Zedd klettert auf einen kleinen Tisch im Studio
Producing

Studio selbst einrichten: Checkliste für das perfekte Homestudio

Studio selbst einrichten: Checkliste für das perfekte Homestudio

Homestudio - eine Budgetfrage

Egal wie gut Studio-Equipment sein mag, manchmal lohnt es sich nicht, die teuersten Geräte und Features zu kaufen. Gerade für Einsteiger sind günstigere Angebote, die bessere Option. Auch mit wenig Geld lässt sich oft professionelle Musik produzieren – und Aufrüsten geht ja immer.

Marvin

Marvin

Autor

 

M:[email protected]


Das Einrichten eines eigenen Studios kann einen schnell vor schwierige Entscheidungen stellen. Die Menge an Produkten ist undurchschaubar und die Preisspannen oft riesig. Daher haben wir für euch eine Checkliste zusammengestellt, mit Empfehlungen, die ihr für euer neues Homestudio brauchen könnt.

So gestalest du dein perfektes Homestudio

1. Studiotisch

Es gibt unzählige Angebote von Herstellern im Bereich Studiotische – manche sind viel zu teuer für das Homestudio andere eignen sich schlicht nicht. Der Tisch sollte stabil und sicher sein und genügend Platz für das Equipment bieten. Gute Tische liegen preislich bei den meisten Herstellern zwischen 350 und 1000 Euro. Hochwertige Produkte bieten in dieser Preisklasse zum Beispiel Zaor und Eusonic (Output). Für den Anfang reicht oft auch ein großer, flacher Tisch.

Wer die Möglichkeit hat seinen Tisch selbst herzustellen, spart sich nicht nur eine Menge Geld, sondern kann auch seine eigenen Wünsche in die Kreation mit einfließen lassen.

Studio Tisch mit Equipment in einem Zimmer

2. Computer

Für ein Studio Zuhause ist fast jeder PC geeignet. Allerdings lohnt es sich, einen leistungsstarken Rechner zu verwenden oder in eine gute technische Ausstattung zu investieren. Je mehr Plug-Ins ind DAWs geladen werden, desto rechenaufwendiger wird das Musikprojekt. Daher ist eine gute CPU für aufwendige Produktionen wichtig. Die Prozessoren AMD Ryzen 5 und Intel Core i5 sind für DAWs normalerweise ausreichend. Wer aufrüsten möchte, sollte sich auf mehr Arbeitsspeicher, SSD Speicher und bessere CPUs fokussieren. 

Ableton Live auf Laptop Bildschirmen

3. DAW

Wer sich nach einer DAW umschaut, kann bei der Auswahl heutzutage nicht viel falsch machen. Mit nahezu jeder Digital Audio Workstation lässt sich professionell Musik produzieren. Die bekanntesten Programme sind FL Studio, Ableton LiveLogic Pro und Cubase.

Die Entscheidung liegt lediglich bei der Präferenz und beim Preis. Die meisen Hersteller bieten Einsteigerversionen ab 79 bis 99 Euro an. Tipp: Demoversionen ermöglichen es, einen ersten Eindruck zu bekommen und die Kaufentscheidung zu vereinfachen.

4. Audiointerface

In Sachen Audiointerface gibt es eine große Bandbreite an Geräten. Wer hierbei tief in die Tasche greift, wird in der Regel auch bessere Produkte erhalten. Doch auch für 100 bis 200 Euro gibt es Geräte, die für ein Homestudio ideal geeignet sind. Topseller auf dem Markt sind derzeit das Focusrite Scarlett 2i2 (2G) und das Steinberg UR22 MKII Audiointerface

Wer nach hochwertigeren Audiointerfacen und Soundkarten sucht, für den sind Produkte von Universal Audio wie das Universal Audio Apollo Quad Firewire zu empfehlen. Insbesondere für Apple Geräte ist das Audiointerface Apogee Duet oder das Apogee Quartet eine gute Investition. Die Preise liegen hier bei 500 bis 1800 Euro.

