Acht Jahre lang war Dash Berlin vor allem eines: ein Dauerstreit. Jetzt haben Jeffrey Sutorius und der offizielle Dash-Berlin-Account plötzlich denselben Post veröffentlicht – inklusive der Zeile: „JEFF = back“. Für die Trance-Szene ist das mehr als nur ein kleines Social-Media-Update.
Vom Aushängeschild der Vocal-Trance-Ära zum Dauerstreit
Manchmal reichen ein schwarzes Bild und zwei Wörter: „JEFF = back“. Viel mehr gab es diese Woche nicht auf den offiziellen Instagram-Accounts von Dash Berlin und Jeffrey Sutorius zu sehen. Dazu nur der Satz: „The meaning of life is to move on.“ Keine weitere Erklärung. Und trotzdem dürfte in der Trance-Szene kaum ein Beitrag mehr Aufmerksamkeit bekommen haben.
Denn nach Jahren voller Streitigkeiten, Gerichtsverfahren und komplett widersprüchlicher Entwicklungen passiert hier erstmals etwas, das viele längst nicht mehr erwartet hatten. Dash Berlin und Jeffrey Sutorius wirken plötzlich wieder wie ein Team.
Die emotionalen Reaktionen sind vor allem darauf zurückzuführen, wie eng viele Fans Dash Berlin immer mit Jeffrey Sutorius verbunden haben. Songs wie „Waiting Till The Sky Falls Down”, „Man On The Run” oder „Better Half Of Me” waren nie nur große Festival-Tracks, sondern für viele der Soundtrack einer ganzen Trance-Generation. Umso chaotischer wirkte daher die Entwicklung nach der Trennung von Eelke Kalberg und Sebastiaan Molijn im Jahr 2018: Aus einem der größten Trance-Projekte der 2010er Jahre wurde ein jahrelanger Rosenkrieg um Markenrechte, Lizenzzahlungen und die Frage, wer Dash Berlin überhaupt noch ist.
Anfang 2026 entschied der Gerechtshof Den Haag schließlich zugunsten von Sutorius. Das Gericht stellte klar, dass er den Namen Dash Berlin wieder nutzen darf. Der aktuelle Post wirkt nun wie das erste öffentliche Zeichen nach diesem Urteil und gleichzeitig wie ein vorsichtiger Neustart.
Was genau jetzt zurückkommt, weiß aktuell noch niemand
Wichtig ist allerdings auch: Bislang wurde weder neue Musik ein offizielles Rebranding angekündigt bzw. bestätigt. Auch die entscheidende Frage bleibt offen: Kehrt Jeffrey Sutorius allein als Dash Berlin zurück, oder steckt mehr hinter dem Posting?
Aber gerade diese Unklarheit macht den Moment aber auch so spannend. Zum ersten Mal seit Jahren stehen bei Dash Berlin nicht Gerichtsakten oder Besitzverhältnisse im Mittelpunkt, sondern wieder Musik, Erinnerungen und das Gefühl, das dieses Projekt einst bei vielen ausgelöst hat.
Fotocredit: Rukes

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




