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Swedish House Mafia: Ihr Welthit „Don’t You Worry Child“ wäre beinahe nie erschienen

Swedish House Mafia: Ihr Welthit „Don’t You Worry Child“ wäre beinahe nie erschienen

Heute singen ganze Festivalcrowds mit. Doch bevor „Don’t You Worry Child“ zu einer der großen Hymnen der Swedish House Mafia wurde, stand der Song auf der Kippe. Axwell erinnert sich an Zweifel beim Label – und daran, warum die drei trotzdem an ihm festhielten.

Das Label war zunächst nicht überzeugt

Bei manchen Songs kann man sich kaum vorstellen, dass es sie beinahe nicht gegeben hätte. „Don’t You Worry Child“ gehört dazu. John Martins Stimme, die Melodie, dieser Refrain: Für viele steckt darin ein ganzer Sommer, das erste große Festival oder eine Freundschaft, die damals begonnen hat.

Aus dem Studio heraus sah die Sache offenbar weniger eindeutig aus. Im Gespräch mit Brian Fink für „America’s Dance 30“ erzählt Axwell, dass der Track beinahe nicht fertig geworden wäre. Auch das Label reagierte seiner Erinnerung nach zunächst wenig begeistert. Axwell, Steve Angello und Sebastian Ingrosso wollten ihn dennoch veröffentlichen. Die bevorstehenden Abschiedsshows hätten zusätzlichen Druck gemacht, den Song endlich herauszubringen. Entscheidend sei aber ihre eigene Überzeugung gewesen: „Wir glauben daran, also los.“

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Aus den Zweifeln wurde ein Welthit

2012 erschien „Don’t You Worry Child“ schließlich mit John Martin. In Großbritannien erreichte die Single Platz eins und hielt sich sechs Wochen in den Top Ten. Für die Grammy Awards 2013 folgte eine Nominierung in der Kategorie „Best Dance Recording“.

Die Zahlen erzählen allerdings nur einen Teil der Geschichte. Für viele Fans wurde der Song zum emotionalen Mittelpunkt jener Zeit, in der sich Swedish House Mafia zunächst verabschiedeten. Und während sich seitdem musikalisch vieles verändert hat, braucht es bis heute oft nur die ersten Töne, um die Erinnerung zurückzuholen.

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Irgendwann muss ein Song das Studio verlassen

Im Interview spricht Axwell auch über das endlose Weiterarbeiten an Musik. Selbst nach Jahren im Studio sei es für die Gruppe nicht selbstverständlich, einen Track loszulassen. Wer immer weiter daran schraube, könne ihn irgendwann kaputtmachen – oder am Ende überhaupt nicht veröffentlichen.

Das dürfte vielen Produzenten bekannt vorkommen. Noch eine andere Bassline ausprobieren, hier etwas verändern, morgen mit frischen Ohren weiterhören. Einen sicheren Moment, in dem plötzlich alle Zweifel verschwinden, gibt es vermutlich selten.

Zum Glück mussten bei „Don’t You Worry Child“ nicht erst alle überzeugt sein. Sonst würde heute ein Song fehlen, bei dem sich so viele Menschen für ein paar Minuten wieder an derselben Stelle in ihrem Leben treffen.

Fotocredit: Rudgr

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de