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Keine Beats, keine Drops: Armin van Buuren kündigt vier Klavierkonzerte an

Keine Beats, keine Drops: Armin van Buuren kündigt vier Klavierkonzerte an

Statt vor einer riesigen Festival-Mainstage sitzt Armin van Buuren im September viermal am Flügel. Im monumentalen Radio Kootwijk präsentiert der Niederländer sein persönlichstes Projekt – begleitet von Streichern und ganz ohne DJ-Pult.

Vier Konzerte an zwei Tagen

Armin van Buuren bringt sein Piano-Projekt an einen der ungewöhnlichsten Konzertorte der Niederlande. Am 10. und 11. September spielt er insgesamt vier Shows im Radio Kootwijk. An beiden Tagen sind jeweils eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung geplant. Wer dabei eine ruhigere Version seiner Festivalsets erwartet, liegt falsch. Für rund 90 Minuten bleiben Beats, Drops und elektronische Produktionen außen vor. Stattdessen sitzt Armin van Buuren am Flügel und wird vom Hydra Quartet sowie seinem langjährigen musikalischen Wegbegleiter Geronimo Snijtsheuvel begleitet.

Zwischen den Kompositionen erzählt der 49-Jährige von persönlichen Erfahrungen und den Geschichten hinter seiner Musik. Die Konzerte finden auf Englisch und vollständig im Sitzen statt. Tickets sind ab 79,95 Euro erhältlich.

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Vom Try-out zur eigenen Konzertreihe

Ganz neu ist diese Seite von Armin van Buuren allerdings nicht. Eine erste öffentliche Kostprobe seines Klavierprojekts gab er bereits im Oktober 2025 während des Amsterdam Dance Events. Im Apple Store am Leidseplein überraschte er das Publikum damals mit einer kurzen Live-Performance. Der eigentliche Test des Konzertformats folgte am 10. Februar 2026 im ConcertLab in Utrecht. Dort hatte Armin van Buuren zuvor auch sein Album aufgenommen. Für den als Experiment angekündigten Abend waren lediglich 250 Tickets erhältlich. Er selbst beschrieb das Konzept damals sehr deutlich: keine Dance-Musik, keine Beats, keine Drops – nur Klavier und Streicher.

Im Mai folgten fünf Konzerte auf dem Dach des Depot Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Am 21. Juli spielte er schließlich vor 1.100 Menschen im ausverkauften Openluchttheater Caprera in Bloemendaal. Nach eigenen Angaben war es seine bis dahin größte Klaviershow. Das Radio Kootwijk ist damit weder Premiere noch erster Test. Die vier neuen Konzerte setzen vielmehr eine Reihe fort, die innerhalb weniger Monate deutlich gewachsen ist.

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Ein Album ohne Blick auf den Dancefloor

Die Grundlage der Konzerte bildet das im Oktober 2025 erschienene Album „Piano“. Darauf verzichtet Armin van Buuren erstmals vollständig auf elektronische Produktionen und konzentriert sich auf Klavier und Streicher. Das Album umfasst 15 Stücke, darunter persönliche Eigenkompositionen wie „Fathers & Sons“ sowie eine reduzierte Neuinterpretation von Robert Miles’ Trance-Klassiker „Children“. Aufgenommen wurden die Stücke innerhalb von sieben Tagen im ConcertLab – jeweils in einem einzigen Take.

Was ursprünglich als persönlicher Ausgleich und Möglichkeit zum Abschalten begann, ist damit längst zu einem eigenständigen Live-Projekt geworden. Die Auftritte im Radio Kootwijk zeigen nun, dass „Piano“ für Armin van Buuren deutlich mehr als ein einmaliger Ausflug abseits der Dance-Musik ist.

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Fotocredit: Bart Heemskerk

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de