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Kaum wiederzuerkennen: Warum Armin van Buuren als Dragqueen im TV auftritt

Kaum wiederzuerkennen: Warum Armin van Buuren als Dragqueen im TV auftritt

Für die niederländische TV-Show „Make Up Your Mind“ wurde Armin van Buuren zu Dragqueen Daisy Belle und erhielt bei seiner Enthüllung stehende Ovationen. Hinter der spektakulären Verwandlung steckt eine klare Botschaft, die allerdings nicht überall gut ankam.

Fünf Stunden in der Maske

Normalerweise kennt man Armin van Buuren von großen Stages und vor Zehntausenden Menschen. Am Wochenende präsentierte sich der niederländische Trance-Star seinem Publikum jedoch so, wie ihn vermutlich selbst langjährige Fans noch nie gesehen haben. In der RTL-4-Sendung „Make Up Your Mind“ trat der 49-Jährige als Dragqueen Daisy Belle auf. Das Konzept der Show: Bekannte niederländische Persönlichkeiten schlüpfen in aufwendig inszenierte Drag-Rollen, während eine Jury versucht, ihre wahre Identität zu erraten.

Armin van Buuren blieb bis zur großen Enthüllung unerkannt. Als Moderator Carlo Boszhard schließlich seinen Namen verkündete, reagierten Jury und Publikum zunächst fassungslos und anschließend mit stehenden Ovationen. Für die Verwandlung hatte Armin van Buuren rund fünf Stunden in der Maske verbracht. Auch der Auftritt auf hohen Schuhen stellte ihn vor eine ungewohnte Herausforderung. Nach seiner Enthüllung scherzte er, er sei froh, noch auf den Beinen zu stehen. Die gesamte Erfahrung bezeichnete er als fantastisch: „Es ist einfach Kunst.“

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„Sei, wer du sein willst“

Armin van Buuren nimmt nach eigener Aussage nur selten an Unterhaltungssendungen teil. Bei „Make Up Your Mind“ habe ihn jedoch die Botschaft hinter dem Format überzeugt. Sein Auftritt sollte nicht lediglich für einen überraschenden Fernseh-Moment sorgen. Der DJ wollte damit öffentlich für Akzeptanz, freie Entfaltung und sichere Räume eintreten. Als Veranstalter sei es ihm wichtig, dass sich jeder Mensch bei seinen Shows willkommen fühle und selbst sein könne.

Auch in einem anschließenden Statement betonte der A-State-Of-Trance-Gründer, dass Musik und die Dance-Kultur für Freiheit, Ausdruck und Gemeinschaft stünden. Zudem erinnerte er daran, dass elektronische Tanzmusik zu einem großen Teil aus der LGBTQIA+ Community hervorgegangen sei.

Negative Reaktionen aus dem Ausland

Der überwiegende Teil der Reaktionen auf seine Verwandlung sei positiv ausgefallen. Gegenüber RTL Boulevard berichtete Armin van Buuren allerdings auch von negativen Nachrichten, die vor allem aus dem Ausland gekommen seien. Dass ein solcher Auftritt im Jahr 2026 noch immer derart heftige Reaktionen auslöse, habe ihn nachdenklich gemacht. Trotzdem bleibe er bei seiner Botschaft: Menschen sollten nicht anhand ihres Aussehens oder ihrer Identität beurteilt werden, sondern danach, wie sie mit anderen umgehen.

Damit war Armin van Buurens Auftritt weit mehr als ein überraschender TV-Gag. Gerade die ablehnenden Reaktionen zeigen, weshalb sein Einsatz für Akzeptanz und sichere Dancefloors offenbar noch immer notwendig ist.

Fotocredit: Press Pic

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de