Der Rave-Referee
Culture

Er sorgt für Fairness beim Feiern: Der Rave-Referee

Er sorgt für Fairness beim Feiern: Der Rave-Referee

Schon gewusst?

Moshpits haben ihren Ursprung irgendwo in der englischen Metalszene der 80er-Jahre. Das Wort setzt sich aus „mosh“ (deutsch „Chaos“/ „emotional“) und „pit“ (deutsch „Grube“/ „Kessel“) zusammen und alles, was niemanden vorsätzlich verletzt, ist im „pit“ erlaubt.

Fabian Schickedanz

Fabian Schickedanz

Author

 

M:fabian.schickedanz@djmag.de


Vielleicht habt ihr ihn schon einmal persönlich getroffen, vielleicht nur von ihm gehört: Wendell Dominguez alias der „Rave Referee“ sorgt für Recht und Ordnung in Moshpits und Walls of Death. Er hat sich ein Schiedsrichteroutfit gebastelt und passt auf, dass Raves nicht ausarten.

Wendell Dominguez: Der Rave-Referee

Anpfiff zum Moshpit! So oder so ähnlich könnte der Slogan des Rave Refs lauten. Wendell Dominguez heißt er mit bürgerlichem Namen und schmeißt sich kurz vor dem Drop mitten in den Moshpit um für Recht und Ordnung zu sorgen – und ihn anzupfeifen. Sein Kostüm entstand zufällig, nämlich als Dominguez ein Halloween-Kostüm suchte und sich auf einem Rave als Schiedsrichter verkleidete. Er dachte sich „wer mag schon einen Schiedsrichter“ und ging im Zebra-Shirt und mit Trillerpfeife bewaffnet los. 

Dass er dort auf viel positives Feedback traf, hat ihn ermutigt weiterzumachen und der Rave Referee war geboren. Durch ihn sind infolge einige 1 vs. 1 Moshpits, „Girls only“-Moshpits und Limbo-Wettbewerbe mitten in der Crowd entstanden. Dominguez geht im wahrsten Sinne des Wortes dahin, wo es wehtut. Zum Beispiel, wenn er sich mitten in eine Wall of Death stellt, um zu schauen, ob jeder heil davonkommt oder ob jemand verletzt wird. In diesem Fall schreitet er sofort ein, pfeift laut und eskortiert mit freiwilligen Helfern die verletzte Person zum Sanitätszelt.

Am Ende feiern alle zusammen im Moshpit

Aus einer lustigen Idee ist eine ernste Angelegenheit geworden, weil der Rave Ref inzwischen eine Konstante in den chaotischsten Situationen geworden ist. Wenn jemand stürzt oder seine Wertsachen verliert, ist Dominguez zur Stelle und hilft dem Betroffenen. Wenn er etwa ein Handy findet oder von jemandem in die Hand gedrückt bekommt, sucht er den Besitzer und lässt das Handy entsperren, bevor er es wieder hergibt. Er besorgt Wasser für dehydrierte Leute und schlichtet, wenn die Stimmung zu aggressiv wird.

„If people were to take anything away from The Rave Ref I would want them to take the positivity that I bring and just spread it, help people when they need help, look out for one another, make everyone feel included and just have fun.“

Negatives Feedback bekommt er selten. Wenn doch, erläutert Dominguez immer direkt seinen Standpunkt und erklärt, dass er nur dafür da ist zu helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Er selbst sagt „es endet immer gleich – nämlich dass wir danach zusammen im Moshpit feiern“.

Fotocredit: The rave ref (via Instagram)

Schon gewusst?

Moshpits haben ihren Ursprung irgendwo in der englischen Metalszene der 80er-Jahre. Das Wort setzt sich aus „mosh“ (deutsch „Chaos“/ „emotional“) und „pit“ (deutsch „Grube“/ „Kessel“) zusammen und alles, was niemanden vorsätzlich verletzt, ist im „pit“ erlaubt.

Fabian Schickedanz

Fabian Schickedanz

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M:fabian.schickedanz@djmag.de


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16.06.22 19:57