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Vom Stadionrock zur Ambient-Reise: Kings of Leon-Gitarrist Matthew Followill überrascht mit Soloalbum

Vom Stadionrock zur Ambient-Reise: Kings of Leon-Gitarrist Matthew Followill überrascht mit Soloalbum

Matthew Followill ist als Leadgitarrist von Kings of Leon bekannt. Unter seinem elektronischen Alias CMF hat er jetzt ein 26 Tracks starkes Soloalbum veröffentlicht – weit weg vom Stadionrock seiner Band.

Matthew Followill veröffentlicht Debütalbum als CMF

Mit Kings of Leon füllt Matthew Followill seit Jahren Arenen und Festivalgelände. Jetzt zeigt sich der Gitarrist und Mitgründer der US-Rockband von einer deutlich anderen Seite. Unter seinem elektronischen Alias CMF hat Followill sein Debütalbum „If We’re Apart, I’m Somewhere Missing You“ veröffentlicht. Das Album ist am 19. Juni 2026 über Saesori Sounds erschienen und umfasst 26 Tracks. Statt großer Rock-Gesten, hymnischer Gitarrenriffs und stadiontauglicher Refrains setzt Followill hier auf Ambient, Folktronica, akustische Elemente und cineastische Soundflächen.

Der Schritt wirkt auf den ersten Blick überraschend, ergibt musikalisch aber durchaus Sinn. Wer Followills Gitarrenspiel bei Kings of Leon kennt, weiß, dass seine Parts oft weniger auf Virtuosität als auf Atmosphäre, Raum und Stimmung setzen. Genau diese Seite rückt CMF nun konsequent in den Mittelpunkt.

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Musik zwischen Ambient, Folktronica und Kopfkino

„If We’re Apart, I’m Somewhere Missing You“ ist kein klassisches Nebenprojekt, das auf schnelle Singles oder große Hooks schielt. Das Album funktioniert eher als zusammenhängende Reise. Viele Stücke entwickeln sich langsam, arbeiten mit verwaschenen Gitarren, schwebenden Pads, organischen Texturen und zurückhaltenden elektronischen Strukturen.

Followill selbst beschreibt die Musik als Ergebnis von Experimentierfreude und jahrelang gesammelten Einflüssen. Ihm sei es darum gegangen, organische Instrumentierung mit Ambient-Texturen zu verbinden. Inspiriert wurde das Projekt unter anderem von langen Tagen unterwegs, in denen Zeit verschwimmt und die Welt filmisch, atmosphärisch und immersiv wirkt.

Tracks wie „Our National Treasure“, „Morningness“ oder „Good Time Killer“ zeigen besonders deutlich, wohin die Reise geht: nicht in Richtung Club, sondern in einen Zwischenraum aus Ambient, Indie, Electronica und Soundtrack-Ästhetik. Musik, die weniger nach Bühne als nach Bewegung, Erinnerung und Tagtraum klingt.

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Ein unerwarteter, aber stimmiger Seitenwechsel

CMF ist kein Versuch, Rockmusik elektronischer zu verpacken. Followill löst sich auf dem Album fast vollständig von der Erwartungshaltung, die mit seiner Band verbunden ist. Gerade deshalb wirkt „If We’re Apart, I’m Somewhere Missing You“ nicht wie ein kalkulierter Ausflug, sondern wie ein persönliches Projekt. Ein Album, das sich Zeit nimmt, nicht sofort gefallen muss und trotzdem eine klare eigene Welt aufmacht.

Für klassische Kings of Leon-Fans dürfte CMF eine Überraschung sein. Für Hörer von Ambient, Folktronica und ruhiger Electronica ist es aber ein spannender Perspektivwechsel: Matthew Followill tritt aus dem Schatten der großen Rockbühne heraus und landet dort, wo Klang wichtiger ist als Pose.

Fotocredit: Raph_PHKingsLeonSilverstne040724 (88 of 112) (53836858092)CC BY 2.0

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