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Erfundene Drogenstory: Jens Spahn kündigt Strafanzeige gegen Ski Aggu an

Erfundene Drogenstory: Jens Spahn kündigt Strafanzeige gegen Ski Aggu an

Ein Ausschnitt aus einem Livestream mit Ski Aggu zieht offenbar rechtliche Konsequenzen nach sich. Darin erzählte der Rapper von einem angeblichen Drogenkonsum des CDU-Politikers Jens Spahn und dessen Ehemanns. Später erklärte Ski Aggu selbst, die Geschichte sei ausgedacht gewesen. Spahns Büro weist die Behauptungen zurück, ließ die Verantwortlichen abmahnen und kündigt eine Strafanzeige an.

Ein Livestream, der plötzlich ernst wird

Der Ausschnitt stammt aus der sogenannten „Almani Show“, die bereits am 18. August live aus dem Berliner U-Bahnhof Tempelhof übertragen wurde. Ski Aggu war dort bei Rapper Almani AOB zu Gast und erzählte von einer privaten Party, auf der er Jens Spahn und dessen Ehemann gesehen haben will.

Dabei behauptete der Rapper, die beiden hätten dort „die schlimmsten Bretter gezogen“. Mit der Formulierung erweckte Ski Aggu den Eindruck, Spahn und sein Ehemann hätten Kokain konsumiert. Belege für diese Behauptung legte er nicht vor.

Schon während des Gesprächs reagierten die anderen Beteiligten ungläubig. Ski Aggu bekräftigte seine Erzählung zunächst, bat kurz darauf jedoch darum, die entsprechende Passage herauszuschneiden. Daraufhin wurde er daran erinnert, dass das Gespräch gerade live übertragen wurde.

Das ursprüngliche Video wurde mittlerweile gelöscht. Ausschnitte verbreiten sich jedoch weiterhin in den sozialen Netzwerken.

Ski Aggu erklärt die Geschichte für ausgedacht

Unter einem der veröffentlichten Ausschnitte folgte später die Klarstellung. Almani AOB bezeichnete das Video als Satire, die lediglich der Unterhaltung dienen solle. Auch Ski Aggu selbst schrieb in den Kommentaren: „Die erzählte Story im Video ist ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken.“

Eine weitergehende öffentliche Erklärung des Rappers liegt bislang nicht vor. Unklar ist auch, wann genau die Verantwortlichen erstmals mit möglichen rechtlichen Konsequenzen konfrontiert wurden.

Jens Spahn lässt Verantwortliche abmahnen

Das Büro des früheren Bundesgesundheitsministers weist die verbreiteten Behauptungen entschieden zurück. Gegenüber dem Stern soll es erklärt haben: „Die Inhalte des Videos sind frei erfunden und erlogen.“

Die Ersteller des Videos seien bereits anwaltlich abgemahnt worden, außerdem werde eine Strafanzeige gestellt. Ob Ski Aggu persönlich eine Abmahnung erhalten hat und ob die angekündigte Strafanzeige bereits eingereicht wurde, geht aus der bisherigen Stellungnahme nicht eindeutig hervor.

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DJ Mag Germany hat deshalb bei Spahns Büro nachgefragt. Wir wollten unter anderem wissen, weshalb man sich für rechtliche Schritte entschieden hat, ob das veröffentlichte Zitat so gefallen ist und ob Ski Aggu selbst abgemahnt wurde. Außerdem haben wir gefragt, ob bereits nach dem Livestream rechtliche Konsequenzen angekündigt worden waren. Eine Antwort steht derzeit noch aus.

Ob die Strafverfolgungsbehörden nach einer möglichen Anzeige tatsächlich Ermittlungen aufnehmen, ist ebenfalls offen. Eine Strafanzeige allein bedeutet noch nicht, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird oder sich daraus strafrechtliche Konsequenzen ergeben.

Fotocredit: Leonhard LenzSki Aggu performing at Rechtsextremismus stoppen Demokratie verteidigen protest Berlin 2024-06-08 31CC0 1.0

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de