Odymel hat sich in einem ausführlichen Statement zu den zuletzt öffentlich diskutierten Vorwürfen im Umfeld der Agentur Steer geäußert und dabei auch Anschuldigungen gegen sich selbst thematisiert. Der Artist spricht von einem einzelnen Vorfall, an den er sich nicht erinnere, und verweist auf eine mögliche medizinische Erklärung. Nach eigenen Angaben laufe eine vorläufige Untersuchung, eine gerichtliche Entscheidung gebe es bislang nicht. Gleichzeitig kündigte Odymel an, sich zunächst zurückzuziehen.
Odymel: „Ich wähle Transparenz“
Nachdem in den vergangenen Tagen Anschuldigungen und Aussagen gegen mehrere Artists – auch gegen ihn – öffentlich geworden sind, hat Odymel am Montag ein mehrseitiges Statement veröffentlicht. Er erklärt, dass ihm bewusst sei, welche Konsequenzen eine öffentliche Einordnung haben könne, er aber nicht schweigen wolle.
In dem Statement beschreibt Odymel einen einzelnen Vorwurf im Zusammenhang mit einer früheren einvernehmlichen Beziehung. Er betont, dass er sich an den Vorfall nicht erinnere und bringt ihn mit einer möglichen Schlafstörung in Verbindung, die medizinisch als Sexsomnie beschrieben wird. Nach eigener Darstellung habe er die Situation damals ernst genommen, Hilfe in Anspruch genommen und an einer Klärung mitgewirkt.
Odymel schreibt außerdem, dass derzeit eine „vorläufige Untersuchung“ („preliminary investigation“) laufe und bereits Gespräche im Rahmen dieses Prozesses stattgefunden hätten. Eine gerichtliche Entscheidung gebe es bislang nicht und das Verfahren sei nicht abgeschlossen. Er schreibt außerdem, er habe im Zuge der Aufarbeitung professionelle Hilfe in Anspruch genommen und an einer Klärung mitgewirkt. Er betont, dass er kooperiere, und räumt ein, dass seine Darstellung schwer zu glauben sein könne. Gleichzeitig entschuldigt er sich für den möglichen Schaden und hebt hervor, dass die fehlende Erinnerung die Schwere eines möglichen Übergriffs nicht relativiere.
Zum Abschluss kündigt Odymel an, sich zunächst Zeit abseits der Öffentlichkeit zu nehmen. Zudem distanziert er sich von problematischem Verhalten, das in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit anderen Personen diskutiert wurde.
Alle bestätigten Entwicklungen und Updates sammeln wir fortlaufend in unserem Newsticker: Techno-Szene unter Druck: Festivals ziehen Konsequenzen – alle aktuellen Entwicklungen.
Fotocredit: Mayli Sterkendries

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




