEO. Pegassi wurde ebenfalls für ADE Pro bestätigt, nähere Informationen zu seiner Session sollen noch folgen.

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Von Ed Banger bis zur Ethik des Samplings

Ein weiterer Programmpunkt blickt auf zwei Jahrzehnte unabhängige Musikgeschichte zurück. Pedro Winter alias Busy P und Because-Music-Gründer Emmanuel de Buretel sprechen über die langjährige Verbindung zwischen Ed Banger und Because Music – und darüber, wie sich eines der einflussreichsten Independent-Netzwerke der vergangenen 20 Jahre entwickelt hat.

Paul Hartnoll von Orbital nimmt unterdessen an einer Diskussion über die ethischen Fragen des Samplings teil. Im Mittelpunkt stehen Zusammenarbeit, Zustimmung und die korrekte Anerkennung musikalischer Quellen über kulturelle Grenzen hinweg. Seine Teilnahme fällt mit dem 30. Geburtstag des Orbital-Albums „In Sides“ zusammen.

Auch die gesellschaftliche Verantwortung der Musikbranche wird thematisiert. Gideon Berger von Block9, Musikjuristin Sarah Williams und Ninja-Tune-Mitgründer Matt Black diskutieren, wie Künstler, Organisationen und kulturelle Institutionen auf globale Krisen reagieren und ihre Reichweite für Solidarität und Veränderung nutzen können.

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Zehn „Meet the…“-Sessions für den direkten Austausch

Deutlich ausgebaut wird das bisher als „Meet the Pros“ bekannte Networking-Format. Bei zehn „Meet the…“-Sessions können Inhaber eines ADE Pro Passes direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen, die über Signings, Bookings, Veröffentlichungen, Vermarktung und neue Technologien entscheiden.

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Vertreten sind Labels und A&Rs, Agenturen, Manager, Musikverlage, Streamingplattformen und Distributoren, Veranstalter, Medien sowie Unternehmen aus dem KI-Bereich. Hinzu kommen eigene Sessions für Sync-Experten und Fachleute aus Brasilien, Afrika und dem Nahen Osten. Erste bestätigte Unternehmen sind unter anderem Toolroom, WePlay Music, UTA und Triangle Booking. Die Sessions finden im ADE Pro Business Hub des Rosewood Amsterdam statt. Weitere Teilnehmer sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

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Das Amsterdam Dance Event steigt vom 21. bis 25. Oktober 2026. Der ADE Pro Pass gilt an allen fünf Tagen und umfasst neben dem Konferenz- und Networkingprogramm auch den Zugang zum Festivalprogramm – bei stark nachgefragten Veranstaltungen allerdings nur nach Verfügbarkeit. Tickets sind im offiziellen Ticketshop erhältlich.

Fotocredit: Jasper ten Tusscher

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de