Pacha ist zurück in New York. Am 20. und 21. Juni feiert das Pacha New York sein offizielles Opening Weekend in Brooklyn – an einem Ort, den viele noch als Brooklyn Mirage kennen. Zum Start stehen Michael Bibi und Black Coffee auf dem Programm.
Pacha übernimmt einen der wichtigsten Dancefloors New Yorks
Die Brooklyn Mirage gehört zu den bekanntesten Open-Air-Venues der USA. In East Williamsburg wurde der Komplex über Jahre zur festen Adresse für große elektronische Shows, internationale Headliner und lange Sommernächte unter freiem Himmel. Jetzt beginnt dort ein neues Kapitel: Aus der Brooklyn Mirage wird das Pacha New York.
Hinter dem Projekt steht FIVE Holdings. Das Unternehmen hat die operative Führung über den Brooklyn-Mirage- und Great-Hall-Komplex übernommen. Die erste Saison von Pacha New York läuft von Juni bis Oktober 2026, die Great Hall soll darüber hinaus ganzjährig weiter betrieben werden. Geplant ist damit kein kurzer Sommerbetrieb, sondern ein dauerhafter Neustart für einen der prominentesten Clubstandorte der Stadt.
Das offizielle Opening Weekend startet am Samstag, 20. Juni, mit Michael Bibi. An seiner Seite stehen Skream und FLETCH. Einen Tag später folgen Black Coffee, Shimza und Samm. Ein Einstieg mit zwei sehr unterschiedlichen House-Schwerpunkten: Michael Bibi bringt den direkten, körperlichen Clubsound, Black Coffee den wärmeren, global geprägten Ansatz. Erste Eindrücke vom neuen Pacha New York gab es bereits beim Pre-Opening am vergangenen Wochenende mit Rampa, Danny Tenaglia, Prospa und vielen mehr.
BUNT. spielt im ersten Sommer von Pacha New York
Auch nach dem Eröffnungswochenende ist das Programm dicht besetzt. Am 26. Juni stehen Masters At Work mit Louie Vega und Kenny Dope auf dem Plan, am 27. Juni folgt Planet Pride mit Don Diablo, Loud Luxury, Acraze und weiteren Acts. Im Juli übernehmen unter anderem Vintage Culture, SLANDER B2B NGHTMRE, ANOTR und elrow mehrere Nächte.
Aus deutscher Sicht sticht vor allem der 24. Juli heraus. Dann spielt BUNT. im Pacha New York. Der deutsche Act hat sich in den vergangenen Jahren international stark nach vorne gearbeitet und passt in dieses Programm, weil er zwischen melodischem Dance-Sound, Festivalmomenten und clubtauglicher Energie funktioniert. Später folgen weitere große Namen wie Alok, Lost Frequencies, Loco Dice, Seth Troxler und Victor Calderone, Franky Rizardo, Gordo, ZHU, Indo Warehouse, BLOND:ISH, Miss Monique und Madeon.
Zwischen Ibiza-Erbe und Brooklyn-Geschichte
Pacha bringt viel Geschichte mit. Der Club auf Ibiza wurde 1973 gegründet und zählt bis heute zu den bekanntesten Marken der internationalen Clubkultur. New York kennt Pacha ebenfalls bereits: Der frühere Pacha Club in Hell’s Kitchen war über Jahre Teil des Nachtlebens der Stadt, schloss aber 2016. Die Rückkehr findet nun nicht in Manhattan statt, sondern in Brooklyn. Brooklyn ist kein Ort, an dem ein globaler Clubname allein reicht. Die ehemalige Brooklyn Mirage hatte eine eigene Identität, ein eigenes Publikum und eine Geschichte, die nicht einfach mit einem neuen Logo überschrieben werden kann. Genau daran wird Pacha New York gemessen werden: an Sound, Ablauf, Booking, Kommunikation, Sicherheit und daran, ob lokale Szenen wirklich Platz bekommen.
Pacha New York spricht selbst von einer Plattform für internationale Acts, lokale Künstler, Promoter und New Yorker Kreativ-Communitys. Das klingt nach großem Anspruch. Entscheidend wird sein, wie viel davon im laufenden Betrieb zu spüren ist. Gerade nach den schwierigen Monaten rund um den früheren Komplex dürfte das Publikum genauer hinschauen als bei einer normalen Cluberöffnung.
Die ersten Termine setzen jedenfalls auf Breite. House, Tech House, Afro House, Pride-Events, melodischere Acts, Bass-orientierte Shows und große Namen aus dem internationalen Clubbetrieb stehen nebeneinander. Das ist kein kleiner Neustart, sondern der Versuch, Pacha New York sofort als festen Knotenpunkt im US-Nachtleben zu positionieren. Ob das gelingt, entscheidet sich nicht am ersten Wochenende allein. Aber der Start mit Michael Bibi und Black Coffee gibt die Richtung vor. Pacha New York übernimmt einen Ort, der für elektronische Musik in New York viel bedeutet hat. Jetzt muss der Club beweisen, dass daraus mehr wird als ein Rebranding auf bekanntem Beton.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




