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Trotz Regen & Netzchaos: Rekord und Surprise-Act bei Airbeat One

Trotz Regen & Netzchaos: Rekord und Surprise-Act bei Airbeat One

Armin van Buuren war begeistert!

Der niederländische Superstar-DJ Armin van Buuren stand dieses Jahr das fünfte Mal bei der Airbeat One auf der Mainstage. In einem Interview sagte er: "Die Airbeat One ist immer etwas ganz Besonderes für mich. Es ist eines der ältesten Festivals der Welt. Sie haben sich wieder überboten. Es ist eines der Highlights des Jahres für mich." Was für ein großes Lob!

Vom 10. bis 14. Juli verwandelte sich der Flugplatz in Neustadt-Glewe wieder in die Partyhochburg schlechthin! Namaste Airbeat One – Norddeutschlands größtes EDM-Festival ging in die 18. Runde und stand unter dem Motto „Indien“. Viele bekannte DJs wie Armin van Buuren, The Chainsmokers oder Martin Garrix heizten die Stimmung ordentlich an. Bei der Organisation gab es allerdings ein paar Probleme. Wir waren für euch vor Ort und berichten euch hier von unseren Eindrücken.

Airbeat One: 195.000 Besucher aus 80 Ländern

„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“, sagte einmal der amerikanische Schriftsteller Henry Wadsworth Longfellow. Diese Aussage bestätigte sich am vergangenen Wochenende bei der Airbeat One mal wieder. Hier trafen sich Menschen aus aller Welt, um gemeinsam ihre Leidenschaft zur elektronischen Musik zu feiern. Das Festival toppte seinen Besucherrekord und zählte bei der diesjährigen Ausgabe sage und schreibe 65.000 Besucher pro Tag.

Bühnendesign, indisches Essen und heftiger Regen

Im wahren Sinne des Wortes wurde man beim Betreten des Festivalgeländes in eine andere Welt beziehungsweise in ein anderes Land versetzt. Die thematische Reise der Airbeat One ging nach Indien und demnach zum wohl größten Wahrzeichen des Landes: Dem Taj Mahal. Die Mainstage nahm dessen Gestalt mit einer Breite von 140 Metern sowie Höhe von 40 Metern an und sorgte für erstaunte Gesichter der Zuschauer.

Auch die Terminal-Stage wurde von den Mythen Indiens verzaubert. Der indische Gott Ganesha zierte mit seinem Elefantenkopf die Bühne im größten Zirkuszelt Europas.

Und auch der kleinste indische Bundesstaat Goa fand auf dem Gelände an der Second Stage seinen Platz. Er ist Namensgeber der Musikrichtung Psytrance und lief im Dauertakt unter einem wunderschönen Zeltdach mit Mandalas und bunten Farben.

Auch im kulinarischen Bereich war das Motto wiederzufinden. Neben den klassischen Pommes-, Bratwurst- und Pizza-Buden, gab es auch einen Stand mit indischem Essen. Für alle Curry-Fans war dieser ein absolutes Muss!

Die Crème de la Crème der DJ-Szene brachte Mecklenburg-Vorpommern zum Beben

Mehr als 200 Acts feierten auf vier großen und mehreren kleinen Bühnen mit den Besuchern zu den feinsten elektronischen Klängen. Auch die aktuelle Nummer Eins der Welt, Martin Garrix, war dabei. Er lieferte eine sensationelle Performance am Freitagabend auf der großen Mainstage. Des Weiteren standen auf der Mainstage W&W, Oliver Heldens, Armin van BuurenKSHMR, Dimitri Vegas & Like Mike und Timmy Trumpet an den Turntables und lieferten atemberaubende Sets, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Doch auch das Line-Up der anderen Bühnen konnte sich sehen lassen: Gerade die Q-Dance-Stage schien bei den Besuchern sehr beliebt zu sein. Wildstylez, Headhunterz, Brennan Heart, D-Block & S-te-Fan oder Adrenalize beeindruckten tausende von Fans mit dem Besten, was Hardstyle zu bieten hat. Zuschauerin Lisa, mit der wir uns vor Ort unterhielten, erzählte uns von ihrem Erlebnis: 

„Ich bin das erste Mal auf einem Festival und meine Freunde überredeten mich, mit ihnen zur Q-Dance-Stage zu kommen. Ab der ersten Sekunde war ich nicht nur von der Bühne, sondern auch von der Musik so geflasht, dass ich Gänsehaut bekam. Ein Gefühl, das ich so noch nie erlebt hatte und auch nie wieder mehr missen möchte! Mich hat es nicht überrascht, dass der komplette Zuschauerbereich dauerhaft bis zum Rand gefüllt war. Vielleicht sollte man diesen sogar im kommenden Jahr etwas vergrößern.“

Das gesamte Line-Up könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Über Absagen und überraschendes B2B nicht ausreichend informiert

Schon ein Tag vor Beginn der Airbeat One gab es die erste Änderung im geplanten Timetable. Afrojack musste aus unvorhersehbaren Gründen sein Set canceln. Doch Ersatz wurde schnell gefunden: Kein Geringerer als Future-House-Liebling Don Diablo durfte als Vertretung auf der Mainstage performen.

