deadmau5 hat 27 geretteten Katzen und Kitten in Kanada geholfen. Der Produzent übernahm die kompletten Tierarztkosten in Höhe von 30.000 US-Dollar, nachdem die Tiere aus einem Haushalt nahe Oakville in Ontario gerettet worden waren.
deadmau5 hilft Tierheim in Kanada
Die Humane Society of Oakville, Milton & Halton hatte die Katzen am Ende Mai aufgenommen. Die Tiere sind zwischen drei Monaten und drei Jahren alt, viele von ihnen waren zuvor offenbar noch nie bei einem Tierarzt. Für Aufnahmeuntersuchungen, Impfungen, Kastrationen, Mikrochips und die weitere Versorgung bat die Organisation die Öffentlichkeit um Unterstützung.
Wenige Tage später meldete sich deadmau5 in den Kommentaren des Tierheims mit einer knappen, aber ziemlich eindeutigen Antwort: „I got you!“ Der kanadische Produzent, der bürgerlich Joel Zimmerman heißt, übernahm daraufhin die komplette Summe.
Für das Tierheim kam die Hilfe offenbar überraschend. Jeff Vallentin, Executive Director der Humane Society of Oakville, Milton & Halton, erklärte, man habe in der Einrichtung schon viele besondere Momente erlebt, eine Nachricht von deadmau5 auf Instagram habe man aber nicht kommen sehen. Neben der finanziellen Hilfe sei vor allem die Aufmerksamkeit wichtig, die Zimmerman auf die Arbeit des Tierheims gelenkt habe.
Fans sollen die Katzen benennen
Bei der Spende blieb es nicht. deadmau5 rief seine Fans anschließend über Instagram dazu auf, Namensvorschläge für die 27 Katzen einzureichen. Später soll über die Namen abgestimmt werden. Gleichzeitig sollen die Tiere, sobald sie medizinisch versorgt und bereit sind, neue Zuhause finden.
Dass ausgerechnet deadmau5 hier einspringt, passt zu seinem öffentlichen Bild. Der Produzent ist seit Jahren als Katzenliebhaber bekannt, hat selbst mehrere gerettete Katzen und unterstützt unter anderem auch Organisationen wie die Toronto Humane Society. Anfang Juni startete er außerdem einen eigenen Reverb-Shop mit Musik-Equipment, Tourpostern und Merch. Ein Teil der Einnahmen soll der kanadischen Non-Profit-Organisation Toronto Cat Rescue zugutekommen.
Die Geschichte zeigt, wie schnell direkte Hilfe wirken kann, wenn Künstler ihre Reichweite nicht nur für Musik, Tourdaten oder Releases nutzen. In diesem Fall geht es um 27 Tiere, ein lokales Tierheim – und einen Produzenten, der nicht lange redete, sondern einfach zahlte.
Fotocredit: Rukes

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




