Fast acht Jahre nach seinem Tod ist Avicii auf Spotify nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung. Laut den von Kworb erfassten Streaming-Daten steht der schwedische Produzent aktuell in den All-Time-Top-100 – getragen von einem Katalog, der mit „Wake Me Up“ gerade erst die nächste Milliardenmarke geknackt hat.
Mehr als 20 Milliarden Streams – und kein Ende in Sicht
Avicii ist für die Szene längst mehr als nur ein Name aus der EDM-Geschichte der 2010er Jahre. Seine Musik läuft nach wie vor auf einem Niveau, das selbst Jahre nach seinem Tod auffällt. Laut den aktuellen Kworb-Daten kommt sein Spotify-Katalog inzwischen auf mehr als 20,24 Milliarden Streams. Damit belegt er aktuell Platz 96 der meistgestreamten Künstler aller Zeiten auf Spotify. Allein „Wake Me Up” wurde mehr als 3,03 Milliarden Mal gestreamt und verzeichnet täglich rund 1,14 Millionen weitere Streams.
Dass Avicii damit weiterhin ganz vorne mitspielt, ist kein reiner Nostalgie-Effekt. Gleich mehrere seiner größten Songs sind fest im Milliarden-Club verankert, darunter „Wake Me Up“, „The Nights“, „Waiting For Love“ und „Without You“. Gerade diese Konstanz macht die Zahl so beeindruckend: Sein Katalog wird nicht nur erinnert, sondern aktiv weitergehört.
Die Platzierung basiert auf den live geführten Kworb-Rankings und stellt keine offizielle Spotify-Auszeichnung dar. Als Indikator für seine anhaltende Relevanz taugt sie trotzdem. Denn dass Avicii fast acht Jahre nach seinem Tod weiterhin in solchen Größenordnungen gestreamt wird, sagt mehr aus als jede nostalgische Rückschau.
Dazu passt auch, dass sein Katalog zuletzt noch einmal neuen Schub bekommen hat. Im Mai 2025 erschien mit „Avicii Forever“ eine offizielle Compilation, auf der auch der zuvor unveröffentlichte Song „Let’s Ride Away“ zu finden ist. Das hat seine Musik zwar nicht neu erfunden, aber erneut gezeigt, wie präsent Aviciis Werk bis heute geblieben ist.
Letztendlich sagt diese Zahl vor allem eines aus, was viele in der Szene ohnehin längst spüren: Avicii ist aus dem Alltag der elektronischen Musik nie wirklich verschwunden. Seine Songs laufen weiter, als hätten sie ihren festen Platz in der Gegenwart nie abgegeben. Vielleicht ist genau das das Beeindruckendste an diesem Katalog: Er lebt nicht nur als Vermächtnis weiter, sondern ist für Millionen Menschen bis heute ganz unmittelbar präsent.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
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