Amelie Lens veröffentlicht im September ihr erstes Studioalbum. „AURA“ erscheint über ihr eigenes Label EXHALE und bündelt die bisher persönlichste Seite der belgischen Techno-Künstlerin – zwischen Club-Ekstase, Mutterschaft und der Verbindung zum Publikum.
Ein spätes Debüt mit Gewicht
Amelie Lens hat ihr Debütalbum angekündigt. „AURA“ erscheint am 4. September 2026 über ihr eigenes Label EXHALE und markiert einen besonderen Punkt in der Karriere der belgischen Techno-Künstlerin. Denn so selbstverständlich Lens seit Jahren zu den prägenden Namen des modernen Techno gehört, so überraschend ist auf den zweiten Blick: Ein vollständiges Studioalbum gab es von ihr bisher noch nicht.
Mit „AURA“ öffnet Lens nun ein größeres Kapitel. Das Album umfasst elf Tracks, die alle von ihr selbst produziert wurden. Eine Kollaboration ist ebenfalls Teil der Platte, der beteiligte Act soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Neben der digitalen Veröffentlichung ist auch eine physische Ausgabe als Gatefold-Doppelvinyl in Blau und Weiß geplant.
„AURA“ erzählt von Verbindung, Energie und Veränderung
Inhaltlich beschreibt Amelie Lens das Album als ihr bislang persönlichstes Werk. „AURA“ erzähle ihre Geschichte: von den ersten Nächten in kleinen Clubs über lange Fahrten zu eigenen Gigs bis hin zu großen Festivalbühnen, ihrer Rolle als Mutter, dem Aufbau von EXHALE und der Suche nach Balance zwischen all diesen Welten.
„Dies ist die ehrlichste Version von mir, die ich je geteilt habe“, sagt Lens über das Album. Der Titel steht dabei für die Verbindung zwischen ihr und dem Publikum – jenes Gefühl, das Lens selbst früh in Clubs gefunden hat und das sie nun in ein größeres musikalisches Format übersetzt.
Musikalisch soll „AURA“ emotional, aber kraftvoll bleiben. Lens selbst spricht von Tracks für große Festivalmomente, aber auch von psychedelischen Stücken für 4 Uhr morgens im Berliner RSO. Genau diese Spannung gehört seit Jahren zu ihrem Sound: Druck, Tempo und Direktheit, aber immer wieder auch Momente, in denen Licht durch die Härte bricht.
„our frequency“ ist der neue Vorbote
Mit „our frequency“ ist zur Albumankündigung nun ein weiterer Vorbote erschienen. Zuvor waren bereits „falling into acid dreams“ und „whatever you do“ draußen. Der neue Track arbeitet mit Lens’ eigenen Vocals, treibenden Beats und drückendem Bass. Damit zeigt sich bereits, wohin „AURA“ führen könnte: nicht weg vom Club, aber tiefer in eine eigene Welt hinein. Groß genug für Festivalbühnen, roh genug für dunkle Floors, persönlich genug, um nicht nur als Sammlung funktionaler Techno-Tracks durchzugehen.
Parallel zum Album baut Amelie Lens auch ihre AURA-Show weiter aus. Das neue Live-Konzept verbindet immersive Visuals mit Licht, Kontrast, Energie und Emotion und soll im Laufe des Jahres weltweit auf großen Bühnen ausgerollt werden. In Deutschland stehen aktuell unter anderem Auftritte beim Kiesgrube Festival in Neuss, beim Airbeat One Festival und beim Sea You Festival in Freiburg im Kalender.
Für Amelie Lens ist „AURA“ damit mehr als ein spätes Debütalbum. Es ist der Versuch, die verschiedenen Linien ihrer Karriere zusammenzuführen: die Energie der frühen Clubnächte, den globalen Druck der großen Bühnen, die Community rund um EXHALE und eine persönliche Entwicklung, die längst über reinen Peak-Time-Techno hinausgeht.
Fotocredit: Daniil Lavrowski

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




