Das MOMEM hat eröffnet: Erste Ausstellung mit Sven Väth

Das MOMEM hat eröffnet: Erste Ausstellung mit Sven Väth

Fünf Jahre lang war die Eröffnung des Museum Of Modern Electronic Music (MOMEM) im Gespräch, zuletzt musste sie im Oktober coronabedingt erneut verschoben werden. Nun hat das Musem am 6. April endlich eröffnet und den Auftakt der wechselnden Ausstellungen macht kein Geringerer als Sven Väth.

Das Museum Of Modern Electronic Music hat in Frankfurt eröffnet

Die Idee für das Projekt des Friends of MOMEM e.V. kommt von den beiden Technoclub-Gründern Alexander Azary und Talla 2XLC. Beide ihres Zeichens Frankfurter Szene-Pioniere, die den Begriff Techno in Deutschland maßgeblich mitgeprägt haben. Ihr erklärtes Ziel: Die Hintergründe elektronischer Musik für alle zugänglich zu machen. Erste Pläne entstanden bereits 2011, angekündigt wurde das Techno-Museum dann im April 2015.

Anschließend stockte das Vorhaben mehrfach, im Jahr 2019 stand das MOMEM sogar vor dem Aus. Doch jetzt ist es endlich so weit: Nachdem die ursprünglich geplante Eröffnung im Oktober 2021 wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste, wurde das Museum Of Modern Electronic Music im April 2022 endlich eröffnet.

Das MOMEM ist mitten im Frankfurter „Loch“ auf der B-Ebene der Frankfurter Hauptfeuerwache angesiedelt. Dieser Platz ist schon immer stark mit der Frankfurter Jugendkultur verknüpft: „Früher haben sich hier Punks und Skater getroffen“, so Alex Azary. Sven Väth ist der Protagonist der Eröffnungsausstellung. Der Musiker arbeitet hierbei mit einem weiteren Frankfurter zusammen, dem Städelschul-Professor Tobias Rehberger. Zudem sollen in der Ausstellung Werke von Andreas Gursky zu sehen sein. Einen besseren Auftakt habe man sich nicht wünschen können und man sei „schon ein bisschen stolz“, sagt Alex Azary, der Vorsitzende des Vereins MOMEM.

MOMEM Plaza vor dem Museum

Neben der Ausstellung im Innenbereich ist noch viel mehr geplant. So soll auch der Außenbereich des Museums sowie die Fläche davor genutzt werden – der sogenannte „MOMEM Plaza“. Geplant ist außerdem, die noch verglaste Fassade mit interaktiven Displays zu verkleiden. Dadurch sollen Museumsbesucher, aber auch Fußgänger rund um die Uhr – auch wenn das Museum bereits geschlossen ist – angesprochen werden, heißt es vonseiten der zuständigen Designbüros. Gelingen soll das durch Sound und Visualisierungen, aber auch durch den Einsatz der eigenen Smartphones.

Fotocredit: MOMEM

Facts

Früher war das MOMEM ein Kindermuseum. Nun dominieren dort dunkle Töne, farbige Lichter, die an Neonröhren erinnern und der Empfangstresen ist aus dem Material von Lautsprecherboxen aus Clubs gebaut. Überhaupt kommt weniger Museums-, denn Nachtleben-Feeling auf. Damit spiegeln auch Interieur und Architektur perfekt das Thema des MOMEM wider.


Franz Liesenhoff

Franz Liesenhoff

Head of Editorial / franz@djmag.de