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Mann aus Fürth geht trotz Corona feiern – nun droht ein Bußgeld

Mann aus Fürth geht trotz Corona feiern – nun droht ein Bußgeld

Schon gewusst?

Durch das Förderprogramm „NEUSTART KULTUR“ können Musikfestivals bis zu 250.000 Euro erhalten, Veranstalterinnen und Veranstalter von Livemusik-Programmen bis zu 800.000 Euro. Die Fördermittel dienen vor allem der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Auch alternative, pandemiegerechte Kulturerlebnisse und nachhaltige sowie barrierefreie Livemusik-Formate werden gefördert.

Franz

Franz

stellv. Redaktionsleiter

 

M:[email protected]


Trotz seiner Quarantäne-Auflagen ging vor Kurzem ein junger Mann aus dem Landkreis Fürth im Nürnberger Club Mach1 feiern. Nun stehen alle Partygäste der vermeintlichen Privatveranstaltung unter Quarantäne und dem Mitte-20-Jährigen droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Bußgeldverfahren gegen Corona-Infizierten nach Party-Abend

Bei einer vermeintlichen Geburtstagsparty tauchte von 15. auf den 16. August ein junger Mann im Mach1 in Nürnberg auf, der sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert hatte. Der Reiserückkehrer aus Spanien hätte eigentlich in häusliche Isolation gemusst, weil das Land während seines Aufenthalts bereits als Risikogebiet eingestuft war. Doch der Mann ignorierte die Quarantäne und ging fröhlich in der Innenstadt feiern.

Gegen den Mitte-Zwanzigjährigen ist nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden, teilte ein Mitarbeiter des Fürther Ordnungsamtes dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage mit. Auf ihn kommt demnach ein Bußgeld in Höhe von 500 bis 10.000 Euro zu. Dabei müsse die Schwere der persönlichen Schuld des Betroffenen, sowie dessen wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigt werden.

Der Mann stand eigentlich unter Quarantäne, da er aus einem Risikogebiet kam und noch kein Corona-Testergebnis hatte. Dennoch besuchte er eine Party im Nürnberger Club Mach1, von der es ursprünglich hieß, es sei eine Privatveranstaltung gewesen. Später stellte sich heraus, dass er sich bereits vor der Party mit dem Coronavirus infiziert hatte.

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Die Party im Mach1 war gar keine Privatveranstaltung

Nach Recherchen des Nürnberger Ordnungsamtes handelte es sich bei der Party aber gar nicht um eine Privatfeier. Bei Befragungen der Teilnehmer der Feier habe sich herausgestellt, dass mehrere Personen zur Party eingeladen hatten. Zudem kannten sich laut Behörden viele Gäste untereinander gar nicht – und auch einen Anlass konnten viele der Feiernden ebenfalls nicht benennen. Deswegen werde zurzeit auch geprüft, ob der Veranstalter oder der Club-Betreiber gegen Vorschriften verstoßen habe.

Florian Herrmann (CSU), Leiter der Staatskanzlei, findet solch ein Verhalten „unverantwortlich“ und im „höchsten Maße rücksichtslos“, teilte er auf Anfrage dem Bayerischen Rundfunk mit.

„Das extrem egoistische Verhalten von Wenigen gefährdet Leib und Leben von vielen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat. Man macht sich zum Handlanger des Virus, wenn man solche Partys feiert, statt Abstand zu halten. Wo Appelle an die Vernunft nicht wirken, wird der Rechtsstaat hart durchgreifen.“

DJ der Party erhebt schwere Vorwürfe

Manuel Steinlein, der gemeinsam mit einem Kollegen als DJ auf dieser Party engagiert war, ist ebenfalls ziemlich verärgert. Er erfuhr erst aus den Medien von diesem Vorfall. Weder der Club noch das Gesundheitsamt meldete sich bei ihm. Das lag aber wahrscheinlich daran, weil er einfach nicht auf der Gästeliste stand. Diese war nicht vollständig ausgefüllt und lückenhaft. Er wartet nun auf sein Testergebnis und muss wie knapp 90 andere in Quarantäne bleiben.

Trotzdem könne er nicht verstehen, dass „so ein bekannter Laden wie das M1“ da mitspiele.

„Ich weiß bis heute nicht, ob ich auf der Liste stand. Das ist bedenklich. Wegen solcher Leute dauert es dann noch länger, bis wir zum Regelbetrieb übergehen können.“

Fotocredits: Unsplash

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Durch das Förderprogramm „NEUSTART KULTUR“ können Musikfestivals bis zu 250.000 Euro erhalten, Veranstalterinnen und Veranstalter von Livemusik-Programmen bis zu 800.000 Euro. Die Fördermittel dienen vor allem der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Auch alternative, pandemiegerechte Kulturerlebnisse und nachhaltige sowie barrierefreie Livemusik-Formate werden gefördert.

Franz

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stellv. Redaktionsleiter

 

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27.08.20 18:32