Unter seinem bekannten Namen steht KSHMR für große Festival-Momente. Mit TEJA schafft er nun Platz für einen ruhigeren Sound. Das erste Album „Mirage“ ist gemeinsam mit Ampermut und Gobi Desert Collective entstanden – und hinter dem Namen des Projekts steckt eine persönliche Erinnerung.
TEJA klingt nicht wie ein zweiter KSHMR
Mit Tracks wie „Secrets“, „Wildcard“ oder „Jammu“ hat sich KSHMR einen unverwechselbaren Sound aufgebaut: große Melodien, wuchtige Drops und Produktionen, die für Festivalbühnen gemacht sind. Sein neues Projekt TEJA schlägt eine deutlich andere Richtung ein.
Das erste Album „Mirage“ ist am 21. August über Dharma Music erschienen und bewegt sich zwischen Organic House, warmen Instrumenten und ruhiger aufgebauten Grooves. Statt auf den nächsten großen Drop zuzulaufen, lässt die Musik mehr Raum für Atmosphäre und Details. „Ich wusste nicht, wie dieser Sound zu meiner bisherigen Musik passen würde“, erklärt KSHMR. Gerade die Arbeit an dieser neuen Seite seiner Musik habe ihm jedoch wieder zusätzliche Freude am Produzieren gegeben.
Der Name erinnert an seinen jüngeren Bruder
Auch die Bezeichnung TEJA wurde nicht zufällig gewählt. Das Projekt ist nach KSHMRs verstorbenem jüngeren Bruder Tej benannt und besitzt damit eine sehr persönliche Bedeutung. Dabei ersetzt TEJA den Namen KSHMR nicht. Das neue Projekt soll vielmehr als eigener Platz für seine Organic-House-Produktionen dienen. Weitere Veröffentlichungen und auch Live-Auftritte unter dem neuen Namen sind bereits geplant.
Auf den Streamingplattformen wird „Mirage“ momentan gemeinsam KSHMR, Ampermut, dem Gobi Desert Collective und TEJA zugeschrieben. Dass dort sowohl der bekannte als auch der neue Künstlername auftauchen, kann zunächst etwas verwirren. Langfristig soll TEJA jedoch eine klar getrennte musikalische Identität bekommen.
Aus einem Radiospiel wurde ein ganzes Album
Die Zusammenarbeit mit Ampermut und dem Gobi Desert Collective begann, nachdem KSHMR einen ihrer Tracks in seiner Sendung Dharma Radio gespielt hatte. Anschließend tauschten die Künstler erste Demos und Ideen aus. Was zunächst nach einzelnen gemeinsamen Produktionen klang, entwickelte sich mit der Zeit zu einem vollständigen Album.
Insgesamt umfasst Mirage acht Tracks: „Oasis“, „Mirage“, „Nigaaro“, „Aeolian Sands“, „Lost Temple“, „Aquarius“, „Rosh“ mit Mir Iqbal und „Sundial“.
Der Name KSHMR bleibt also bestehen. TEJA ist kein Ersatz, sondern ein zweiter Raum für Musik, die im bisherigen Projekt wahrscheinlich nicht richtig aufgehoben gewesen wäre. Mit „Mirage“ bekommt dieser neue Teil seiner Arbeit nun erstmals einen eigenen Namen.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
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