Dave Clarke kritisiert die DJ-Szene: „Ich schäme mich fast, als DJ bekannt zu sein“

Dave Clarke kritisiert die DJ-Szene: „Ich schäme mich fast, als DJ bekannt zu sein“

Techno-Legende Dave Clarke nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die heutige DJ-Kultur geht. In einem Interview mit Music Radar äußert er seine Bedenken über den aktuellen Zustand der Szene und betont die Bedeutung von Musikalität und Know-how.

Kritische Einblicke von Dave Clarke in die moderne DJ-Welt

Dave Clarke, bekannt als einer der einflussreichsten DJs der 90er-Jahre, bringt seine Sorge über die aktuelle Entwicklung in der DJ-Szene zum Ausdruck. In einem Interview mit Music Radar, das anlässlich des 30-jährigen Jubiläums seines wegweisenden Albums „Archive One“ geführt wurde, beklagt Clarke den Trend, bei dem die Performance auf der Bühne wichtiger erscheint als die Musik selbst.

„Ich habe Phasen erlebt, in denen ich stolz darauf war, ein DJ zu sein. Jetzt schäme ich mich fast, als DJ bekannt zu sein“, sagt Clarke. Er kritisiert den Fokus auf extravagante Auftritte und betont die Notwendigkeit, das DJing und die Musik wieder in den Vordergrund zu stellen. Trotz seiner Bedenken bleibt Clarke optimistisch und hofft darauf, dass sich die Szene wieder auf ihre musikalischen Wurzeln besinnt.


„Es gibt so viel Licht auf der Bühne und alle tanzen – ich habe nichts dagegen, dass die Leute tanzen, aber es ist einfach so, dass die Performance wichtiger ist als die Musik. Wir befinden uns in einer seltsamen Ära, in der es viel zu viele Leute gibt, die sich DJs nennen.“

– Dave Clarke

In dem ausführlichen Interview spricht Dave Clarke auch über die Herausforderungen der Musikproduktion in den 90er-Jahren und seine Herangehensweise an Remixe. Seine klaren Worte und seine langjährige Erfahrung bieten einen faszinierenden Einblick in die Welt des Techno und des DJing.

Das vollständige Interview könnt ihr hier sehen und hören:

Fotocredit: Gered Mankowitz


Franz Beschoner

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de