Mikrofon in das Yanny oder Laurel gesprochen wird
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Yanny vs. Laurel: Das steckt hinter dem Netztrend

Yanny vs. Laurel: Das steckt hinter dem Netztrend

Wusstest du schon?

Bereits im Mutterleib können Ungeborene hören. Etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche entwickelt sich der Hörsinn. Die Babys nehmen nicht nur Umgebungsgeräusche wahr, sondern auch Musik und Stimmen.

Franz

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M:[email protected]


Im Internet sorgt ein Audioclip derzeit für Verwirrung. Die einen hören das Wort „Yanny“ und die anderen hören das Wort „Laurel“. Doch woran liegt das?

Jeder hört etwas anderes - wie kann das sein?

Wer errinert sich noch an das Kleid, das damals die Internetgemeinde spaltete? Einige meinten es sei blau-schwarz, die anderen waren der Meinung, es sei weiß-gold. Nun gibt es ein ähnliches Phänomen, das auf unterschiedlicher Wahrnehmung beruht.

Vor einigen Tagen tauchte auf der Platform Reddit ein Audioclip auf. Mittlerweile macht er im gesamten Internet die Runde und wurde zehntausende Male geteilt und kommentiert. In dem kurzen Clip liest eine Stimme ein Wort vor.

Für die einen klingt es wie „Yanny“ und für die anderen klingt es wie „Laurel“. Liest man diese beiden Wörter nur, fragt man sich, wie man zwei so unterschiedliche Sachen verstehen kann. Auf jeden Fall teilt der Clip das Internet in zwei Lager. Yanny vs. Laurel stellt sich damit in eine Reihe mit Mayweather vs. McGregor oder ob Ananas auf Pizza darf (nein, definitiv nicht).

Viele Theorien und Experten befassen sich Yanny vs. Laurel

Etliche Theorien kursieren darüber, warum die Menschen Unterschiedliches hören. Der New York Times erklärt Jody Kreiman vom Sprachwahrnehmungslabor der University of California in Los Angeles, dass die akustischen Muster der beiden Wörter gar nicht so unterschiedlich seien. „Der energetische Aufwand für Ya ist dem für La ähnlich.“ Zudem sei das R aus „Laurel“ ähnlich wie das N von „Yanny“. Man bräuchte allerdings eine aufwendige Analyse im Labor, um genauere Aussagen zu tätigen.

David Alais von der University of Sydney vergleicht den Effekt mit dem, den wir von optischen Täuschungen von sogenannten Kippfiguren kennen. Man erkennt entweder das eine oder das andere Bild. Dabei kann sich das menschliche Gehirn nicht entscheiden, welchem Reiz es folgen soll, sagte der Psychologe der britisichen Zeitung The Guardian.

Vermutlich seien verschiedene Frequenzen der Auslöser des unterschiedlichen Hörens, sagt ein anderer Experte. So bestünden die meisten Sounds aus mehreren Frequenzen gleichzeitig. Außerdem glaubt der Neurowissenschaftler Lars Riecke von der Universität Maastricht, dass manche Frequenzen künstlich erhöht wurden.

Tatsächlich kann man anhand des Videos hören, wie das Wort über die Frequenzsteuerung manipuliert werden kann. Anschließlich noch die Antwort auf die Frage, was tatsächlich in der Datei zu hören sein soll: „Laurel“ - das englische Wort für Lorbeerkranz. Aufgenommen wurde die Stimme laut wired.com von einem Opernsänger, einem Mitglied der Originalbesetzung des Musicals Cats. Dieser habe insgesamt mehr als 36.000 Worte für die Vokabel-Website vocabulary.com aufgenommen.

Credit: Matt Botsford

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Bereits im Mutterleib können Ungeborene hören. Etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche entwickelt sich der Hörsinn. Die Babys nehmen nicht nur Umgebungsgeräusche wahr, sondern auch Musik und Stimmen.

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18.05.18 15:55