Je nach Anwendungsbereich und Umfang der Produktion kann die richtige Wahl des Interfaces varrieren. Daher solltet man als Erstes auf die nötigen Anschlüsse und Latenzen achten.

Monitor neben Bildschirm in einem Studio

5. Studiomonitore

Auch hier sind derzeit eine Unmenge an Produkten auf dem Markt. Für das eigene Studio eignen sich in der Regel sechs oder acht Zoll Tieftöner. Die KRK Monitore gehören mit zu den Bekanntesten in ihrer Klasse und sind gut an der gelben Abschirmung zu erkennen.

Positiv ist ihr gutes Preisleistungsverhältnis. Ab 125 Euro bekommt man bereits die KRK RP5 RoKit G3. Für basslastigere, elektronische Musik sind die KRK RP6 oder RP8 allerdings besser geeignet. Gute Alternativen in der günstigeren Preisklasse von ca. 150 bis 400 Euro bieten unter anderem Yamaha und Genelec

Marken wie Dynaudio, Neumann und Focal stellen hingegen qualitativ hochwertigere Monitore her. Modelle wie die Dynaudio BM6 MKII, Focal SM9 und die Neumann KH 120 A bzw. 310 A zählen zu den professionelsten aktiven Studiolautsprechern. Preislich liegen diese bei ca. 500 bis 4000 Euro.

Die Größe und die Position der Studiomonitore sollten am Besten dem Raum angepasst sein. Mehr Informationen über das richtige Aufstellen der Monitore findet ihr hier:

6. Studiokopfhörer

Wer viel unterwegs ist oder einfach eine gute Referenz zu den Monitoren haben möchte, benötigt auch Studiokopfhörer. Zu den beliebtesten Modellen gehört der DT 770 PRO von Beyerdynamic. Dieser ist preislich bei um die 150 Euro einzuordnen. Teurere Modelle wie der DT 1770 Pro oder der Sennheiser HD800 bieten für den satten Preisaufschlag auch einen Klanglich transparenteren Sound.

Diese Kopfhörer kosten ungefär 400 bis 1000 Euro. Bei Preisen unter 100 Euro, fällt besonders der AKG K-240 Studio Kopfhörer positiv auf. Auch hier ist es Präferenzsache, ob man sich für den Anfang günstige Produkte zulegt oder sofort in hochwertigere Modelle investiert.

Bevor man sich aber entscheidet, sollte man Studiokopfhörer erst einmal testen und vergleichen. Dafür empfiehlt es sich, die Kopfhörer beim Händler vor Ort zu kaufen.

7. MIDI Keyboard

Bereits für ca. 60 bis 120 Euro bekommt man bereits sehr gute MIDI Keybords verschiedener Hersteller. Das am besten geeignetste Gerät hängt vom Platz und von den eigenen Anforderungen ab. Wenn der Homestudiotisch genügend Platz bietet, lohnt es sich durchaus, ein Keyboard mit 49 bis 88 Tasten anzuschaffen.

Bei kleinen Studios reicht aber auch meist ein Keyboard mit weniger Tasten. Für die Kaufentscheidung spielen natürlich Funktionsmöglichkeiten eine große Rolle. Pitchband und zusätzliche MIDI-Controller sind für die meisten Anwendungen sehr hilfreich. Für den klassischen Klavieranschlag empfiehlt sich ein E-Piano oder ein Masterkeyboard mit Hammermechanik.

Fotocredits: Rukes, Ableton, Output, Dynaudio

Homestudio - eine Budgetfrage

Egal wie gut Studio-Equipment sein mag, manchmal lohnt es sich nicht, die teuersten Geräte und Features zu kaufen. Gerade für Einsteiger sind günstigere Angebote, die bessere Option. Auch mit wenig Geld lässt sich oft professionelle Musik produzieren – und Aufrüsten geht ja immer.

Marvin

Marvin

Autor

 

M:[email protected]


zurück
14.01.19 10:48