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Spotify vs. Apple: Der Zoff der Musik-Giganten geht in die nächste Runde

Spotify vs. Apple: Der Zoff der Musik-Giganten geht in die nächste Runde

Schon gewusst?

Über 200 Millionen Menschen haben ein Bezahl-Abo bei einem Musikstreamingdienst. Die Firma Futuresource Consulting meint jetzt nun, dass bis 2022 diese Zahl sogar auf über 350 Millionen steigen wird. Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht?

Apple verschaffe sich unfaire Vorteile und verlange zu hohe Abgaben – so lauten die schweren Vorwürfe, die Spotify gegen den Tech-Giganten erhebt. Erst kürzlich gab der Musik-Streaming-Dienst Spotify bekannt, eine Kartellklage gegen Apple bei der Europäischen Kommission eingereicht zu haben. Das lassen die Kalifornier nicht auf sich sitzen.

„Time to play fair“-Kampagne von Spotify

In seiner vor kurzem gestarteten „Time to play fair“-Kampagne, kritisiert das schwedische Start-Up vor allem die sogenannte „Apple Steuer“. Apple verlangt eine Provision für Einnahmen, die über Apps aus dem Store gemacht werden - diese liegt bei 30 Prozent.

Auch Apple hat mittlerweile ein offizielles Statement veröffentlicht und nimmt Stellung zu den Vorwürfen von Spotify. Versöhnliche Töne sucht man hier vergebens, es scheint so, als ginge der Streit erst richtig los. So heißt es bei Apple:

Im Kern ist der App Store eine sichere Plattform, auf der die Nutzer auf die von ihnen entdeckten Apps und durchgeführten Transaktionen vertrauen können. Und Entwickler, vom gerade erst beginnenden bis hin zum etablierten, größeren Unternehmen, können sich darauf verlassen, dass für jeden die gleichen Regeln gelten. […]

Was Spotify fordert, ist etwas vollkommen anderes. Nachdem Spotify den App Store jahrelang genutzt hat, um sein Geschäft enorm auszubauen, ist Spotify bestrebt, alle Vorteile des App Store-Ökosystems - einschließlich der beträchtlichen Einnahmen, die es mit Kunden des App Store erzielt - einzubehalten, ohne einen Beitrag zu diesem Marktplatz zu leisten. Gleichzeitig verbreiten sie die Musik, die man schätzt während sie immer kleinere Beiträge an die Künstler, Musiker und Songwriter leisten, die sie erschaffen - und gehen sogar so weit, diese Kreativen vor Gericht zu stellen.

Apple schlägt zurück

Die Kritik an der „Apple Steuer“ weist das Unternehmen zurück. "84 Prozent der Apps im App Store zahlen nichts an Apple, wenn Anwender die App herunterladen oder nutzen“, so Apple. „Der einzige Beitrag, den Apple verlangt, ist für digitale Waren und Dienstleistungen, die innerhalb der App über unser sicheres In-App-Kaufsystem erworben werden. Wie Spotify betont, beträgt der Umsatzanteil im ersten Jahr eines Jahresabonnements 30 Prozent — aber sie haben vergessen zu erwähnen, dass dieser in den Jahren danach auf 15 Prozent sinkt.“

Apple geht in seinem Statement noch weiter und erhebt ebenfalls schwere Vorwürfe gegen Spotify. So behauptet der US-Konzern, „Spotify will alle Vorteile einer kostenlosen App, ohne diese kostenlos anzubieten“ und sein Ziel sei es „mehr Geld mit der Arbeit anderer zu verdienen“. Dies würde nicht nur Apple treffen, sondern auch Künstler, Musiker und Songwriter.

„Erst diese Woche verklagte Spotify Urheber aus dem Musikbereich“, heißt es in der Apple-Mittelung, „nachdem das US Copyright Royalty Board Spotify in einer Entscheidung aufgefordert hatte, seine Lizenzgebühren zu erhöhen.“

Der Streit zwischen den beiden Giganten scheint zu eskalieren. Was ist eure Meinung zu dem Konflikt? Wer hat Recht? Lasst es auf Facebook wissen!

Schon gewusst?

Über 200 Millionen Menschen haben ein Bezahl-Abo bei einem Musikstreamingdienst. Die Firma Futuresource Consulting meint jetzt nun, dass bis 2022 diese Zahl sogar auf über 350 Millionen steigen wird. Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht?

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18.03.19 21:16