DJ Mag Top 100 Clubs 2024: Ibiza erneut ganz oben, Deutschland im Aufwind

DJ Mag Top 100 Clubs 2024: Ibiza erneut ganz oben, Deutschland im Aufwind

Die DJ Mag Top 100 Clubs 2024 stehen fest und zum dritten Mal in Folge steht das Hï Ibiza ganz oben. Zudem gewinnt die Mehrheit der deutschen Clubs an Plätzen und das Bootshaus landet nach einem Jahr Pause wieder in den Top 5. Für die große Überraschung hat ein Club aus Indoniesen gesorgt und schafft es direkt im ersten Jahr in die Top 10.

Das Hï Ibiza ist wieder ganz oben bei den DJ Mag Top 100 Clubs 2024

Mit einer rekordverdächtigen Anzahl von Stimmen aus fast allen Ländern der Welt geht der Titel der DJ Mag Top 100 Clubs 2024 nach Spanien! Zum dritten Mal in Folge wurde das Hï Ibiza auf Platz 1 gewählt – das gelang zuvor nur dem Green Valley von 2018 bis 2020.

Das Hï Ibiza, das 2017 seine Pforten an der legendären Playa d’en Bossa öffnete, ist eine der technologisch fortschrittlichsten Dance-Music-Destinationen der Welt und rühmt sich einer schillernden Liste hochkarätiger Residencies von Künstlern wie Black Coffee, David Guetta, Eric Prydz, FISHER und The Martinez Brothers sowie Labels wie Afterlife und Glitterbox. In der Woche der Eröffnungsparty 2024 erhält der Club nun erneut die Auszeichnung „The World’s No. 1 Club“. Auf dem Programm stehen Auftritte von Honey Dijon, TSHA, Adam Beyer, Jamie Jones, Carlita, Loco Dice und vielen anderen.

Yann Pissenem, Gründer, CEO und Eigentümer von Ushuaïa Entertainment, Ushuaïa und Hï Ibiza, kommentierte den Gewinn mit folgenden Worten:

„Wir fühlen uns zutiefst geehrt, von den Lesern des DJ Mag erneut zum Club Nr. 1 der Welt gewählt worden zu sein. Dies ist ein echtes Zeugnis für die Unterstützung unserer unglaublichen Community, und diese Auszeichnung gehört ebenso sehr euch wie uns. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem eure Energie und euer Enthusiasmus uns motiviert haben, noch härter zu arbeiten als je zuvor, und jede abgegebene Stimme ist ein Ergebnis der starken Bindung, die wir gemeinsam geschmiedet haben.

Vielen Dank an all die unglaublichen Künstler, die wir mit Stolz als unsere Familie bezeichnen, an das gesamte Team von The Night League und Hï Ibiza, an meinen Bruder Romain und das Team von High Scream, an unsere Partner und an alle, die uns weiterhin unterstützen. Während wir diesen außergewöhnlichen Meilenstein feiern, sind wir weiterhin fest entschlossen, die Messlatte höher zu legen, unvergleichliche Erlebnisse zu bieten und die Zukunft der Clubkultur neu zu definieren. Wir können es kaum erwarten, Sie alle diesen Sommer wieder bei uns zu begrüßen!“

Das Bootshaus ist erneut der beste deutsche Club

Platz 2 geht dieses Jahr an das Green Valley in Camboriú. Damit landet der brasilianische Club zum vierzehnten Mal in Folge auf dem Treppchen! Das Echostage in Washington gewinnt einen Platz und komplettiert die Top 3. Es folgt das Ushuaïa Ibiza auf Platz 4 und danach kommt auch schon der erste deutsche Club.

Das Bootshaus landet auf dem 5. Platz und kann somit eine Position im Vergleich zum Vorjahr gutmachen. Ebenfalls Plätze gutmachen konnte The Warehouse Project at Depot Mayfield in Manchester: Hier ging es um drei Plätze hoch auf den 6. Platz. Das fabric in London macht sogar zehn Plätze gut und landet auf der 7, gefolgt vom Amnesia Ibiza, das einen Platz verloren hat. Für die wohl größte Überraschung dieses Jahr hat das Savaya auf Bali gesort. Der indonesische Club landet in seinem ersten Jahr auf Platz 9. Der brasilianische Laroc Club komplettiert die Top 10.