Nicht ganz so rosig lief die Absage von Steve Aoki ab. Der 41-Jährige konnte aufgrund eines familiären Zwischenfalls kurzfristig nicht an der Airbeat One teilnehmen. Allerdings erfuhren das einige seiner Fans nicht – und warteten umsonst vor der Bühne. Das Telefonnetz und Internet auf dem Gelände war leider nicht das Beste, was zur Folge hatte, dass nur die Leute von der Absage erfuhren, die auch Empfang hatten. Da es keine weitere Möglichkeit der Informationsweitergabe vom Veranstalter gab, landeten viele „Cake me“-Schilder enttäuscht im Müll.

Ähnlich verlief es mit der Neuigkeit, dass Sebastian Ingrosso nicht solo, sondern mit Swedish-House-Mafia-Kollegen Steve Angello auflegen würde. Nur einige bekamen etwa eine halbe Stunde vorher die Nachricht über die App des Festivals auf ihr Smartphone – andere gar nicht. Dass es im Anschluss einige verärgerte Kommentare gab, war mehr als verständlich! Denn so ein B2B-Highlight von zwei Dritteln der Swedish House Mafia, möchte man sich ja nun echt ungern entgehen lassen.

Schlammparty statt Regenschutz

Während es bei der Airbeat One Donnerstag noch trocken blieb, trat dann das eine Wetterextrem am Freitag und Samstag ein und ließ vor allem den letzten Tag fast gänzlich ins Wasser fallen. Natürlich liegen solche Naturgewalten außerhalb jeder Kontrolle eines Veranstalters, jedoch sollte man von einem der größten Festivals Deutschland erwarten können, dass es sich entsprechend der Wettervorhersage adäquat vorbereitet. Leider bekommt es die Airbeat One seit Jahren nicht geregelt, Holzplatten oder ähnliches vor die Bühnen zu bauen, wie es bei anderen großen Events der Fall ist.

Aufgrund dieser fehlenden Bereitstellung eines festen Untergrundes glich insbesondere die Nacht von Samstag auf Sonntag einer Schlammschlacht vor der Mainstage. Die wenigen Raver, die sich zu den Sets von Will Sparks und Danny Avila in den Matsch trauten, sahen danach dementsprechend dreckig aus. Die Mehrheit der Besucher versuchte aber, sich vor dem langen Wolkenbruch zu schützen und Unterstand zu suchen. Möglichkeiten dafür gab es zum einen im Zelt der Terminal-Stage, die zwischenzeitlich wegen Überfüllung gesperrt werden musste, und einige äußerst schlecht konzipierte Unterstände nahe des Food Courts.

Leider gab es auch keine kostenlosen Regenponchos, die wenigstens etwas vor dem Unwetter hätten schützen können. Wer einen erwerben wollte, musste ganze 5 Euro dafür hinblättern. 

Fazit

Die Airbeat One 2019 hat uns aufgrund seines starken Line-Ups überzeugt. Der persönliche Timetable war jeden Tag von Anfang bis Ende gut besetzt und jedes Genre der elektronischen Musik wurde abgedeckt. Das Thema Indien wurde sowohl bei dem Design des Festivals als auch den Bühnen mit viel Liebe zum Detail umgesetzt.

Organisatorisch sind leider ein paar Schwierigkeiten aufgetreten, die hätten vermieden werden können. Eine bessere Kommunikation über Planänderungen sollte auch ohne Internetverbindung möglich sein. Ebenso ist die Vorbereitung auf Regen optimierungsbedürftig. 

Der Kartenverkauf für 2020 startet übrigens am 01. August.

Fotocredits: Airbeat One

Armin van Buuren war begeistert!

Der niederländische Superstar-DJ Armin van Buuren stand dieses Jahr das fünfte Mal bei der Airbeat One auf der Mainstage. In einem Interview sagte er: "Die Airbeat One ist immer etwas ganz Besonderes für mich. Es ist eines der ältesten Festivals der Welt. Sie haben sich wieder überboten. Es ist eines der Highlights des Jahres für mich." Was für ein großes Lob!

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16.07.19 17:02