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Acht Tracks aus der Nacht: Priyank Shah macht luzide Träume auf „KSHATRA“ hörbar

Acht Tracks aus der Nacht: Priyank Shah macht luzide Träume auf „KSHATRA“ hörbar

Luzide Träume, lange Londoner Winternächte und der Kampf mit den eigenen Gedanken: Auf seinem heute erschienenen Konzeptalbum „KSHATRA“ verarbeitet Priyank Shah eine intensive Phase der Selbstreflexion. Elektronische Produktionen treffen dabei auf indische Instrumente und eine visuelle Welt zwischen Realität und Imagination.

Zwischen Dance-Pop und indischer Musiktradition

Priyank Shah ist ein indischer Produzent, Komponist sowie Mixing- und Mastering-Engineer, der in London lebt. Seine musikalischen Wurzeln liegen in EDM und Dance-Pop. Inzwischen richtet er seinen Blick verstärkt auf atmosphärische Produktionen, persönliche Themen und zusammenhängende Erzählungen. Mit „KSHATRA“ bündelt Shah diese Entwicklung erstmals in einem achtteiligen Konzeptalbum. Produktion, Komposition sowie Mixing und Mastering übernahm er selbst. Auch die visuelle Gestaltung ist eng mit der Musik verbunden und führt die Geschichte der acht Tracks in Bildern weiter.

Im Zentrum des Albums steht eine Reise durch unterschiedliche psychologische und spirituelle Zustände. Sie beginnt mit innerer Unruhe und mentalen Konflikten, führt über Momente der Klarheit und endet schließlich im bewussten Loslassen.

Was in langen Londoner Nächten entstand

Die grundlegenden Ideen zu „KSHATRA“ entstanden während langer Winternächte in London. In der Stille setzte sich Priyank Shah mit Erinnerungen, wiederkehrenden Gedanken und außergewöhnlich lebendigen Träumen auseinander. Statt daraus voneinander unabhängige Songs zu entwickeln, formte er eine Geschichte mit klarer Richtung. „Wenn das Leben festgefahren scheint, findet der eigentliche Konflikt häufig im eigenen Kopf statt“, erklärt Shah. „Jeder Track steht für einen anderen psychologischen oder spirituellen Zustand innerhalb dieser Reise.“

Luzide Träume, in denen sich Schlafende ihres Zustands bewusst sind und das Geschehen teilweise beeinflussen können, wurden dabei zu einer wichtigen Inspiration. Das Album bewegt sich deshalb bewusst zwischen realen Erfahrungen, Erinnerungen und imaginären Welten.

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Musikalisch verbindet „KSHATRA“ elektronische Klänge und Dance-Pop-Elemente mit Sitar, Santoor und atmosphärischen Gitarren. Hinzu kommen organische Umgebungsgeräusche, die Priyank Shah in seinem eigenen Garten aufgenommen hat. Sie bilden einen natürlichen Kontrast zu den traumartigen elektronischen Passagen.

Die Sitar greift dabei das Konzept der Nava Rasa auf. Die aus der klassischen indischen Kunsttheorie stammende Lehre beschreibt neun grundlegende emotionale Zustände. Traditionelle Instrumente dienen auf „KSHATRA“ somit nicht nur als zusätzliche Klangfarbe, sondern werden Teil der inhaltlichen Erzählung.

Von „Demons“ bis „Surrender“

Den dunkelsten Punkt des Albums markiert „Demons“. Der Track steht für belastende Gedankenschleifen und innere Konflikte, die sich nicht länger verdrängen lassen.

Mit „Sartaj“ verändert sich die Perspektive. Das Stück beschreibt einen Moment spiritueller Klarheit und leitet den Ausweg aus der mentalen Dunkelheit ein. „Shree Ram“ soll anschließend das als Frisson bekannte körperliche Gefühl hervorrufen: jenen kurzen emotionalen Schauer, den besonders intensive Musik auslösen kann.

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Seinen Abschluss findet das Album mit „Surrender“. Nach dem vorangegangenen Ringen wirkt der letzte Track wie ein tiefes Ausatmen. Das titelgebende Aufgeben ist dabei nicht als Niederlage gemeint, sondern als bewusste Entscheidung, loszulassen und das Erlebte anzunehmen.

Die acht Tracks folgen damit einer Entwicklung von innerer Unruhe über spirituelle Klarheit bis zu einem Zustand der Akzeptanz. „KSHATRA“ ist nicht bloß eine Sammlung einzelner Songs, sondern als zusammenhängende Reise gedacht.

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Die Geschichte endet nicht bei der Musik

Für Priyank Shah gehört zu „KSHATRA“ auch eine eigene visuelle Welt. Dafür verbindet er filmische Live-Action-Aufnahmen mit 2D-Animationen und handgezeichneten Elementen. Traumlandschaften, spirituelle Symbole und innere Räume erhalten dadurch eine Bildsprache, die das musikalische Konzept fortführt. Die Grenzen zwischen realen Aufnahmen, Erinnerungen und Imagination verschwimmen dabei bewusst – ähnlich wie in den luziden Träumen, die am Anfang des Projekts standen.

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„KSHATRA“ ist ab heute auf allen gängigen Streamingplattformen verfügbar. Weitere Einblicke in das audiovisuelle Projekt veröffentlicht Priyank Shah über Instagram, TikTok und YouTube.

Fotocredit: Press Pic

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de