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Lukas & Frank: Mit Saxofon, Cello und Afro House zum Millionenpublikum

Lukas & Frank: Mit Saxofon, Cello und Afro House zum Millionenpublikum

Eigentlich sollten Lukas & Frank nur gemeinsam einen Auftritt spielen. Daraus entstand Ende 2024 ein Duo, das Live-Instrumente mit Afro und Melodic House verbindet – und inzwischen mehr als 1,2 Millionen monatliche Hörer auf Spotify erreicht.

Aus einem spontanen Auftritt wird ein Duo

Musikalisch kommen Lukas & Frank aus unterschiedlichen Welten. Lukas begann mit klassischer Musik und Klarinette, wechselte später zum Saxofon und fand schließlich zum DJing. Frank wurde ebenfalls klassisch ausgebildet, bewegte sich anschließend aber durch Rock, Techno und weitere elektronische Genres. Sein Instrument blieb dabei das Cello.

Bei einem gemeinsamen Auftritt trafen beide Wege erstmals direkt aufeinander. Was zunächst spontan entstand, funktionierte so gut, dass daraus Ende 2024 ein festes Projekt wurde. Seitdem verbinden Lukas & Frank ihre DJ-Sets mit live gespieltem Saxofon und Cello.

Gerade das Cello fällt in diesem Umfeld auf. Während Saxofonisten auf House-Events längst keine Seltenheit mehr sind, gehört das Streichinstrument in der DJ-Booth weiterhin zu den ungewöhnlichen Erscheinungen. Bei Lukas & Frank ist es deshalb auch kein kurzer Showeffekt, sondern ein fester Bestandteil der Auftritte.

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Mit Afro-Edits in die Charts

Der schnelle Aufstieg des Berliner Duos fand zunächst vor allem online statt. Videos ihrer „Sax & Cello“-Sets verbreiteten sich über Instagram, TikTok und YouTube. Inzwischen kommen Lukas & Frank dort auf insgesamt mehr als 400.000 Follower und Abonnenten. Auch auf den Streamingplattformen nahm das Projekt Fahrt auf. Der gemeinsam mit Yann Hendriksen und Vescu produzierte Afro-Edit von Amy Winehouses „Back To Black“ schaffte es in die Viral Top 50 von Spotify und erreichte die Top 10 der Beatport-Afro-House-Charts.

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Anschließend nahmen sich Lukas & Frank mit „Promiscuous“ einen weiteren bekannten Song vor. Ihr Afro-Edit des Nelly-Furtado-Hits kletterte bei Beatport bis auf Platz zwei der entsprechenden Genre-Charts. Auf Spotify erreicht das Duo mittlerweile mehr als 1,2 Millionen monatliche Hörer.

Dass Lukas & Frank nicht ausschließlich auf bekannte Vorlagen setzen, zeigten sie im Mai mit „Fire“. Die gemeinsam mit Sam Allan und Sängerin Émilie Rachel veröffentlichte Single ist eine eigene Nummer, die ihren Sound zwischen Afro House, melodischen Elementen und Live-Instrumenten weiterführt. Mit „Hypnotized“ kündigt sich bereits der nächste Track an. Erste Snippets sind auf den Social-Media-Kanälen der Artists zu hören und sorgen dort schon vor der Veröffentlichung für spürbare Aufmerksamkeit.

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Während „Back To Black“ und „Promiscuous“ bekannten Songs durch Percussions, melodische House-Elemente und Live-Instrumente eine eigene Handschrift verleihen, zeigt „Fire“, dass Lukas & Frank ihren Sound auch ohne prominente Vorlage tragen können. Wohin sich das Duo als Nächstes bewegt, dürfte „Hypnotized“ zeigen.

House of Lukas & Frank wächst über Berlin hinaus

Parallel zu ihrer Musik haben Lukas & Frank eine eigene Veranstaltungsreihe aufgebaut. Unter dem Namen House of Lukas & Frank, kurz HOLF, bringen sie kuratierte House-Events in verschiedene internationale Städte. Ausgaben der Reihe fanden bereits in Berlin, London, Paris, Istanbul und Sofia statt. Damit wächst rund um das Duo eine eigene Marke, die nicht allein von seinen Veröffentlichungen lebt, sondern vor allem das Live-Konzept in den Mittelpunkt stellt.

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Auch außerhalb der eigenen Veranstaltungen sind Lukas & Frank inzwischen in Europa, Asien und Nordamerika unterwegs. Der anhaltende Afro-House-Boom spielt ihnen dabei zweifellos in die Karten. Ihr eigentliches Alleinstellungsmerkmal liegt jedoch auf der Bühne: Saxofon und Cello sorgen dafür, dass aus einem DJ-Set eine kleine Live-Show wird.

Dass bekannte Vocals zunächst die Reichweite beschleunigt haben, ist offensichtlich. Mit ihrem Instrumentenmix haben Lukas & Frank aber bereits etwas gefunden, das sie im derzeit dicht besetzten Afro-House-Feld wiedererkennbar macht.

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Fotocredit: Press Pic

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de