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Schüsse beim Aarauer Rave: Tatverdächtiger festgenommen

Schüsse beim Aarauer Rave: Tatverdächtiger festgenommen

Nach den tödlichen Schüssen beim Aarauer Rave hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 43-jährigen Schweizer. Die Ermittler gehen derzeit von einem Einzeltäter aus, das Motiv ist weiterhin unklar.

Festnahme in der Nacht auf Montag

Die Festnahme erfolgte am Montag kurz vor 1 Uhr im Zuge der groß angelegten Fahndung. Der 43-jährige Schweizer steht unter dem Verdacht, für die Schüsse beim Aarauer Rave verantwortlich zu sein. Weitere Angaben zu dem Mann, den Umständen seiner Festnahme oder möglichen Verbindungen zur Veranstaltung machten die Behörden bislang nicht. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf, den Hintergründen und dem Motiv dauern an.

Nach aktuellem Stand geht die Polizei davon aus, dass eine einzelne Person die Tat verübte. Zuvor war noch offen gewesen, ob möglicherweise mehrere Menschen geschossen hatten. Für Mittwoch um 14 Uhr haben die Behörden eine weitere Medienkonferenz angekündigt. Bis dahin sollen keine zusätzlichen Informationen veröffentlicht werden.

Spuren von zwei unterschiedlichen Waffen

Die Schüsse fielen am Sonntag gegen 2:30 Uhr im Aarauer Stadtteil Schachen. Der Rave auf der Pferderennbahn war zu diesem Zeitpunkt bereits beendet und die Musik abgestellt. Mehr als 100 Menschen hielten sich allerdings noch auf dem Gelände auf.

Bei der Spurensicherung stellte die Polizei Hülsen sicher, die von mindestens zwei unterschiedlichen Waffen stammen. Dabei handelt es sich nach Angaben der Behörden um Munition, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passen könnte. Dass verschiedene Kaliber gefunden wurden, widerspricht der Annahme eines Einzeltäters nicht. Eine Person könnte mehrere Waffen verwendet haben.

Geschossen wurde nach bisherigen Erkenntnissen an zwei unterschiedlichen Stellen im Aarauer Schachen. Sämtliche Opfer befanden sich im Bereich der Pferderennbahn. An einem nahe gelegenen Stellplatz entdeckten die Ermittler weitere Patronenhülsen. In welcher Reihenfolge die Schüsse fielen, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

22-Jährige stirbt, fünf Menschen verletzt

Eine 22-jährige Frau erlag noch am Tatort ihren Schussverletzungen. Bei ihr handelt es sich um eine italienische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der Schweiz. Vier Männer und eine weitere Frau wurden leicht bis schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Nach Angaben der Polizei schwebte am Sonntagabend niemand von ihnen in Lebensgefahr.

Zwischen den sechs Betroffenen bestand nach dem bisherigen Ermittlungsstand keine erkennbare Verbindung. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass die Opfer zufällig ausgewählt beziehungsweise getroffen wurden. Die nach den Schüssen noch anwesenden Besucher wurden an einen geschützten Ort gebracht, betreut und von der Polizei befragt.

Motiv weiterhin vollkommen offen

Die Ermittler hatten zunächst drei mögliche Szenarien genannt: einen Terrorakt, eine Amoktat oder eine Tat im kriminellen Umfeld. Für keines davon gab es am Sonntag einen konkreten bestätigten Hinweis. Ob die Festnahme inzwischen neue Erkenntnisse zum Hintergrund der Tat geliefert hat, ist nicht bekannt. Weitere Angaben werden bei der angekündigten Medienkonferenz am Mittwoch erwartet.

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Besucher und Anwohner, die über Fotos, Handyvideos oder Aufnahmen von Überwachungskameras aus der Tatnacht verfügen, werden weiterhin gebeten, das Material der Kantonspolizei Aargau zur Verfügung zu stellen. Für Angehörige und Augenzeugen ist die Info-Line unter 062 835 62 62 erreichbar. Aus Deutschland lautet die Nummer +41 62 835 62 62.

Wie Veranstalter und zahlreiche Artists auf die tödlichen Schüsse reagieren, lest ihr in unserem Folgeartikel.

Zuletzt aktualisiert am 31. August 2026 um 17:00 Uhr.

Fotocredit: Ludvig Hedenborg

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de