Zwei deutsche Clubs gewinnen an Plätzen

Neben dem Bootshaus haben es drei weitere deutsche Clubs unter die DJ Mag Top 100 Clubs 2024 geschafft. Zum einen selbstverständlich das Berghain in Berlin, das erstmals seit 2020 wieder Plätze gutmachen kann. Der Club landet auf Platz 13 (+3). Auch das Watergate macht wieder Boden gut und schafft es auf den 34. Platz (+4). Nur der Tresor verliert weiter an Plätzen: Für die Berliner Kultstätte geht es fünf Plätze runter auf Position 77. Insgesamt betrachtet haben die deutschen Clubs aber wieder Plätze gewonnen und sind ein kleines bisschen im Aufwind, nachdem vergangenes Jahr alle Plätze verloren hatten.

Die vollständige Liste der DJ Mag Top 100 Clubs 2024

1. Hï Ibiza, Spanien (-)
2. Green Valley Camboriú, Brasilien (+1)
3. Echostage Washington, USA (+1)
4. Ushuaïa Ibiza, Spanien (+1)
5. Bootshaus Köln, Deuschland (+1)
6. The Warehouse Project at Depot Mayfield Manchester, UK (+3)
7. fabric London, UK (+10)
8. Amnesia Ibiza, Spanien (-1)
9. Savaya Bali, Indonesien (Neueinstieg) [Höchster Neueinsteig]
10. Laroc Club Valinhos, Brasilien (+2)
11. Illuzion Phuket, Thailand (+2)
12. Noa Beach Club Zrce, Kroatien (+16)
13. Berghain Berlin, Deuschland (+3)
14. Zouk Singapore, Singapur (-4)
15. Papaya Zrce, Kroatien (-4)
16. Play House Chengdu, China(+2)
17. Fabrik Madrid, Spanie (+5)
18. Ministry of Sound London, UK (+12)
19. Studio 338 London, UK (+2)
20. Pacha Ibiza, Spanien (+3)
21. Cavo Paradiso Mykonos, Griechenland (+3)
22. Avant Gardner & The Brooklyn Mirage New York City, USA (-14)
23. Surreal Park Balneário Camboriú, Brasilien (+48) [Höchster Aufsteiger]
24. Academy LA, USA (+7)
25. Culture Club Revelin Dubrovnik, Kroatien (-5)
26. DC-10 Ibiza, Spanien (+1)
27. Exchange LA, USA (-13)
28. The Concourse Project Austin, USA (+11)
29. ShiShi Bali, Indonesien (+18)
30. Club Space Miami, USA (+6)
31. Lost Beach Club Montañita, Ecuador (-6)
32. Wave Club Taipei, Taiwan (+2)
33. Motion Bristol, UK (-14)
34. Watergate Berlin, Deuschland (+4)
35. Warung Beach Club Itajaí, Brasilie (-6)
36. The Penthouse Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (+6)
37. Warp Shinjuku Tokyo, Japan (-4)
38. Omnia Las Vegas, USA (+3)
39. DupleX Prag, Tschechien (+14)
40. Sel Octagon Tokyo, Japan (+28)
41. Avalon Hollywood Los Angeles, USA (+10)
42. Ai Nightclub Taipei, Taiwan (+4)
43. Boomerang, Hongkong (+9)
44. 1900 Le Theatre, Vietnam (-4)
45. Crobar Buenos Aires, Argentinien (-8)
46. Zouk Las Vegas, USA (-14)
47. Space Plus Bangkok, Thailand (+19)
48. Aquarius Zrce, Kroatien (-22)
49. Marquee Nightclub & Dayclub Las Vegas, US (+12)
50. LOD (Lord of the Drinks) Kathmandu, Nepal (-1)
51. D-Edge São Paulo, Brasilien (+24)
52. MAD Club Lausanne, Schweiz (+7)
53. Soundcheck Washington, USA (+11)
54. Opium Barcelona, Spanien (Neueinstieg)
55. Amnesia Cap d’Agde, Frankreich (Neueinstieg)
56. Hakkasan Las Vegas, USA (-21)
57. The Grand Factory Beirut, Libanon (+13)
58. Nitsa Barcelona, Spanien (+19)
59. Ministry Of Fun Banská Bystrica, Slowakei (Neueinstieg)
60. Farout Beach Club Ios, Griechenland (-6)
61. Phi Beach Baja Sardinia, Italien (Neueinstieg)
62. Warehouse Nantes, Frankreich (+7)
63. ZEROTOKYO Tokio, Japan (Neueinstieg)
64. Club Galame Foshan, China (-21)
65. The Grand Boston, USA (-20)
66. Pitt Club Kuala Lumpur, Malaysia (Neueinstieg)
67. Drumsheds London, UK (Neueinstieg)
68. Rex Club Paris, Frankreich (-24)
69. Eden Ibiza, Spanien (-4)
70. Café Del Mar Phuket, Thailand (Neueinstieg)
71. Time Nightclub Costa Mesa, USA (+7)
72. Womb Tokyo, Japan (+4)
73. Marquee Singapore, Singapur (Neueinstieg)
74. Razzmatazz Barcelona, Spanien (-12)
75. FOMO Baku, Aserbaidschan (Neueinstieg)
76. Elsewhere Brooklyn, USA (-9)
77. Tresor Berlin, Deuschland (-5)
78. Home The Venue, Australien (+1)
79. Beachclub Montreal, Kanada (-29)
80. Sound Los Angeles, USA (Wiedereinstieg)
81. POC POC Garden Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam (Neueinstieg)
82. After Caposile Venedig, Italien (+1)
83. MUZE Nairobi, Kenia (-1)
84. Versuz Hasselt, Belgien (-26)
85. De School Amsterdam, Niederlande (-1)
86. Nova SD San Diego, USA (+6)
87. KOKO London, UK (Wiedereinstieg)
88. Barbarellas Discoteque Pirovac, Kroatien (-3)
89. EXE Club Sofia, Bulgarien (-2)
90. Index Dublin, Irland (Neueinstieg)
91. NOXX Hanoi, Vietnam (Neueinstieg)
92. Cromie Disco Castellaneta, Italien (-3)
93. REBEL Toronto, Kanada (Neueinstieg)
94. Hardpop Juarez, Mexiko (+6)
95. Shelter Amsterdam, Niederlande (-2)
96. New City Gas Montreal, Kanada (-1)
97. Spazio 900 Rom, Italien (Neueinstieg)
98. And Johannesburg, Südafrika (-2)
99. Octava Bogotá, Kolumbien (-1)
100. La Feria Santiago, Chile (-10)

Fakten und Trends

  • Eine rekordverdächtige Anzahl von Stimmen ist aus 229 Ländern eingegangen, wobei Raver aus Ländern wie Vanuatu, Bhutan und Grönland ihre Stimme abgegeben und ihre Lieblingsclubs unterstützt haben.
  • Fast 40 Länder haben es dieses Jahr mit ihren Veranstaltungsorten in das Ranking geschafft. Die fünf führenden Länder – USA, Spanien, Großbritannien, Brasilien und Kroatien – halten ihre Position, aber alle außer Spanien verzeichnen weniger Clubs als im vergangenen Jahr.
  • Es gibt insgesamt 16 Neueinsteiger. Das sind die meisten seit dem Voting von 2020, das genau zu dem Zeitpunkt veröffentlicht wurde, als die Welt mit COVID-19 zu kämpfen hatte – ein deutlicher Hinweis auf die Erholung der elektronischen Musikszene nach der Pandemie. Neben einigen dieser Neuzugänge sind auch neue Länder in die Rangliste aufgenommen worden (oder wieder aufgetaucht): Irland (Index), Malaysia (Pitt Club KL), die Slowakei (Ministry of Fun) und Aserbaidschan (FOMO) sind dieses Jahr dabei, wobei letzteres offiziell einen transkontinentalen Club bildet.
  • Neben dem Club Nr. 1 der Welt bleibt Europa insgesamt der Kontinent mit den meisten Clubs im Voting. Hier gibt es auch neue Einträge aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Spanien. Italien stellt ebenfalls zwei neue Clubs und steigt damit neben Deutschland auf Platz drei der europäischen Rangliste auf.
  • In Nordamerika gibt es insgesamt zwei Clubs weniger, dafür aber einen Neuzugang aus Kanada (REBEL).
  • Asien hat die restlichen Neuzugänge zu verzeichnen – zwei aus Vietnam und je einen aus Singapur, Thailand, Indonesien und Japan – und rückt damit in der kontinentalen Rangliste auf den zweiten Platz vor.
  • Indonesiens Neuzugang – das luxuriöse Savaya auf Bali – bringt das unglaubliche Kunststück fertig, direkt auf Platz 9 zu landen und damit die Auszeichnung für den höchsten Neuzugang zu erhalten, was ihn zum höchstplatzierten Veranstaltungsort Asiens macht.
  • Der brasilianische Surreal Park – mit einer Kapazität von 20.000 Plätzen eher ein permanentes Festival als ein Club – hat sich um unglaubliche 48 Plätze verbessert und ist damit der höchste Aufsteiger auf Platz 23.
  • Afrika bleibt mit den gleichen beiden Clubs wie im Vorjahr – dem kenianischen MUZE und dem südafrikanischen And Club – auf dem gleichen Platz im Ranking der Kontinente, während das australische Home The Venue die einzige Platzierung in der Region Ozeanien bleibt.
  • Fünfzehn der Top-20-Clubs und sieben der Top 10 sind in diesem Jahr aufgestiegen, viele davon nur um einen oder zwei Plätze.

Fotocredit: Hï Ibiza


Franz Beschoner

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de